Klimpact – klimafreundlich leben, einfach gemacht
Klimafreundlich leben und arbeiten soll in Basel einfach und attraktiv sein: beim Essen, Einkaufen und auf Reisen. Klimpact unterstützt Projekte, die dafür passende Angebote und Voraussetzungen schaffen.
Was ist Klimpact?
Ein grosser Teil der Emissionen, die wir mit unserem Verhalten verursachen, entsteht ausserhalb der Kantonsgrenzen. Etwa bei der Herstellung der Produkte, die wir kaufen, bei der Produktion unserer Lebensmittel oder wenn wir reisen. Wie hoch sie ausfallen, hängt nicht nur von persönlichen Entscheidungen ab. Entscheidend ist auch, welche Angebote verfügbar sind und welche Regeln, Kompetenzen und Kooperationen sie ermöglichen. Neue Angebote und Lösungen können dazu beitragen, dass sich Gewohnheiten verändern und emissionsärmere Alternativen selbstverständlich werden.

Mit dem Entwicklungsprogramm Klimpact unterstützt der Kanton Basel-Stadt Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen dabei, solche innovativen Projekte zu entwickeln und umzusetzen und gibt ihnen Zugang zu möglichen Förderinstitutionen. Vielversprechende Ideen werden von Fachpersonen begleitet und weiterentwickelt. So sollen aus guten Ideen tragfähige Lösungen entstehen, die Wirkung entfalten und von vielen Menschen genutzt werden können.
Gleichzeitig gewinnt der Kanton aus den Projekten wichtige Erkenntnisse darüber, welche Ansätze funktionieren und welche Rolle er künftig bei der Reduktion von ausserkantonalen Emissionen, den sogenannten Scope 3-Emissionen, übernehmen kann.
Mit Klimpact legt der Kanton damit die Grundlage für die Erarbeitung der kantonalen Klimaschutzstrategie zu den Scope 3-Emissionen.
Klimpact hat eine Laufzeit von rund 2.5 Jahren (2026-2028), die Scope 3-Strategie wird anschliessend ab Ende 2028 entwickelt.
Drei Missionen – Ausschreibungen 2026/2027
Eine Mission beschreibt eine Veränderung im Basler Alltag, die viele Projekte gemeinsam erreichen.

Dinge, die bleiben | Gut kochen, restlos geniessen | Näher, länger, schöner |
In Basel soll man behalten können, was man mag. Was nicht mehr benötigt wird, soll weiter verwendet werden können. | In Basel soll gutes Essen selbstverständlich sein – und jeder Rest noch einen Teller finden. | In Basel sollen Ferien wieder Zeit bekommen - für den Weg, den Ort und das Ankommen. |
Reparieren und wiederverwenden: Reparatur und Weiterverwendung zur naheliegenden Wahl machen | Was auf den Tisch kommt: regionale und pflanzliche Produkte in Gastronomie und Handel zur selbstverständlichen Wahl machen. | Anders in die Ferien: klimafreundliches Reisen zur naheliegenden Wahl machen. |
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Wie Klimpact unterstützt
Ein Kurationsgremium aus Fachpersonen und Förderpartnern beurteilt die eingereichten Projekte und empfiehlt pro Mission mehrere Projekte, die sich gegenseitig ergänzen. Klimpact gibt den Projektträgerschaften zudem Zugang zu möglichen Förderinstitutionen und weiteren relevanten Akteurinnen und Akteuren.

In der Umsetzung erhalten die Projektträgerschaften Unterstützung durch die meso-Innovationsallianz. Bei Bedarf können die Projektträgerschaften zudem kostenlos Fachcoaches mit weiterführender Expertise beiziehen.

Während der Umsetzung lernen geförderte Projekte in regelmässigen Reflexionsformaten voneinander und tauschen sich aus.
Der Kanton begleitet die Entwicklung der Projekte, bringt relevante Akteurinnen und Akteure zusammen und vermittelt den Zugang zu Fördermitteln. Gleichzeitig prüft er, welche eigenen Beiträge die Wirkung und Verbreitung der Projekte unterstützen können. Die Erfahrungen aus Klimpact fliessen ab Ende 2028 in die Erarbeitung der Scope-3-Strategie ein.
Wichtig: Die Beiträge stammen aus mehreren unabhängigen Fördertöpfen, die je eigenständig entscheiden. Eine Empfehlung des Kurationsgremiums stellt keine Finanzierungszusage dar.
Welche Projekte gesucht werden
Damit unser Alltag klimafreundlicher wird, reicht ein einzelnes Projekt nicht. Es braucht passende Angebote, die nötigen Fähigkeiten und Infrastrukturen, geeignete Rahmenbedingungen – und Menschen, die davon wissen. Klimpact unterstützt deshalb in jeder Mission mehrere Projekte, die zusammen mehr bewirken als jedes für sich allein. Gesucht sind Projekte, die:
- ein Angebot entwickeln oder verbessern, das Menschen oder Organisationen direkt nutzen können
- Beispiele: Eine Werkstatt im Quartier, in der man abends selbst repariert oder reparieren lässt. Ein Quartierladen, der loses und regionales Gemüse so anbietet, dass man nur kauft, was man braucht. Ein Reiseangebot, das Ziele in zehn Zugstunden erschliesst, mit längeren Aufenthalten statt kurzen Sprüngen.
- Fähigkeiten, Finanzierung, Infrastruktur oder Logistik schaffen, damit Angebote funktionieren
- Beispiele: Ein Abholdienst für sperrige Geräte, damit die Reparatur nicht am Transport scheitert. Eine Weiterbildung für Küchenteams, die aus dem Verwerten von Resten ein Handwerk macht. Eine Schulung für Reisebüros, damit eine Bahnverbindung so schnell gebucht ist wie ein Flug.
- Hindernisse bei Regeln, Räumen, Standards oder Zuständigkeiten klären
- Beispiele: Eine Musterlösung für die Haftung, wenn Entsorgungsstellen brauchbare Geräte weitergeben. Eine Klärung mit dem Handel, wie Haltbarkeitsangaben verständlicher werden. Eine Klärung, wer haftet, wenn bei einer Zugreise der Anschluss ausfällt.
- bestehende Angebote sichtbar machen und neue Nutzerinnen und Nutzer erreichen.
- Beispiele: Eine Karte, auf der steht, wo man in Basel was reparieren lässt. Eine Reihe über Küchen, die anders einkaufen, erzählt von den Köchinnen selbst. Eine Aktion am Bahnhof, die zeigt, wohin man in zehn Stunden kommt.
Viele Projekte verbinden mehreres davon. Keines ist mehr wert als das andere. Der Blick auf das Zusammenspiel beginnt schon mit dem Vorgesuch. Wir fragen, wie Ihr Projekt zu der Mission beiträgt und wen es dafür braucht – andere Organisationen ebenso wie den Kanton. Nach der Beurteilung durch das Kurationsgremium erhalten Sie eine Einschätzung zur möglichen Rolle Ihres Projekts und zu Projekten, mit denen sich eine Zusammenarbeit lohnen könnte. Mit Ihrem Einverständnis vermitteln wir den Kontakt.
Das Kurationsgremium wählt pro Mission Projekte aus, die unterschiedliche Hindernisse bearbeiten und sich gegenseitig stärken.
Wer teilnehmen kann
Klimpact steht sowohl Organisationen wie auch Unternehmen und Privatpersonen offen.
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