Ausgrabung
Die Abteilung Ausgrabung führt archäologische Ausgrabungen und Sondierungen — nach Möglichkeit vor oder während öffentlicher oder privater Bauvorhaben — fachgerecht durch. Grundlegend ist die umfassende Dokumentation der Arbeiten, da eine Ausgrabung nicht wiederholt werden kann! Zudem erfassen unsere Mitarbeitenden die dazugehörigen historischen Quellen und bereiten die Grabungsresultate wissenschaftlich für weitere Forschungen auf.

Medienmitteilung Stadtcasino: Abbildungen zum Download
Die Bilder zur aktuellen Medienmitteilung «Letzte Pestwelle in Basel traf Jugendliche aus armen Bevölkerungsschichten am härtesten» stehen zum Download zur Verfügung.
- Merianplan Download (Startet einen Download)
Der Merianplan von 1615/17 zeigt die Gebäude des Barfüsserklosters, das nach der Reformation in ein Almosen umgewandelt worden war. Der Garten des Kreuzgangs diente fortan unter anderem während katastrophaler Seuchenereignisse als Friedhof. Plan: Matthäus Merian, Modifikationen: Peter von Holzen, Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt
- Ausgrabungsbild Stadtcasino Download (Startet einen Download)
Bei Ausgrabungen im Stadtcasino Basel zwischen 2016 und 2017 stiessen Mitarbeitende der Archäologischen Bodenforschung Basel-Stadt auf den Friedhof des Almosens. Neben Soldaten, die Fleckfieber zum Opfer gefallen waren, fanden sich auch zahlreiche Pesttote des 17. Jahrhunderts. Foto: Philippe Saurbeck, Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt
- Gräberplan Download (Startet einen Download)
Die Skelette lagen teilweise so dicht über- und nebeneinander, dass die Archäologen bereits während der Ausgrabungen vermuteten, dass hier Opfer mehrerer Seuchenereignisse bestattet worden waren. Die Gräber 229 –232 konnten der letzten Pestwelle 1667/1668 zugeordnet werden. Plan: Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt.
- Abbildung Freilegung Skelette Download (Startet einen Download)
In minutiöser Geduldsarbeit legten Mitarbeitende der Archäologischen Bodenforschung Basel-Stadt 279 Skelette frei, die im Bereich des ehemaligen Kreuzgartens des Barfüsser-Klosters im 16. und 17. Jahrhundert ihre letzte Ruhe gefunden hatten. Foto: Philippe Saurbeck, Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt.
- Pestpfeife Download (Startet einen Download)
Pfeifenrauch galt im 17. Jahrhundert als Mittel gegen die Pest. Der Fund einer gerauchten Pfeife mit Werksmarke in einem der Gräber erlaubte es, die Bestattungen der letzten Pestwelle zuzuordnen. Foto: Philippe Saurbeck, Zeichnung: Heidi Colombi, Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt.
Aktuelle Ausgrabungen
Abgeschlossene Ausgrabungen
Jeder Bodeneingriff zerstört Originalsubstanz
Jeder Bodeneingriff in eine archäologische Fundstelle führt zu einem Verlust von Originalsubstanz. Daraus entsteht eine besondere Verantwortung im Umgang mit archäologischen Fundstellen, auch im Hinblick auf zukünftige Generationen. Ist eine Rettungsgrabung unausweichlich, so muss diese wissenschaftlich korrekt durchgeführt werden.
Einblicke in das «Archiv im Boden»
Ausgrabungen erlauben immer wieder neue Einblicke in das «Archiv im Boden». Die fachgerechte Freilegung und detailgetreue Aufnahme mittels zeichnerischer und fotografischer Dokumentation sind die Grundvoraussetzungen, um archäologische Zeugnisse zu verstehen. Bestattungen werden z. B. in subtiler Feinarbeit freigelegt und dokumentiert. Von der Graberde bis zum Schmuck wird jedes Indiz erfasst, das später wichtige Hinweise liefern könnte. Die Analyse der menschlichen Skelettreste sowie die Untersuchung der Kleidung und Beigaben geben Auskunft über Leben und Tod in vergangenen Epochen.



