Städtenetz Oberrhein bekräftigt Zusammenarbeit für grenzüberschreitende Entwicklung im urbanen Raum

Sperrfrist: 21.11.14, 15.15 Uhr -- Das Städtenetz Oberrhein tagte am Freitag im Basler Rathaus. Am Treffen nahmen zehn Städtevertreterinnen und -vertreter aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz teil. Der Basler Regierungspräsident Guy Morin und der Strassburger Maire Roland Ries, aktuell Vorsitzender des Städtenetzes, luden ihre Amtskollegen sowie eine Amtskollegin zu einem Austausch über städtische Fragestellungen mit grenzüberschreitendem Bezug ein. Im Vordergrund der Diskussionen standen Schwerpunktthemen aus den Bereichen Mobilität, Kultur und nachhaltige Entwicklung.

Am Freitagnachmittag haben sich im Basler Rathaus die höchsten Vertreterinnen und Vertreter der Städte aus dem Oberrheinraum getroffen. Auf Einladung des Basler Regierungspräsidenten Guy Morin und des Strassburger Maires Roland Ries kamen Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Baden-Baden, Basel, Colmar, Freiburg, Karlsruhe, Lahr, Lörrach, Mulhouse, Offenburg und Strasbourg zusammen, um sich über die gemeinsame Strategie und Themen, die die Städte in den drei Ländern aktuell besonders beschäftigen, auszutauschen.

Die zehn Vertreterinnen und Vertreter der Städte sprachen sich dabei für eine stärkere Zusammenarbeit bei der nachhaltigen Mobilität in urbanen Räumen aus. Sie konnten dabei auf die Ergebnisse einer Veranstaltung Bezug nehmen, bei der sich im Sommer Fachexperten aus den oberrheinischen Städten über Vorbildprojekte der verschiedenen Städte ausgetauscht haben. Aus dieser Initiative sollen regelmässige Treffen mit Projektbesuchen resultieren, die Informationsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Städten der drei Länder fördern.

Die Städte haben sich auch im Bereich Kultur zu einer verstärkten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bekannt. So haben sie sich etwa über mögliche Formen zur Weiterführung des erfolgreichen trinationalen Projekts Triptic von Pro Helvetia ausgetauscht. Aktuell gilt es zu klären, in welcher Form das Label für hochstehende Kulturprojekte am Oberrhein weitergeführt werden kann und wer dafür die Verantwortung tragen soll.

Ausserdem tauschten sich die Städte zur Thematik „Smart City“ aus. Urs Meuli vom Bundesamt für Energie war eingeladen, um den Begriff näher zu erläutern. Als Smart City bezeichne man eine Stadt, die „ihren Bewohnern maximale Lebensqualität bei minimalem Ressourcenverbrauch dank einer intelligenten Verknüpfung von Infrastruktursystemen auf unterschiedlichen hierarchischen Stufen“ biete. So zeichnen etwa die Förderung von nachhaltiger Energie- und Mobilitätsformen, aber auch innovative Lösungen in den Bereichen IT und „Good Governance“ eine „Smart City“ aus. Die Städte zeigten, in welchen Formen sie sich mit diesen Thematiken auseinandersetzten. Regierungspräsident Morin erklärte, dass die Diskussionen zu diesem Thema im Kanton Basel-Stadt, vornehmlich unter dem Label „2000-Watt-Gesellschaft“ laufen würden und bereits eine starke Dynamik entwickelt hätten.

Das Städtenetz ist ein informeller Zusammenschluss der elf Städte Baden-Baden, Basel, Colmar, Freiburg, Karlsruhe, Lahr, Landau, Lörrach, Mulhouse, Offenburg und Strasbourg. Die höchsten Mandatsträgerinnen und Mandatsträger der jeweiligen Städte treffen sich alle eineinhalb Jahre. Dazwischen finden auf Verwaltungsebene weitere praxisorientierte Austausche in regelmässigen Abständen statt. Das informelle Netzwerk verfügt über keine ständige Geschäftsstelle, sondern werden die Treffen und die Themensetzung durch die Verwaltungen der Städte koordiniert.

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