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Kanton Basel-Stadt

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Regierungsrat
Medienmitteilung vom 17.01.2012 (13:30)
Regierungsrat setzt sich erfolgreich für Arbeitnehmende bei Novartis ein
In den vergangenen Wochen haben die Arbeitnehmenden, das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement, die Kantone Basel-Stadt und Waadt mit Novartis intensiv an der Milderung der negativen Folgen der Restrukturierungen des Unternehmens in der Schweiz gearbeitet. Der Regierungsrat begrüsst, dass die Anzahl der Kündigungen in Basel auf ein Minimum reduziert wird. Er nimmt auch wohlwollend Kenntnis vom angestrebten Erhalt betroffener Stellen in der Schweiz sowie vom umfassenden Sozialplan zu Gunsten der Betroffenen. Im Zuge der Gespräche hat sich Novartis erneut zu seinem weltweiten Hauptsitz Basel und zum Projekt Novartis Campus – mit angestrebten 10'000 Arbeitsplätzen auf dem Novartis Campus Basel im Jahr 2030 – bekannt.

Novartis hatte im Oktober 2011 bekannt gegeben, dass 2012 in der Schweiz 1'100 Stellen gestrichen werden sollen – rund 760 in Basel und 320 im waadtländischen Prangins. In Basel sind von dieser Absicht konzernübergreifend Bereiche betroffen, in Prangins eine Produktionsstätte zur Herstellung von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. Gemäss Novartis ist insbesondere der Druck auf die Medikamentenpreise in der Schweiz und im Ausland der Grund für die angestrebten Kostensenkungen und nicht etwa die Rahmenbedingungen in der Schweiz oder am Standort Basel, die weiterhin als gut erachtet werden.

Unmittelbar nachdem Novartis diese Pläne kommuniziert hatte, fand auf Forderung des Kantons ein Gespräch mit der Novartis-Spitze statt – mit dem Ziel, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und den Abbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten (vgl. Medienmitteilung des Regierungsrates vom 2.11.2011).

Aufgrund der Dimension des Abbaus, der Betroffenheit der Kantone Basel-Stadt und Waadt und der grossen Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweizer Wirtschaft wurde unter der Leitung von Bundesrat Schneider-Ammann eine hochrangige Arbeitsgruppe mit Vertretungen des Bundes, der beiden Kantone Basel-Stadt und Waadt sowie von Novartis gebildet. Der Regierungsrat forderte von Novartis in den Gesprächen insbesondere den Verzicht auf Entlassungen.

Der Regierungsrat bedauert, dass die Restrukturierung in Basel nicht ohne schmerzliche Konsequenzen beim Personal möglich ist. Positiv ist hingegen, dass Novartis ihre Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden wahrnimmt und Anregungen der Personalvertretungen und von Basel-Stadt aufgenommen hat. Nur noch der kleinste Teil der Betroffenen muss das Unternehmen ohne eine gute Folgelösung verlassen. Der Regierungsrat anerkennt, dass Novartis viel in vorzeitige Pensionierungen investiert, intensiv interne und externe Stellenvermittlung betreibt, Teilzeitbeschäftigung fördert und allfällige Spin-Offs finanziell unterstützen will. Das zuständige Amt für Wirtschaft und Arbeit beurteilt den regionalen Arbeitsmarkt als zwar schwankend, aber aufnahmefähig. Alle Betroffenen haben intakte Chancen auf gute neue Lösungen oder Anstellungen.

Novartis hat sich zudem erneut zu Basel als weltweit wichtigstem Forschungsstandort bekannt und zugesichert, den Novartis Campus wie geplant weiter zu entwickeln. Bereits in den kommenden Monaten folgen weitere Investitionen und Ausbauten, die schlussendlich zu einem Aufbau auf 10'000 Arbeitsplätze auf dem Novartis Campus in Basel führen sollen. Der Regierungsrat erwartet, dass Novartis zu diesem Versprechen steht und es erfüllt.

Mit dem Entscheid, den Produktionsstandort in Prangins/VD - entgegen der ursprünglichen Absicht - offen zu lassen, bleibt ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette der Pharmaindustrie in der Schweiz erhalten. Die Kontroverse um diese Schliessung hat zudem die Westschweiz für die Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweizer Wirtschaft sensibilisiert. Beides – Erhalt der Produktion wie Sensibilisierung – stärkt indirekt den Standort Basel und wird vom Regierungsrat deshalb begrüsst.

Der Regierungsrat dankt Bundesrat Schneider-Ammann und dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO für deren Unterstützung bei der Suche nach möglichst sozialverträglichen Lösungen.

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Weitere Auskünfte:

Christoph Brutschin, Telefon +41 (0)79 661 83 54
Regierungsrat, Vorsteher des
Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt