Basel zeigt Haltung: Für Offenheit und Fairness, gegen Fremdenfeindlichkeit

Heute startet die Kampagne "Basel zeigt Haltung: Für Offenheit und Fairness, gegen Fremdenfeindlichkeit." Ziel der Kampagne ist es, die sich zuspitzende Intoleranz gegenüber einzelner Bevölkerungsgruppen und Religionsgemeinschaften offen zu legen und dagegen ein klares Zeichen zu setzen. Getragen wird die Kampagne von über 20 Allianz-partnerorganisationen aus Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und NGOs. Initiiert wurde die Kampagne von der Kantons- und Stadtentwicklung.

Die Auswirkungen der innen- und globalpolitischen Situation macht eine klare Stellungnahme zu Fremdenfeindlichkeit notwendig. Denn derzeit wird Vieles in fremdenfeindlicher oder gar hetzerischer Art vermischt und aufgeladen. So werden Schuldzuweisungen bezüglich Wachstums- und Umweltproblemen im Inland an einzelne Bevölkerungsgruppen adressiert. Aufgrund der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten wird hierzulande Polemik gegen Religionsgemeinschaften betrieben. Wegen kriegerischer Ereignisse Hetze gegen seit Jahren gut integrierte hiesige Juden und Muslime zu betreiben, schürt Angst und fördert das Misstrauen. Basel-Stadt ist bekannt für seine Offenheit und Humanität und setzt deshalb als erster Schweizer Kanton mit der Kampagne "Basel zeigt Haltung: Für Offenheit und Fairness, gegen Fremdenfeindlichkeit" ein deutliches Zeichen gegen jegliche Art von Diskriminierung.

"Wir wollen Haltung einnehmen für die Offenheit, für die Basel so bekannt ist. Haltung einnehmen für durchlässige Grenzen und gegen die Abschottung und Haltung einnehmen für das Wohl und die Fürsorge von Menschen, die in grösster Not aus kriegsversehrten Ländern hierher zu uns kommen."
Guy Morin, Regierungspräsident Basel-Stadt

An der Medienkonferenz vom Donnerstag 28. August sprechen neben Regierungspräsident Guy Morin, auch Ständerätin Anita Fetz, Bürgerrat Patrick Hafner, Cem Lüfti Karatekin von der Basler Muslimkommission, Guy Rueff von der Israelitischen Gemeinde Basel und Michel Molinari vom SVIT beider Basel .

"Wer trägt die Schuld an der Austrocknung des Wohnungsmarktes? Wer behauptet, es seien die Expats, welche die Mietpreise anheizen, oder die Flüchtlinge, welche den Schweizern den günstigen Wohnraum wegnehmen, ist auf dem Holzweg. Nebst dem Bevölkerungswachstum sind es in erster Linie der gestiegene Wohnflächenverbrauch pro Kopf und die sinkende Belegungszahl pro Wohnung, die den stetig ansteigenden Wohnraumbedarf erklären. Darum: Bitte um Offenheit und Fairness bei der Einschätzung der Entwicklungen am Wohnungsmarkt!“
Michel Molinari, SVIT beider Basel

Unterstützt wird die Kampagne aber von über 20 Allianzpartnerorganisationen aus Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und NGOs, die allesamt mit Ihrem Logo auf dem Plakat zur Kampagne vertreten sind. Zwei Statements von Partnerorganisationen stehen hier stellvertretend für die breite Unterstützung der Kampagne:

"Der Arbeitgeberverband Basel erachtet deshalb die gesellschaftliche Offenheit der Region Basel gegenüber Ausländern und speziell ausländischen Arbeitnehmenden als einen wichtigen Standortvorteil, welchen wir zum Wohl aller nicht auf Spiel setzen dürfen. Aus diesem Grund unterstützt der Verband die Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit."
Barbara Gutzwiller, Direktorin Arbeitgeberverband Basel

"Die Christkatholische Kirche ist von den Freiheitsbewegungen der Moderne und von einer liberalen Gesellschaftsauffassung geprägt. Diese verteidigen wir gegen alle Versuche, mit Hilfe religiöser Ressentiments Menschen zu verunglimpfen, sie zu stigmatisieren oder zu bedrohen." Rosmarie Wälty, Kirchgemeindepräsidentin der CKK BS
Franz Osswald, Kirchgemeindepräsident der CKK B
Michael Bangert, Pfarrer

Hinweise:

Ab dem 28. August 2014 startet eine Plakataktion im öffentlichen Raum in Basel bis Ende September 2014. Während der nächsten Monate wird das Thema durch die verschiedenen Allianzpartner über die jeweiligen Institutionen weitergetragen und bei Veranstaltungen der Kantons- und Stadtentwicklung immer wieder neu beleuchtet. www.entwicklung.bs.ch

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