Wohnthemen
Die Fachstelle Wohnraumentwicklung beobachtet den Wohnungsmarkt. Für eine nachhaltige Wohnraumentwicklung sind unterschiedliche Faktoren wichtig: Das Wohnen ist für alle bezahlbar, die Siedlungs- und Bauformen werden ressourcenschonend erstellt, und der Wohnflächenverbrauch steigt nicht weiter.

Neue Bestandesaufnahme zu Arbeiten-Wohnen auf den Transformationsarealen
Die unter der Federführung der Kantons- und Stadtentwicklung erstellte Analyse zum Planungsstand und zu den Potenzialen der Transformationsareale zeigt, dass in Basel genügend Flächen für Wohnen und Arbeiten vorhanden sind.
Gemäss aktuellem Planungsstand sind auf den Transformationsarealen 51 Prozent der Bruttogeschossfläche für das Arbeiten und 49 Prozent für das Wohnen vorgesehen ; andere Kategorien von Bruttogeschossflächen werden nicht erfasst. Nur auf den Boden bezogen sind rund 54 Prozent des Bodens für das Arbeiten (reine Arbeitsgebiete und Gebiete für Zentrumsnutzungen ohne Wohnen) und 32 Prozent für das Wohnen (Wohngebiete und Mischnutzung mit Schwerpunkt Wohnen) vorgesehen. Die restlichen Flächen dienen öffentlichen Nutzungen, sind grössere Grünanlagen und Mischgebiete mit Schwerpunkt Arbeiten. Insgesamt gibt es in Basel somit genügend Flächen für Arbeiten und Wohnen. Das anvisierte Wachstum bei der Bevölkerung und Arbeitsplätzen auf 220'000 Einwohnerinnen und Einwohner und 220'000 Arbeitsplätzen bis im Jahr 2035 kann so erreicht werden.
Neue Wohnformen
Über die Jahrzehnte ändern sich die Wohnbedürfnisse und Wohnformen. Zahlreiche «neue» Wohnformen widerspiegeln gesellschaftliche Entwicklungen und fokusieren verstärkt auf ökologische und soziale Herausforderungen. Dazu gehören:
- gemeinschaftlich planen, bauen und wohnen
- günstige Wohnkosten durch Eigenausbau, Verzicht auf Rendite
- geringe Emissionen bei Bau und Betrieb der Wohnimmobilie
- geringer Ressourcenverbrauch, auch in Bezug auf Siedlungs- oder Wohnfläche
- soziale und altersmässige Durchmischung der Bewohnerschaft
- Nutzungsmischung, Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten
Umnutzung in Wohnungen
Rund 134‘000m² Büro- und Gewerbeflächen stehen im Kanton Basel-Stadt leer (per 1. Juni 2023). Gleichzeitig ist Wohnraum im Stadtkanton eher knapp. Die Umnutzung von leerstehenden Büro- und Gewerbeflächen könnte also eine Win-win-Situation für Liegenschaftseigentümer und Wohnungssuchende darstellen. Bereits im Jahr 2013 lotete eine Studie im Auftrag der Kantons- und Stadtentwicklung das Potenzial aus. Die Studie schätzte damals das Umnutzungspotenzial im Kanton auf 400-600 Wohnungen. Allerdngs sind Umnutzungen meist mit hohen Kosten verbunden.
Studien und Beiträge
Wohnflächenverbrauch
Wohnraum wird zunehmend knapp. Mitverantwortlich ist der Wohnflächenverbrauch pro Person. Dieser nimmt stark zu. 1980 liegt er bei 34m2 pro Kopf, mittlerweile bei 46.5 m². Er ist eine Ursache für die Verknappung des Wohnraums.
Der Wohnflächenverbrauch ist im Kanton Basel-Stadt tiefer (41.5 m²). Denoch stellt sich auch in Basel die Frage, wie der Wohnraum besser genutzt werden kann.
Kantons- und Stadtentwicklung
Öffnungszeiten
Freitag: 9 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr