Weiter mit der Eingangsstufe

Aufgrund der Rückmeldungen der Lehrpersonen wird im kommenden Jahr ein Vorprojekt zur Eingangsstufe durchgeführt. Im Rahmen dieses Vorprojekts werden ein Schulversuch konzipiert sowie die räumlichen und finanziellen Voraussetzungen einer generellen Einführung der Eingangsstufe überprüft. Erst Ende 2006 wird aufgrund der Ergebnisse dieses Vorprojekts der Entscheid für oder gegen einen Schulversuch Eingangsstufe fallen.

In einem intensiven Meinungsbildungsprozess zur Eingangsstufe im Frühling dieses Jahres zeigte sich, dass die Lehrpersonen der Stufen Kindergarten und Primarschule im pädagogischen Konzept der Eingangsstufe mehr Risiken als Chancen sehen, dass aber doch eine knappe Mehrheit der Durchführung eines Schulversuchs zustimmt. Um die genannten Risiken zu minimieren, soll nun im kommenden Jahr ein Vorprojekt durchgeführt werden, in dem ein Schulversuch Eingangsstufe konzipiert und die Umsetzbarkeit einer Eingangsstufe betreffend Raum und Finanzen überprüft werden. Für das Vorprojekt wird eine Projektleitung beauftragt und eine Projektorganisation aufgebaut. Am Ende der Vorprojektsphase wird eine interne Vernehmlassung durchgeführt, und Ende 2006 wird über die Durchführung eines Schulversuchs entschieden. Ein Schulversuch wird frühestens im Sommer 2008 starten können.

Ausgehend vom Meinungsbildungsprozess und den Diskussionen mit verschiedenen Fachpersonen zeichnet sich ab, dass die weitere Planung auf eine dreijährige Eingangsstufe (Grundstufe) fokussiert werden kann.

Die Entwicklungen in den Deutschschweizer Kantonen, die Schulversuche durchführen, werden aktiv verfolgt und die Ergebnisse für die basel-städtischen Verhältnisse nutzbar gemacht. Dazu wird sich Basel-Stadt am Entwicklungsprojekt der Ostschweiz, dem Projekt "edk-ost-4bis8", beteiligen.

Mit dem gewählten Vorgehen kann der Entscheid über einen Schulversuch auf einem besseren Kenntnisstand getroffen und der an Kindergarten und Primarschule in Gang gesetzte Prozess weitergeführt werden. Gleichzeitig nimmt das Vorgehen Einwände und Anliegen der Lehrpersonen auf. Zudem wird sicher gestellt, dass der Kanton Basel-Stadt den Anschluss an die anderen Deutschschweizer Kantone nicht verliert.

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