Salta al contenuto principale

Breadcrumb-Navigation

Pilgerstrasse 5, Umnutzung und Erweiterung

Bilder

Projektbeschrieb

Das Stadthaus an der Pilgerstrasse 5 hat seit 1925 verschiedene Umnutzungen erfahren. Es ist ein Zeitzeuge bürgerlicher Wohnkultur und wurde in den letzten rund 30 Jahren als Wohnheim für Erwachsene genutzt. Mit der Bevölkerungsentwicklung im Kanton steigt der Bedarf an Kindergärten und Betreuungsangeboten ausserhalb des Unterrichts. Dank einer weiteren Umnutzung der Liegenschaft konnten ein Doppelkindergarten sowie im Erweiterungsbau Räumlichkeiten für die Tagesstruktur eingerichtet werden.

Der an eine Verandatypologie angelehnte Erweiterungsbau gibt dem Gebäude eine Neuausrichtung und schafft eine räumliche Klärung der städtebaulichen Situation. Die wiederhergestellte Einfriedung umfasst eine naturnahe Aussenraumgestaltung, welche sich räumlich zum Missionsgarten öffnet. Strukturreiche Grünflächen bieten mit einer Bepflanzung aus Stauden und Kleingehölzen sowie einzelnen Baumvolumen den Kindern Raum für den Rückzug und für Versteckspiele. 

Im Erdgeschoss befinden sich die Tagesstruktur, die Garderoben, eine barrierefreie Toilette mit Dusche sowie ein Arbeitsraum für das Personal.

Im 1. und 2. Obergeschoss sind die beiden Kindergartengruppen untergebracht. Die Räume sind als Enfilade angeordnet und profitieren von einer dreiseitigen Orientierung. Der Gruppenraum wird separat vom Treppenhaus erschlossen und ist ein ruhiger in sich abgeschlossener Raum. Die Türen zum Treppenhaus sind brandfallgesteuert, damit diese im täglichen Gebrauch offen bleiben können.

Der Erweiterungsbau und das Dachgeschoss heben sich räumlich ab und sind als grosszügige, offene Räume konzipiert. Der Erweiterungsbau ist in Holzbauweise mit einer Holzbetonverbunddecke ausgeführt. Während sich das Tragwerk im Innenbereich abzeichnet, bildet eine mit Schlammfarbe behandelte Holzschalung das äussere Erscheinungsbild. Der Erweiterungsbau orientiert sich an einer Verandatypologie und ist in seiner Körnung und Farbgebung auf den Bestand abgestimmt.

Ein offenes und von oben belichtetes Treppenhaus verbindet die Geschosse. Im Dachgeschoss befindet sich der Bewegungsraum, welcher den sehr knapp bemessenen Aussenraum teilweise kompensiert.

Die bestehende Putzfassade mit zurückhaltend dekorativen Elementen ist charakteristisch für die Reformarchitektur und auf der Strassenseite weitgehend in ihrem Originalzustand erhalten. Der Bestand wurde nur punktuell saniert. Die Anforderungen an Erdbebenertüchtigung, Brandschutz sowie Akustik erforderten den Rückbau von Deckenverkleidungen und nicht tragenden Wänden. Bei der Instandstellung wird die ursprüngliche Bauweise mit mehrheitlich ausgefachten Holzständerwänden beibehalten. Die aufeinander abgestimmten Farben sind Teil des architektonischen Farbkonzepts und unterstützen bei der Orientierung im Haus.

Meilensteine

Termin
Beschrieb
Juni 2022
Planerwahl
Juli 2022 - Oktober 2023
Projektierung
Januar 2024 - April 2025
Realisierung
April / Juni 2025
Bezug

Planerteam

Projektverfasser
 
Architektur
Studio Raphaela Schacher GmbH, Basel
Bauingenieure
Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel
Elektroingenieur
Pro Engineering AG, Basel
HLK-Ingenieur
Beat Joss + Partner, Basel
Sanitär-Ingenieur
Sanplan Ingenieure AG, Lausen
Landschaftsarchitektur
Gohl Landschaftsarchitektur GmbH, Basel
Baumanagement
Stettler Architekten GmbH, Basel
Signaletik
Focus Grafik Karin Rütsche

Zuständige Fachstellen

Städtebau & Architektur, Gebäudemanagement
Immobilien Basel-Stadt
Erziehungsdepartement Kanton Basel-Stadt

Kontakt

Städtebau & Architektur