Vielfältige Berufsbildung an den Berufsfachschulen von Basel-Stadt

Mit ihrem breiten Angebot ermöglichen die Berufsfachschulen von Basel-Stadt Jugendlichen eine solide Berufsausbildung. Die drei- und die vierjährigen Berufslehren sowie die Berufsmaturität gehören zum festen Angebot. Neu ist die zweijährige Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest. Sie löst die bisherige zweijährige Lehre und die Anlehre ab.

Das Bildungssystem von Basel-Stadt gestaltet sich in der nachobligatorischen Schulzeit äusserst differenziert: Verschiedene gymnasiale Profile bereiten auf universitäre Studien vor, die Fachmaturitäts- und Wirtschaftsmittelschule auf Fachhochschulstudien, die Berufsbildung auf die Arbeitswelt sowie auf weiterführende Qualifizierungen. Besonders reich differenziert ist die Berufsbildung: Weit über 100 Lehrberufe in der beruflichen Grundbildung können an den Berufsfachschulen gelernt werden. Die Berufsfachschulen bieten aber auch Vorbereitungskurse für die Grundausbildung an, Berufsmaturitäten, die für den Eintritt in die Hochschulwelt qualifizieren, sowie eine grosse Vielfalt an Weiterbildung und höherer Berufsbildung.

Einen entscheidenden Anteil an der guten Qualität des Berufsbildungssystems haben die Lehrbetriebe aus Wirtschaft und Gewerbe, die für die praktische Ausbildung der Lernenden die Verantwortung übernehmen, sowie die Berufsverbände,die die Berufsbildung nach Kräften unterstützen.

Mit dem neuen Berufsbildungsgesetz vom Januar 2004 wurde die zweijährige Grundbildung eingeführt. Sie führt zu einem vollwertigen Beruf mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) und beruht auf einem eigenständigen Berufs- und Bildungsprofil. Die zweijährige Grundbildung bietet vorwiegend praktisch begabten Jugendlichen sowie Erwachsenen die Möglichkeit, einen eidgenössisch anerkannten Titel zu erlangen und gewährt ihnen Zugang zu verschiedenen Weiterbildungsangeboten. Analog zu den drei- und vierjährigen Grundbildungen findet die Ausbildung an den drei Lernorten Betrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse statt.

Im Gegensatz zur Anlehre, die auf einem individuellen Ausbildungsprogramm basiert, müssen die Lernenden der zweijährigen Grundbildung nach standardisierten Zielen ausgebildet werden. Sie erhalten nach erfolgreicher Abschlussprüfung ein eidgenössisches Berufsattest (EBA) und eine eigenständige Berufsbezeichnung. Solange in einem Beruf noch keine zweijährige Grundbildung mit Berufsattest in Kraft ist, können Anlehren angeboten werden; nach dem Erlass einer Bildungsverordnung werden keine Anlehren mehr angeboten.

nach oben