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Vorlage 3: Anti-Chaoten-Initiative

Ikonische Darstellung von drei Menschen mit Schildern.

Kantonale Initiative «JA zur Durchsetzung von Recht und Ordnung – NEIN zum Chaotentum (Anti-Chaoten-Initiative)»

Die Anti-Chaoten-Initiative will rechtswidrigem Verhalten bei Demonstrationen wirksam begegnen. Dazu soll die Zahl unbewilligter Demonstrationen und Kundgebungen reduziert werden. Zudem sollen Demonstrierende in bestimmten Fällen für Polizeikosten und Schäden im Zusammenhang mit Demonstrationen und Kundgebungen aufkommen.


Abstimmungsvideo


Erläuterungen barrierefrei


Vorlage im Detail

Die Initiative verlangt verschiedene Massnahmen im Zusammenhang mit Demonstrationen und Kundgebungen. Der Regierungsrat soll ein Konzept erarbeiten, um die hohe Anzahl unbewilligter Demonstrationen und Kundgebungen zu reduzieren, und periodisch über dessen Erfolg berichten.

Zudem sollen die in der Initiative als «Störer» bezeichneten Personen bei unbewilligten Demonstrationen und Kundgebungen für entstandene Polizeikosten und Schäden aufkommen. Von den Behörden als zulässig erachtete Spontandemonstrationen und Spontankundgebungen sollen weiterhin möglich sein. Ferner sollen Personen, die bei bewilligten Demonstrationen oder Kundgebungen Gewalt gegen Personen oder Sachen ausüben, sowie Personen oder Gruppen, die andere Demonstrationen oder Kundgebungen widerrechtlich stören, für die daraus entstandenen Polizeikosten und Schäden aufkommen.


Zustandekommen

Die Anti-Chaoten-Initiative kam mit 3023 gültigen Unterschriften zustande.

Abstimmung im Grossen Rat

An seiner Sitzung vom 3. Juni 2026 sprach sich der Grosse Rat mit 73 zu 20 Stimmen gegen die Anti-Chaoten-Initiative aus.

Grafik mit drei stilisierten Personen mit Schildern, und Balkendiagramm.

Abstimmungsfrage und Empfehlung

Abstimmungsfrage
Wollen Sie die Volksinitiative «JA zur Durchsetzung von Recht und Ordnung – NEIN zum Chaotentum (Anti-Chaoten-Initiative)» annehmen?

Abstimmungsempfehlung
Das geltende Recht bietet verschiedene polizeiliche Instrumente für den Umgang mit Demonstrationen. Zudem bestehen bereits heute eine etablierte Praxis und die Möglichkeit, rechtswidriges Verhalten zu sanktionieren und unter bestimmten Voraussetzungen Kosten zu verrechnen. Die Initiative wirft rechtliche Fragen auf und ist mit erheblichen Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung verbunden. Regierungsrat und Grosser Rat empfehlen Ihnen deshalb, NEIN zur Anti-Chaoten-Initiative zu stimmen.


Argumente

Weitere Informationen