Kontext
2022 hat die Basler Stimmbevölkerung beschlossen, dass der Kanton Basel-Stadt bis 2037 Netto-Null erreicht: Die Treibhausgasemissionen auf Kantonsgebiet werden so weit wie möglich gesenkt, nicht vermeidbare Emissionen müssen vollständig ausgeglichen werden. Netto-Null gilt für sämtliche Treibhausgasemissionen, die im Kanton Basel-Stadt ausgestossen werden.
Der weitaus grössere Teil der Emissionen, die das Leben und Arbeiten in Basel verursacht, fallen aber ausserhalb des Kantons an: Durch den Konsum, die Ernährung, die Mobilität sowie in den Lieferketten von Unternehmen oder im Finanzbereich. Gleichzeitig ist der Handlungsspielraum des Kantons hier kleiner als bei den Emissionen auf Kantonsgebiet (Scope 1 und 2).
Klimpact fokussiert auf drei Bereiche, die eng mit dem Alltag der Bevölkerung verbunden sind: Konsum, Ernährung und Mobilität. Parallel werden auch die Bereiche Lieferketten und Finanzen weiterverfolgt; diese sind aber nicht Bestandteil von Klimpact. Der Bereich Bauen ist bereits Bestandteil der bestehenden Klimaschutzstrategie Teil 1 «Netto-Null 2037».
Wie hoch die Emissionen aus der dem Konsum, der Ernährung und der Mobilität ausfallen, hängt nicht nur von unseren täglichen Entscheidungen ab. Damit klimafreundliche Möglichkeiten im Alltag genutzt werden, müssen sie einfach, attraktiv und zugänglich sein – und dafür braucht es passende Angebote, sowie mitunter neue Kompetenzen oder Infrastruktur sowie förderliche Rahmenbedingungen. Mit Klimpact sollen solche Angebote entwickelt und umgesetzt werden.

Gleichzeitig gewinnt der Kanton aus den Projekten wichtige Erkenntnisse darüber, welche Ansätze funktionieren und welche Rolle er künftig bei der Reduktion von ausserkantonalen Emissionen, den sogenannten Scope-3-Emissionen, übernehmen kann.
Mit Klimpact legt der Kanton damit die Grundlage für die Erarbeitung der kantonalen Klimaschutzstrategie zu den Scope-3-Emissionen.
Klimpact hat eine Laufzeit von rund 2.5 Jahren (2026-2028), die Scope 3-Strategie wird anschliessend ab Ende 2028 entwickelt.