Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse: "No Limits"! Berufe haben kein Geschlecht

Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern ermutigt zur Berufswahl ohne Grenzen -- Jugendliche in der Schweiz haben heute die Wahl zwischen rund 230 Lehrberufen. Trotzdem lassen sich viele bei der Berufswahl von Geschlechterklischees einschränken. Der Stand „no limits!“ ermutigt die Besucherinnen und Besucher der Berufsmesse, das ganze Spektrum der Möglichkeiten kennen zu lernen.

An der 5. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse sind junge Frauen und Männer, die sich für einen geschlechtsuntypischen Beruf entschieden haben, mit farbigen Schärpen unterwegs. Es sind die Botschafterinnen und Botschafter des Stands „no limits!“, den die Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern gemeinsam mit dem Gewerbeverband Basel-Stadt betreibt. Einer von ihnen ist der Kita-Mitarbeiter Sasha Elia, der seinen Traumberuf gefunden hat: «Die Gesellschaft schreibt uns vor, welche Berufe zu Frauen und welche zu Männern passen. Hätte ich mich daran gehalten, hätte ich meinen Traumberuf nicht gefunden». Auch die anderen Botschafterinnen und Botschafter erzählen von ihrem Einstieg ins Berufsleben und zeigen dem Messepublikum auf, dass sich der Mut, bei der Berufswahl Grenzen zu überschreiten, lohnt.

Diese Botschaft ist in der Schweiz noch nicht überall angekommen: So stehen den Schweizer Jugendlichen zwar rund 230 Lehrberufe zur Auswahl, die Hälfte der jungen Frauen wählt jedoch bloss aus drei, die Hälfte der jungen Männer aus 11 Berufen aus. Regula Bühlmann, Projektleiterin an der Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern, bestätigt: «Es ist effektiv so, dass nicht in erster Linie Vorlieben oder Fähigkeiten über die Berufswahl entscheiden, sondern oft Klischeevorstellungen. Mit unserem Stand „no limits!“ wollen wir die Jugendlichen ermutigen, einen Beruf zu ergreifen, der ihnen Spass macht und der ihren Fähigkeiten entspricht, anstatt sich von Rollenstereotypen leiten zu lassen».

Am „no limits!“-Stand zeigt die Abteilung Gleichstellung dem Publikum mit Printprodukten, einem Kurzfilm und einem Wettbewerb, dass Begabung und Begeisterung nicht vom Geschlecht abhängig sind. Am wichtigsten ist jedoch der direkte Kontakt mit den jungen Berufsleuten, denn zumindest ihre Begeisterung für den Job – egal ob Coiffeur oder Informatikerin – ist ansteckend.

Hinweise:

23. Oktober 2014, 14:00: Auftritt Regierungspräsident Guy Morin Regierungspräsident Dr. Guy Morin im Austausch mit den Botschafterinnen und Botschaften sowie mit Schulklassen.

23. bis 25. Oktober 2014: Stand no limits! Stand H04, Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse, Messe Basel, Rundhofhalle 2.1

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