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Geschäftsstelle Kantonale Krisenorganisation

Die Geschäftsstelle der Kantonalen Krisenorganisation ist die zentrale Fach- und Koordinationsstelle für den Bevölkerungsschutz im Kanton Basel-Stadt. Sie sorgt dafür, dass die Kantonale Krisenorganisation (KKO) wirksam eingesetzt werden kann und der Kanton gut auf Krisen, Katastrophen und Notlagen vorbereitet ist.

Über uns

Die Geschäftsstelle verantwortet die fachliche und administrative Unterstützung der Kantonalen Krisenorganisation (KKO). Sie erstellt Einsatzdokumente, organisiert die Ausbildung und Einsatzbereitschaft der Mitglieder und gewährleistet eine funktionierende Alarmierung.

Darüber hinaus analysiert die Geschäftsstelle potenzielle Gefährdungen und erstellt fundierte Risikobeurteilungen. Gleichzeitig fördert sie die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Auf dieser Grundlage werden Massnahmen zur Katastrophenvorsorge entwickelt und gezielt zur Stärkung der kantonalen Resilienz eingesetzt. 

Eine zentrale Aufgabe der Vorsorgeplanung ist dabei die systematische Ermittlung und Analyse von Gefahren und Risiken für den Kanton, die Bevölkerung und deren Lebensgrundlagen. Diese Arbeit orientiert sich am integralen Risikomanagement des Bundes, das folgende sechs Schritte umfasst:

  1. Gefährdungsanalyse
  2. Risikobeurteilung
  3. Planung von Vorsorgemassnahmen
  4. Umsetzung der Vorsorgemassnahmen
  5. Ereignisbewältigung
  6. Regeneration
Diagramm des integrierten Risikomanagements mit Phasen und Massnahmen.

Ergänzend dazu koordiniert die Geschäftsstelle den Schutz kritischer Infrastrukturen sowie die wirtschaftliche Landesversorgung innerhalb des Kantons. Zudem unterstützt sie die KKO bei ihren Aufgaben im Tagesgeschäft, wie etwa der Beratung des Regierungsrats in der Vorsorge und Bewältigung von besonderen und ausserordentlichen Lagen.  

Ebenso engagiert sich die Geschäftsstelle KKO im Rahmen der Oberrheinkonferenz für die grenzüberschreitende Katastrophenhilfe.

Ausbildung und Einsatz

Um für die Bewältigung eines Ereignisses einer Krise oder einer Notlage vorbereitet zu sein, bedarf es diverser proaktiven Massnahmen, wie z.B. Planung, Aus-/Weiterbildung als auch Training. Diesen Massnahmen widmet sich die Geschäftsstelle intensiv, indem zusammen mit den Partnern im Bevölkerungsschutz Konzepte erarbeitet, Behelfe erstellt und die in den erwähnten Dokumenten beschriebenen Abläufe im Rahmen von gemeinsamen Aus-/Weiterbildungen als auch Trainings überprüft und angewandt werden. Mit diesem Vorgehen wird sichergestellt, dass im Einsatzfall alle beteiligten Partner die gleiche Sprache sprechen und auch grosse Herausforderungen gemeinsam erfolgreich gemeistert werden können.

Vorsorge und Prävention

Für die Vorsorgeplanung im Falle von bevölkerungsschutzrelevanten Ereignissen befasst sich der Kanton gezielt mit den relevantesten Gefährdungen, um deren erfolgreiche Bewältigung im Eintrittsfall zu gewährleisten und griffige Massnahmen gemäss dem integralen Risikomanagement frühzeitig zu planen resp. umzusetzen. Dabei orientiert sich der Kanton an den Unterlagen des Bundes und unterteilt die Gefährdungen in die Bereiche “Natur”, “Technik” und “Gesellschaft”.

Für den Kanton Basel-Stadt weisen 12 Gefährdungen eine hohe Relevanz auf:

  • Natur: Erdbeben, Extreme Temperaturlagen (Hitze, Kälte), Unwetter (Sturm, Starkregen)
  • Technik: Grossbrand, Strommangellage, Stromausfall, Ausfall IKT, Austritt Gefahrenstoffe (ABC), Grossereignis Verkehr (Land, Wasser, Luft)
  • Gesellschaft: Pandemie, Anschlag, Cyberangriff

Schutz kritischer Infrastrukturen (SKI)

Kritische Infrastrukturen sind Prozesse, Systeme und Einrichtungen, welche die Verfügbarkeit von wichtigen Gütern und Dienstleistungen sicherstellen. Störungen, Ausfälle oder Zerstörung von kritischen Infrastrukturen haben schwerwiegende Auswirkungen auf die Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen. Die kritischen Infrastrukturen sind in der Schweiz in 9 Sektoren und 27 Teilsektoren gegliedert. 

Der Kanton Basel-Stadt verfügt über eine kantonale Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Diese folgt der nationalen Strategie und hat das Ziel, die Resilienz kritischer Infrastrukturen integral über die alle Sektoren und Teilsektoren zu fördern. Die Umsetzung von Massnahmen erfolgt in Absprache mit den zuständigen Stellen des Bundes und in enger Kooperation mit den Betreiberinnen und Betreiber von kritischen Objekten und Anlagen. 

Wirtschaftliche Landesversorgung (WL)

Die wirtschaftliche Landesversorgung stellt sicher, dass Bevölkerung und Wirtschaft auch in ausserordentlichen Lagen mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen versorgt werden. Als föderale Partner des Bundes übernehmen die Kantone eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung, Umsetzung und Kommunikation der Massnahmen der wirtschaftlichen Landesversorgung.

Im Kanton Basel-Stadt ist die Zuständigkeit für die wirtschaftliche Landesversorgung seit 2025 innerhalb der Geschäftsstelle der Kantonalen Krisenorganisation angesiedelt. Der kantonale Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung (KDWL) ist zugleich Stabschef des kantonalen Krisenstabs.

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