Kantonale Krisenorganisation
Die Kantonale Krisenorganisation Basel-Stadt (KKO) ist das Stabs- und Führungsorgan des Regierungsrates für besondere und ausserordentliche Lagen. Sie sorgt zusammen mit den Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes für die Vorsorge, Prävention und Bewältigung von Krisen, Katastrophen und Notlagen.
Verbundsystem Bevölkerungsschutz
Um ihre Aufgaben wirkungsvoll wahrzunehmen, stützt sich die Kantonale Krisenorganisation Basel-Stadt auf das bewährte Zusammenspiel im schweizerischen Verbundsystem Bevölkerungsschutz. In diesem arbeiten Polizei, Feuerwehr, Sanität, und Zivilschutz eng zusammen mit den Betreibern von wichtigen Infrastrukturen.
Der Bevölkerungsschutz stellt sicher, dass die Bevölkerung in jeder Situation geschützt und informiert ist. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören:
- Information: Aufzeigen von möglichen Gefahren und geeigneten Vorsorgemassnahmen.
- Warnung und Alarmierung: Rasche Information im Ereignisfall mit klaren Verhaltensanweisungen.
- Einsatzführung: Planung und Koordination der Einsätze von Polizei, Feuerwehr, Sanität, Zivilschutz und weiteren Partnern.
- Vorsorge: Rechtzeitige Vorbereitung und Umsetzung notwendiger Massnahmen für den Ernstfall.
Eine wichtige Aufgabe des Bevölkerungsschutzes ist auch, die Arbeit von Regierung und Verwaltung auch in Katastrophen und Krisen sowie bei Notlagen sicherzustellen.
Die Kantone sind grundsätzlich für den Bevölkerungsschutz verantwortlich und planen gemeinsam mit den Gemeinden die notwendigen Massnahmen. Der Bund unterstützt sie dabei, wenn eine Lage besondere Mittel oder eine Koordination erfordert.
Im Kanton Basel-Stadt ist die Geschäftsstelle der kantonalen Krisenorganisation die Koordinationsstelle für den Bevölkerungsschutz.
Weiterführende Infos zum Bevölkerungsschutz
Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) AlertSwiss: Bei Gefahr richtig reagieren Notvorrat - wozu?Organisation der KKO
Die Kantonale Krisenorganisation (KKO) ist eine Milizorganisation mit rund 250 Mitgliedern. Abgesehen von den Mitarbeitenden der Geschäftsstelle KKO, üben alle Mitglieder ihre Funktion nebenamtlich aus.
In Krisen Köpfe kennen
Über 250 Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen sind als Mitglieder der KKO für den Ernstfall bereit. Wichtig für die Zusammenarbeit ist gegenseitiges Vertrauen und Verständnis.

In der normalen Lage (= Situation, in der die ordentlichen Abläufe und Mittel für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben ausreichen) wird die KKO von der oder dem Gesamtverantwortlichen geführt und besteht aus dem Kantonalen Krisenstab (KKS) und der Geschäftsstelle KKO.
Ist die Bewältigung eines Ereignisses in den alltäglichen Abläufen nicht oder nur eingeschränkt möglich, und die KKO kommt zu Einsatz, so wird sie von einer Gesamteinsatzleiterin resp. einem Gesamteinsatzleiter geführt und kann, zusätzlich zu den oben erwähnten Gremien, aus einer oder mehreren Schadenplatzorganisationen und einer oder mehreren Sammelplatzorganisationen bestehen.
Die Führungsstäbe der Gemeinden Riehen und Bettingen sind als wichtige Partner in die KKO eingebunden.

Kantonaler Krisenstab (KKS)
Der Kantonale Krisenstab schafft die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Einsatz und wird von einer Stabschefin oder einem Stabschef geführt.
Er besteht aus 11 Fachbereichen mit rund 40 Diensten und umfasst insgesamt etwa 190 Personen. Die Angehörigen des KKS stammen aus verschiedenen kantonalen Dienststellen sowie aus öffentlichen und privaten Betrieben, die für die Bevölkerung wichtige Leistungen erbringen.

Schadenplatz
Der Schadenplatz bezeichnet den konkreten Ort, an dem sich ein Ereignis zugetragen hat und an dem die Einsatzkräfte tätig sind. Das Schadenplatzkommando wird in der Regel in unmittelbarer Nähe des Schadenplatzes eingerichtet und ist das zentrale Führungselement, welches den Einsatz vor Ort koordiniert und leitet. Je nach Art und Umfang des Ereignisses können mehrere Schadenplätze sowie entsprechende Schadenplatzkommandos bestehen.
Der Schadenplatz wird von einer Schadenplatzkommandantin oder einem Schadenplatzkommandanten geleitet. Diese oder diese untersteht der Gesamteinsatzleiterin oder dem Gesamteinsatzleiter.

Sammelplatz
Auf dem Sammelplatz werden vom Ereignis betroffene, unverletzte Personen kurzfristig aufgenommen und betreut.
Der Sammelplatz wird von einer Sammelplatzkommandantin oder einem Sammelplatzkommandanten geleitet. Diese oder diese untersteht der Gesamteinsatzleiterin oder dem Gesamteinsatzleiter.
Wie wir arbeiten
Die Kantonale Krisenorganisation nutzt praxisorientierte und mit den Partnern im Bevölkerungsschutz erarbeitete Behelfe für den Einsatzfall. So arbeiten alle Partnerorganisationen auf einer gemeinsamen Grundlage und bewältigen Krisen effizient und abgestimmt.
Um die Funktionsträgerinnen und Funktionsträger auf mögliche Ereignisse vorzubereiten, führen wir regelmässig kantonale und bikantonale Aus-/Weiterbildungskurse für alle Funktionsstufen durch. Im Rahmen von jährlich durchgeführten, kantonalen und bikantonalen Trainings und Übungen können die diversen Funktionsträgerinnen und Funktionsträger ihr Wissen und Können praktisch anwenden.
Kontakt
Bei Fragen oder Anliegen erreichen Sie uns über das unten verlinkte Kontaktformular.