Portal Kanton Basel-Stadt

Logo: Baselstab / Basel-StadtStaat und Politik

Metanavigation

Foto: Eingang zum Rathaushof

Rathaus

Seiteninhalt

Skulpturen und Gemälde

Die im Ratshaushof neben der Treppe zum Grossratssaal stehende Skulptur des Munatius Plancus, des römischen Gründers von Augusta Raurica, ist die domi-nanteste des Rathauses. 1580 schenkte der Bildhauer Hans Michel der Stadt Basel die überlebensgrosse Sandsteinfigur aus Dankbarkeit für die unentgeltliche Aufnahme ins Basler Bürgerrecht. Immer wieder darge-stellt werden auch die Stadtheiligen Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde, so z.B. bei der 1511 geschaffenen Uhr der Marktplatzfassade.

Die Gemälde am und im Rathaus haben zwei Grund-themen: Auf das Thema Rechtsprechung und Gesetzgebung weisen die Ölgemälde von Hans Bock an den seitlichen Wänden unter den Arkaden: ‚Josaphat er-mahnt die Richter’ und ‚Herodes vor Hyrcanus’ (beide 1608/09) sowie das ‚Jüngste Gericht’ oben an der Ratstreppe hin. Das zweite Grundthema bildet Basel und seine Aufnahme in die Eidgenossenschaft 1501. Die Wappen der Schweizer Orte (Kantone) und der Zugewandten auf den Zinnen – 1504/14 entstanden – und legendäre Gestalten aus der Geschichte auf der Aussenfassade des Rathauses verweisen auf dieses Generalthema der Ausschmückung. Es setzt sich fort in der Innenhoffassade des Hinterhauses. Hier sieht man die Gesandten der Eidgenossenschaft in Basel Einzug halten. Der darüber dargestellte Stadtheilige, Kaiser Hein-rich II., weist darauf hin, dass dies am Heinrichstag (13. Juli) geschah. Diese monumentalen Wandgemälde von Hans Bock stammen aus dem Jahr 1608 und wurden bei den Renovierungen mehrmals ziemlich getreu übermalt.

Die Rathausfassade zum Marktplatz hin zeigt ein Relieffries kindlicher Krieger links; Siegesengel, welche die Basler Schilde mit Lorbeer bekränzen, über den Arkadenbögen; eine Justitia auf der Höhe der Vorderen Ratsstube als Erinnerung an die Gerichtsfunktion des Kleinen Rates; Hellebardenträger mit Basler Schilden und friedliche Bürger, Bürgerinnen und Bürgerskinder auf dem Scheinbalkon vor dem obersten Geschoss. Als Wilhelm Balmer und Franz Baur 1901 gemäss Bock die Fassade neu bemalten, setzten sie unter den Kinder-fries statt des Wächters, der an die alte Wachstube erinnerte, eine Frau mit Spinnrocken, die 1501 beim Einzug der Eidgenossen den Torwächter ersetzte. Dies sollte zeigen, wie sicher sich Basel nun durch den Bun-deseid gegenüber seinen österreichischen Nachbarn fühlte. Am Verkündigungsbalkon des Turms ist die Inschrift „Hie Schweiz Grund und Boden“ zu lesen. Mit diesen Worten wurden 1501 die eidgenössischen Boten an der Stadtgrenze feierlich empfangen, bevor man sie zum Eidschwur in die Stadt begleitete.

An der Südmauer des Turms, sehr gut sichtbar aus der Freien Strasse, wurde 1901 der Basler Pannerträger Hans Bär dargestellt, der 1515 in der Schlacht von Marignano fiel. Ansonsten fehlen die damals üblichen Schlachtgemälde im Bildprogramm des Basler Rathauses.

Auch im Innern des Grossratssaals (nur mit Führung oder bei öffentlichen Grossratssitzungen zu besichtigen) dominiert das Grundthema; der Einzug der Eidgenossen auf der Saalbaufront bildet den Auftakt zur dreiteiligen, auf Schrifttafeln erklärten Darstellung der Aufnahme Basels in die Eidgenossenschaft an der Stirnwand des Saales. Das Thema gipfelt im Eidschwurbild über dem Stuhl des Grossratspräsidenten. Auf der gegenüberliegenden Eingangswand ergänzen szenische Darstellungen von Handel und Wissenschaft und ein historisches Ereignisbild (der Amtsantritt des Rektors bei der Wie-dereröffnung der Universität nach der Reformation) das Bildprogramm.

StandortVerwandte ThemenFlyer zum DownloadBilder zum Thema

(*) = Angebote privater und nicht staatlicher Institutionen (Disclaimer)