Tram Margarethenverbindung
Die Margarethenverbindung entlastet die Innenstadt und ermöglicht die Begrünung und Aufwertung der Heuwaage. Das Leimental erhält eine schnelle und direkte Anbindung an den Bahnhof Basel SBB und das Arbeitsplatzgebiet im oberen Kleinbasel. Die Stadt und insbesondere das Gundeli werden dadurch vom motorisierten Individualverkehr entlastet.

Projektbeschrieb
Die Margarethenverbindung verbindet die Haltestellen Margarethen und Binningen, Dorenbach via Margarethenstich. Sie ist rund 300 Meter lang.
Entlastung der Innenstadt
Mit der Margarethenverbindung wird die Tramlinie 17 ab der Haltestelle Zoo Dorenbach über den Margarethenstich zum Bahnhof Basel SBB geführt. Danach verkehrt sie weiter via Wettsteinbrücke zum Badischen Bahnhof. Dies sorgt für eine Entlastung der Basler Innenstadt von einer Tramlinie. Davon profitiert das gesamte Tramnetz: es wird pünktlicher und zuverlässiger.
Begrünung der Heuwaage und finanzielle Synergien
Dank der Margarethenverbindung wird die Tramwendeschlaufe an der Heuwaage nicht mehr benötigt. Dies, da Trams bei einem Störungsfall in der Basler Innenstadt künftig über die Margarethenverbindung ausweichen können. Die Heuwaage kann dadurch grosszügig begrünt werden.
Die Margarethenverbindung vereinfacht ausserdem den geplanten Umbau der Heuwaage sowie die Sanierung der Binningerstrasse (Ratschlag an Grosser Rat voraussichtlich bis Sommer 2026). Während den Bauarbeiten an der Heuwaage und in der Binningerstrasse kann die Tramlinie 10 aus dem Leimental via Margarethenverbindung umgeleitet werden. Dadurch kann auf einen kostspieligen Tram-Ersatzbetrieb zwischen Oberwil Hüslimatt und der Innenstadt verzichtet werden. Der Kanton Basel-Stadt spart damit gemäss ersten Schätzungen über zehn Millionen Franken.
Direkte Anbindung des Leimentals an den Bahnhof SBB
Mit der neuen Tramstrecke erhält das Leimental eine direktere und schnellere Anbindung an den Bahnhof Basel SBB und das Arbeitsplatzgebiet rund um die Roche und den Badischen Bahnhof.
Auch das Gundeli erhält eine zusätzliche Verbindung Richtung Wettsteinplatz und zum Badischen Bahnhof sowie eine Direktverbindung ins Leimental.
Sobald die Tramlinie 17 zum S-Tram beschleunigt werden kann und nur noch einmal pro Ortschaft hält, sparen die Fahrgäste aus dem Leimental auf der Fahrt zum Bahnhof Basel SBB bis zu zwölf Minuten Reisezeit. Damit erhält das Leimental, das weder ans S-Bahn-Netz angeschlossen ist noch über eine direkte Zufahrt zur Autobahn verfügt, eine schnelle und zuverlässige Tramverbindung zum Bahnnetz.
Reduktion Autoverkehr und Entlastung Centralbahnplatz
Dank der schnelleren Verbindung aus dem Leimental an den Bahnhof Basel SBB, den Wettsteinplatz und den Badischen Bahnhof werden viele Personen pro Tag vom Auto auf das Tram wechseln. Dies entlastet die Stadt und insbesondere das Gundeli vom Autoverkehr.
Indem das S-Tram 17 direkt zum neuen Perronzugang auf der Margarethenbrücke fährt, wird ausserdem auch der Centralbahnplatz deutlich entlastet. Künftig dürfte rund die Hälfte der Fahrgäste den Bahnhof Basel SBB über die Margarethenbrücke beziehungsweise den Markthallenplatz betreten oder verlassen.
Erklärvideos zum S-Tram 17
Die BLT hat zwei Erklärvideos zum S-Tram 17 erstellt. Hier können Sie sich diese anschauen.
- S-Tram 17 und Angebotsausbau Leimental kurz erklärt
Das Video zeigt, wie dank dem S-Tram 17 der ÖV für mehr Menschen attraktiv wird. Dadurch kann der Autoverkehr in der Stadt reduziert werden.
- Verkehrssimulation Margarethenverbindung
Eine Verkehrssimulation zeigt: die Margarethenverbindung führt zu keinen relevanten Rückstaus im Individualverkehr auf der Baslerstrasse/Binningerstrasse.
Finanzierung
Für die Tramverbindung über den Margarethenstich liegt ein rechtskräftiges Bauprojekt vor. Nach Abzug der vom Bund bereits zugesicherten finanziellen Unterstützung betragen die Kosten für den Bau der Margarethenverbindung für den Kanton Basel-Stadt noch elf Millionen Franken.
Die Regierungen beider Basel haben sich darauf geeinigt, dass nebst dem Bund gemäss Territorialprinzip der Kanton Basel-Stadt den Grossteil der Kosten tragen soll.
Meileinsteine
Rechtskräftige Baubewilligung | 2019 |
Ratschlag des Regierungsrats an Grosser Rat | 2026 |
Geplanter Baubeginn | 2028 |
Geplante Inbetriebnahme | 2030 |