Salta al contenuto principale

Breadcrumb-Navigation

Wie sich Basel in Zukunft über die eigene Geschichte verständigen will

Comunicato stampa

Präsidialdepartement

Abteilung Kultur

Der Regierungsrat hat mit «Erinnerungskulturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt» einen neuen Schwerpunkt im Kulturleitbild 2026 bis 2031 gesetzt. Längerfristiges Ziel ist es, für Basel-Stadt eine Strategie im Umgang mit Erinnerungskulturen zu entwickeln. Mit einem Vorprojekt zur Standortbestimmung startet jetzt der erste Umsetzungsschritt. 2027 folgt eine öffentliche Tagung, 2028 eine Studie.

Im Innenhof des Basler Rathauses erinnert seit 2021 eine Gedenktafel an das Unrecht der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Gegenüber dem Käppelijoch auf der Mittleren Brücke wurde 2019 ein Mahnmal für die Opfer der Hexenverbrennungen angebracht. Beiden gingen Initiativen aus der Zivilgesellschaft oder aus der Politik voraus. 

Der Regierungsrat misst der Auseinandersetzung mit der Darstellung von Geschichte im öffentlichen Raum eine grosse Bedeutung zu. Denn sie ist wichtig für die Identifikation der Bevölkerung mit Basel und stärkt so den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

Der Regierungsrat setzte deshalb im Kulturleitbild für die Jahre 2026 bis 2031 neu den Schwerpunkt «Erinnerungskulturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt». Ziel ist es, eine Strategie für den staatlichen Umgang im Bereich der Erinnerungskulturen zu entwickeln. Im nun anlaufenden Prozess geht es also um mögliche Formen des Erinnerns an historische Ereignisse und Prozesse, an Orte und Personen, wozu die gesellschaftliche Verständigung darüber in der Gegenwart gehört. Gleichzeitig soll der Zugang zu weniger sichtbaren Themen der Basler Geschichte erleichtert werden. 

Erster Schritt: Bestandesaufnahme erstellen 

Das Präsidialdepartement hat nun einen Projektauftrag erteilt, um in einem ersten Schritt eine Bestandesaufnahme zu erhalten, die als Basis für die vertiefte Auseinandersetzung mit Erinnerungskulturen in Basel dienen soll. Sie soll Auskunft über den Status Quo von erinnerungskulturellen Zeichen im öffentlichen Raum geben und einen Überblick über die für Basel relevanten, aber weniger sichtbaren Themen der Stadtgeschichte liefern. Erarbeiten wird dieses Vorprojekt die Storie Kulturagentur GmbH mit Sitz in Basel. 

Das Vorprojekt und alle künftigen Umsetzungsschritte werden von einem fachlichen Beirat begleitet, den das Präsidialdepartement eingesetzt hat. Ihm gehören an: Dr. Esther Baur, ehemalige Staatsarchivarin von Basel-Stadt; Prof. Dr. Barbara Luethi, Universität Leipzig, Institut für Gesellschaftlichen Zusammenhalt; Prof. Dr. Erik Petry, Universität Basel, Department für Geschichte; Dr. Ernest Sewordor, Universität Basel, Department für Gesellschaftswissenschaften. 

Für Herbst 2027 ist ausserdem in Zusammenarbeit mit dem Department für Geschichte der Universität Basel eine öffentliche Tagung geplant. Dort werden unter anderem die Ergebnisse des Vorprojekts diskutiert und in einen überregionalen und internationalen Kontext gestellt. Anschliessend soll eine Studie in Auftrag gegeben werden, auf deren Grundlage dann eine Strategie zu Erinnerungskulturen entstehen soll.

Gesteuert wird das Gesamtprojekt von der Abteilung Kultur gemeinsam mit der Abteilung Gleichstellung und Diversität, beide im Präsidialdepartement. 

Ulteriori informazioni

Werner Hanak
Stv. Leiter Abteilung Kultur (Mitglied der Geschäftsleitung)
+41 61 267 68 89werner.hanak@bs.ch