Die Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderung feiert ihr zehnjähriges Jubiläum und 20 Mal Palaver Loop!

Veranstaltung vom 18. November 2013 im Unternehmen Mitte, 18.00 - 22.00 Uhr -- Seit 10 Jahren setzt sich die Fachstelle dafür ein, dass unterschiedlich behinderte Menschen selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilnehmen können. In 20 Podien haben Betroffene als Expertinnen und Experten in eigener Sache verschiedenste Themen diskutiert. Am Jubiläumsabend werden, nach einer musikalischen Eröffnung, eigens für diesen Anlass geschriebene Texte gelesen und fünf Menschen mit Behinderung sprechen über ihre Anliegen und Visionen für ein hindernisfreies Leben. Der Eintritt ist frei.

Der Kanton Basel-Stadt hat als erster und immer noch einziger Kanton der Schweiz vor 10 Jahren eine Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung geschaffen. Diese ist heute Teil der Kantons- und Stadtentwicklung. Die Stelle hat den Auftrag, inner- und ausserhalb der kantonalen Verwaltung Diskriminierungen in den Bereichen Schule, Ausbildung, Arbeit, Freizeit, Wohnen, öffentlicher Verkehr, Bauen und Kommunikation abzubauen. In enger Zusammenarbeit mit den Departementen und Betrieben der kantonalen Verwaltung, den Institutionen der Behindertenfach- und -selbsthilfe sowie betroffenen Fachpersonen soll den ca. 25'000 unterschiedlich behinderten Menschen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht werden.

Dafür wurden in den letzten und werden in den kommenden Jahren in verschiedensten Lebensbereichen innovative Projekte geplant und umgesetzt: Ein integrativer Bildungsweg für Menschen mit Behinderung durch eine integrative Volksschule, eine integrative Berufsbildung und ein barrierefreies Studium an einer Hochschule. Erhalt und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen im 1. Arbeitsmarkt für unterschiedlich behinderte Menschen mit attraktiven Anreizen und kompetenter Begleitung. Die Verbesserung des Zugangs und der Benutzbarkeit von zahlreichen kantonalen Bauten; Mobilität in der Stadt durch Trottoirabsenkungen für Rollstuhlfahrende und Aufmerksamkeitsfelder für Blinde; der stufenlose Einstieg von mobilitätsbehinderten Fahrgästen in Tram und Bus durch Anhebung der Haltekanten und Anschaffung von hindernisfreiem Rollmaterial. Die Öffnung verschiedener Institutionen für Menschen mit einer Behinderung wie Tagesheime, Museen Basel, Musikschulen und Sportvereine. Abstimmungsmaterial für blinde Menschen auf Hördiskette, Alarmierung im Katastrophenfall von gehörlosen Menschen via Handy, hindernisfreie kantonale websites für blinde Menschen. Eine neue Finanzierung der Institutionen der Behindertenhilfe, in deren Zentrum der behinderte Mensch mit seinem individuellen Bedarf an ambulanten und stationären Leistungen steht. Die selbstverständliche Teilnahme von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben im Rahmen des Kulturfestivals Wildwuchs. Eine gesellschaftliche Diskussion über Normen und Idealvorstellung im Rahmen des Projekts „museen basel: perfekt_imperfekt“. Podiumsdiskussionen, Talkveranstaltungen, in deren Zentrum Menschen mit Behinderungen als Expertinnen und Experten in eigener Sache stehen. Ein Stadtrundgang, der die Öffentlichkeit, aber auch im Rahmen von Schulungen das BVB Fahrpersonal, einlädt, auf einem Rundgang durchs Kleinbasel Neues über verschiedenen Hindernisse zu erfahren, die auf dem Weg von Menschen mit Behinderungen liegen.

19 Mal hat Palaver Loop bis jetzt im Unternehmen Mitte stattgefunden. Vor jeweils zahlreichem Publikum haben Betroffene als Fachpersonen in eigener Sache Themen wie „Integrative Schule: Eingliedern oder ausschliessen“, „Psychisch beeinträchtigt und ausgegrenzt“, „Sexualität: Nichts für Behinderte...“, „Studieren mit einer Behinderung“, „Down Syndrom: Heilen, testen, verhindern“ oder „Männer-Männlichkeit-Behinderung“ diskutiert.

Hinweise:

Bitte beachten Sie den beiliegenden Flyer zum Palaver Loop vom 18. November 2013, www.entwicklung.bs.ch

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