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Superblocks in Basel

Superblock Tests Basel

Die beiden Superblock Tests St. Johann und Matthäus sind nach einem Jahr planmässig zu Ende gegangen und werden nun evaluiert. Auf Basis der Evaluation entscheidet der Regierungsrat voraussichtlich im ersten Quartal 2027, wie es mit dem Thema Superblocks in Basel weitergeht.

Was ist ein Superblock?

Ein Superblock besteht aus vielfältig nutzbaren, begrünten und verkehrsberuhigten Quartierstrassen. Im Superblock haben Fussgängerinnen und Fussgänger Vortritt und es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20km/h. Die Zu- und Wegfahrt von Anwohnenden, Beschäftigten, Blaulichtorganisationen, Kehrrichtwagen, Lieferverkehr und Taxis ist jederzeit gewährleistet.

Entstanden ist das Konzept in Barcelona. Dort hat die Stadtverwaltung jeweils neun Wohnblocks zu einem Superblock zusammengefasst. Varianten der Superblocks sind Miniblocks mit vier oder drei Wohnblocks sowie Linearblocks mit zwei Wohnblocks. Superblocks sind in zahlreichen europäischen Städten anzutreffen.

Diagramm von städtischen Blöcken in verschiedenen Konfigurationen.
© Eggimann, Sven: The potential of implementing superblocks for multifunctional street use in cities. 2022

Superblock Tests Basel

Während eines Jahres testete der Kanton zwei Superblocks in den Quartieren St. Johann und Matthäus. Im Sinne von «Stadt als Labor» wollte der Regierungsrat mit diesen Tests herausfinden, wie ein Superblock in Basel funktioniert. Für die Tests wurden keine Bäume gepflanzt, Strassen entsiegelt oder Poller-Anlagen gebaut - die Umsetzung erfolgte mit temporären und mobilen Massnahmen. Die Möblierung und Ausstattung erfolgte bedürfnisorientiert zusammen mit der Quartierbevölkerung.

Eine Verlängerung der Tests über die vorgesehene Dauer von einem Jahr ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft wurden die vom Kanton gestellten Möblierungen, Ausstattungen und Bepflanzungen anderen kantonalen Projekten zur Weiternutzung zur Verfügung gestellt, in eine weitere Nutzung überführt oder in den Wertstoffkreislauf zurückgegeben. Die gemieteten Elemente wurden zurückgegeben.

Mit den Superblock Tests begleitet der Regierungsrat die Transformation von Quartierstrassen in gemeinsam und vielfältig nutzbare, verkehrsberuhigte und begrünte Strassen. Um möglichst viele Erkenntnisse zu gewinnen, wie ein Superblock in Basel funktioniert, führt der Kanton eine Evaluation durch. Ziel der Evaluation ist es, die Auswirkungen der Superblock Tests auf verschiedene Bereiche - insbesondere auf die Verkehrsberuhigung, die Lebensqualität sowie die gesellschaftliche Akzeptanz - umfassend zu erfassen und zu analysieren.

Basierend auf der Evaluation der Tests entscheidet der Regierungsrat, wie es mit dem Thema Superblocks in Basel weitergeht.

Projektverlauf

Der Kanton Basel-Stadt testete im 2025/2026 je einen Superblock in den Quartieren St. Johann und Matthäus für jeweils ein Jahr.

Auslöser für die Superblock Tests

Auslöser der beiden Superblock Tests bilden verschiedene Vorstösse aus der Bevölkerung und Politik, die ein nachhaltigeres und klimagerechteres Wohnumfeld fordern:

Daneben hat der Kanton Basel-Stadt verschiedene Konzepte und Strategien, die eine nachhaltige und klimagerechte Stadtentwicklung zum Ziel haben. Zu den wichtigen Grundlagen für die Superblock Tests gehören: Mobilitätsstrategie, Stadtklimakonzept, Klimaschutzstrategie, Begegnungszonen und Teilrichtplan Freiraum.

Was ist der Mehrwert von Superblocks?

Superblocks schaffen mehr Raum für das Quartierleben und sind ein Ort zum Wohlfühlen, Spielen und Verweilen. Mit der Gewinnung von zusätzlichem öffentlichem Raum ermöglichen sie eine vielfältige Nutzung des Aussenraums durch die Bevölkerung. Die Verkehrssicherheit wird in den Quartierstrassen dank einer Verkehrsberuhigung und Verkehrsreduktion erhöht. Mit Superblocks kann die Wohnumfeldqualität verbessert und die Nachbarschaft gestärkt werden.

Permanente Superblocks, welche mit baulichen Massnahmen wie beispielsweise Entsiegelungen und Baumpflanzungen umgesetzt werden, tragen zusätzlich zur Verbesserung des Stadtklimas bei.

Projekt «Summeregge»

Als Reaktion auf die Vorstösse aus Bevölkerung und Politik lancierte der Kanton während der Sommerferienzeit 2023 die «Summeregge».

Im Rahmen des Projekts wurden einige Parkplätze temporär aufgehoben und mit einem Parklet sowie Pflanztrogen mit integrierter Sitzbank ausgestattet. Ebenfalls stand den Anwohnenden eine Spielkiste mit einem vielfältigen Sortiment an Sport- und Spielmaterial zur Verfügung. Der Strassenraum blieb eine Begegnungszone mit Tempo 20, Fussgängerinnen und Fussgänger hatten Vortritt.

Die «Summeregge» boten die Möglichkeit, während der Sommerferienzeit ein Treffpunkt zu sein, um sich mit Nachbarinnen und Nachbarn auszutauschen oder zu spielen, zu verweilen und zu geniessen. Im Sinne von «die Stadt als Labor» waren die «Summeregge» ein Angebot für die Bevölkerung.

Die «Summeregge» als temporärer Verweilort befanden sich in den Begegnungszonen Davidsrain, Kandererstrasse und Rührbergerstrasse.

Catherine Heinzer
Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
+41 61 267 88 55catherine.heinzer@bs.ch
Nicole Morellini
Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
+41 61 267 88 92nicole.morellini@bs.ch

Kantons- und Stadtentwicklung

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