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Missionen und Ausschreibungen

Klimpact arbeitet in drei Missionen: Ernährung, Konsum und Mobilität. Eine Mission ist mehr als ein Thema. Sie beschreibt eine Veränderung im Basler Alltag, die kein Projekt allein erreichen kann, sondern nur mehrere gemeinsam. Deshalb unterstützt Klimpact pro Mission mehrere Projekte, die sich ergänzen. Jede Mission gilt für die ganze Laufzeit und hat zwei Ausschreibungen, eine 2026/27 und eine 2027/28. Die zweite baut auf dem auf, was sich in der ersten zeigt.

Die drei Missionen

Collage aus Gegenständen und Person auf hellem Hintergrund.

Konsum: Dinge, die bleiben

In Basel soll man behalten können, was man mag. Was nicht mehr benötigt wird, soll weiter verwendet werden können.

Vieles, was wir wegwerfen, ist nicht grundsätzlich kaputt. Der Staubsauger würde mit einem neuen Kabel wieder funktionieren. Das Sofa passt nicht mehr in dieses Zimmer, aber sehr wohl in ein anderes. Die Jacke bräuchte einfach nur einen neuen Reissverschluss. Was fehlt, sind Angebote, die so einfach sind, dass man sie gerne nutzt. Gleichzeitig müssen sie sich für die rechnen, die sie anbieten.

Ausschreibung 2026/27: Reparieren und wiederverwenden

Wir suchen Projekte, die Reparatur und Wiederverwendung von Geräten, Möbeln, Kleidung und anderen Alltagsgegenständen zur naheliegenden Wahl machen: indem sie bestehende Angebote zugänglicher machen, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln oder verändern, wie wir mit unseren Dingen umgehen.

  • Wie wird die Reparatur schneller erledigt als der Neukauf?
  • Woher kommen Ersatzteile, Werkzeug und Fachwissen?
  • Wie kommen gebrauchte Dinge dorthin, wo sie gebraucht werden?
  • Wie werden Reparatur und Gebrauchtes für alle erschwinglich – und für die, die sie anbieten, rentabel?
  • Wie wird Gebrauchtes zur ersten Wahl statt nur zur zweiten Option?
  • Was könnte in Basel erprobt und später auch anderswo angewendet werden?

Angesprochen sind unter anderem Reparaturbetriebe und Handwerk, Detailhandel und Hersteller, Secondhand-Läden und Brockenhäuser, Quartiertreffs und Repair Cafés, Versicherungen, Logistik sowie App- und Plattformanbieter und Start-ups.

Ausschreibung 2027/28
Die zweite Ausschreibung wird auf Grundlage der Erfahrungen aus der ersten festgelegt.

Hintergrund
Rund 2.6 Tonnen CO₂ pro Person und Jahr entstehen durch das, was in Basel konsumiert wird – grösstenteils bei Herstellung und Transport ausserhalb des Kantons. Textilien, Elektrogeräte und Möbel machen davon einen erheblichen Teil aus.

 Mehr zu den Emissionen

Collage mit einer Pflanze, Lebensmitteln und einer Person in Gärtnermütze.

Ernährung: Gut kochen, restlos geniessen

In Basel soll gutes Essen selbstverständlich sein – und jeder Rest noch einen Teller finden.

Was in Basel auf den Teller kommt und was davon im Abfall landet, entscheidet über einen grossen Teil der Emissionen, die unsere Ernährung ausserhalb des Kantons verursacht. Beides hängt vor allem davon ab, was angeboten wird und wie der Alltag organisiert ist: Wenn das Gute auch das Naheliegende ist, wird es gewählt. Was dem Klima guttut, tut dabei oft auch der Gesundheit gut.

Ausschreibung 2026/2027: Was auf den Tisch kommt

Gutes auf der Karte und im Regal soll auch das Naheliegendste sein. Wir suchen Projekte, die regionale und pflanzliche Produkte in Gastronomie und Handel zur ersten Wahl machen: indem sie die Beschaffung erleichtern, neue Angebote entwickeln oder verändern, wie gekocht, eingekauft und gegessen wird.

  • Wie kommt eine Küche verlässlich an regionale Ware, auch in kleinen Mengen?
  • Was braucht es, damit sich das finanziell rechnet?
  • Wie lassen sich Genuss, Gesundheit und Klima auf einem Teller verbinden?
  • Wie wird pflanzlich zur ersten Wahl, ohne dass es nach Verzicht aussieht?
  • Wie verändern Sortiment, Platzierung und Preis, was im Einkaufskorb landet?
  • Was könnte in Basel erprobt werden und später auch anderswo angewendet werden?

Angesprochen sind unter anderem Restaurants und Beizen, Kantinen und Gemeinschaftsverpflegung, Spitäler und Heime, Detailhandel und Hofläden, Produzentinnen und Produzenten, Verarbeitende und Grosshandel, Lieferdienste sowie Plattformen und Start-ups.

Ausschreibung 2027/28
Die zweite Ausschreibung wird sich dem Thema Foodwaste widmen.

Hintergrund

Rund 2.0 Tonnen CO₂ pro Person und Jahr entstehen durch das, was in Basel gegessen wird – fast alles davon bei Anbau, Verarbeitung und Transport ausserhalb des Kantons. Ein erheblicher Teil der Lebensmittel wird nie gegessen, ein grosser Teil davon geht in den Haushalten verloren. 

Mehr zu den Emissionen

Collage mit Lastenfahrrad, Strassenbahn, Flugzeug, Lieferwagen und Koffer.

Mobilität: Näher, länger, schöner

In Basel sollen Ferien wieder Zeit bekommen – für den Weg, den Ort und das Ankommen.

Basel liegt günstig. In wenigen Bahn- oder Busstunden ist man am Meer, in den Bergen, in einer anderen Stadt. Trotzdem beginnt für viele die Ferienreise am Flughafen. Der Flug ist oft günstiger, schneller und einfacher gebucht. Dazu kommt, wie Ferien heute organisiert sind: kurz, oft, möglichst weit. Dabei ist die Zeit unterwegs oft der Teil, an den man sich später erinnert. Es geht nicht darum, auf etwas zu verzichten, sondern darum, anders und klimafreundlicher zu reisen: mit Angeboten, die das leicht machen, und Erlebnissen, die man nicht missen möchte.

Ausschreibung 2026/2027: Anders in die Ferien

Wir suchen Projekte, die klimafreundliches Reisen zur naheliegenden Wahl machen: indem sie bestehende Möglichkeiten zugänglicher machen, neue Reiseangebote entwickeln oder die Art verändern, wie wir Ferien verbringen. Im Zentrum stehen Ferien und Kurzreisen in der Freizeit; Geschäftsreisen sind nicht Teil dieser Ausschreibung.

  • Was braucht es, damit aus der Idee der klimafreundlichen Reise Realität wird?
  • Was braucht es, damit Familien, Gruppen oder Menschen mit wenig Budget unkompliziert ohne Flug verreisen können?
  • Wie kann die Anreise selbst Teil der Ferien werden?
  • Wie werden nähere Reiseziele oder längere Aufenthalte attraktiver?
  • Welche Rolle spielen Arbeitgeber, Schulferien und Ferienregelungen dabei, wie und wohin wir reisen?
  • Was könnte in Basel erprobt werden, damit klimafreundliches Reisen für alle einfacher wird?

Angesprochen sind unter anderem Reisebüros und Reiseveranstalter, Verkehrs- und Nachtzugbetreiber, Tourismusorganisationen und Destinationen, Hotellerie, Arbeitgebende, Schulen und Elternorganisationen, Vereine und Jugendverbände sowie App- und Plattformanbieter und Start-ups.

Ausschreibung 2027/28
Die zweite Ausschreibung wird auf Grundlage der Erfahrungen aus der ersten festgelegt.

Hintergrund

Rund 3.1 Tonnen CO₂ pro Person und Jahr verursacht die Basler Bevölkerung durch Reisen und Fahrten ausserhalb des Kantons. Den weitaus grössten Teil davon entfällt mit 72% auf Flugreisen. 

Mehr zu den Emissionen

So reichen Sie Ihre Projektidee ein

Sie reichen Ihre Projektidee als Vorgesuch bis zum 4. Januar 2027 über das Online Formular ein. Weil sich im Formular keine Zwischenstände speichern lassen, empfehlen wir, das Vorgesuch zuerst in dieser Vorlage vorzubereiten und die Angaben dann ins Formular zu übertragen.

Information betreffend Beschaffung von Personendaten

Mit dem vorliegenden Formular werden Personendaten erhoben, das heisst Daten, welche eine persönliche Identifizierung ermöglichen. Die von Ihnen mitgeteilten Daten werden ausschliesslich für das Entwicklungsprogramm Klimpact verwendet. Gesetzliche Grundlage dieser Datenbearbeitung ist KV Art. 15 Abs. 2. Die Daten werden ausschliesslich folgenden Stellen bekannt gegeben: meso-Innovationsallianz, Mitglieder des Kurationsgremiums und Förderpartner. Mit Ihrem ausdrücklichen Einverständnis werden Name und Kontaktangaben der Projektträgerschaft sowie eine Kurzbeschreibung des Projekts zudem anderen Projektträgerschaften bekannt gegeben, um mögliche Zusammenarbeiten zu vermitteln. Sie haben gegenüber der verantwortlichen Stelle das Recht auf Zugang zu Ihren Personendaten, auf Berichtigung bzw. Vernichtung falscher Personendaten, die Beseitigung der Folgen des widerrechtlichen Bearbeitens von Personendaten, auf schriftliche Feststellung der Widerrechtlichkeit des Bearbeitens von Personendaten und können eine aufsichtsrechtliche Anzeige an die kantonale Datenschutzbeauftragte oder den kantonalen Datenschutzbeauftragten richten. Für die Datenbearbeitung verantwortlich ist die Fachstelle Klima im Präsidialdepartement (klima@bs.ch). 

Weiterführende Informationen zum Datenschutz finden Sie hier.


Mit dem Vorgesuch beginnt ein mehrstufiges Verfahren:

Eine zweijährige Zeitleiste mit farbkodierten Abschnitten von 2026 bis 2029.

Vor der Eingabe: Werkstatt-Gespräche am 23. November 2026

Möchten Sie Ihre Projektidee vor der Eingabe spiegeln und weiterentwickeln? Am Montag, 23. November 2026, bieten wir zwischen 11 und 17 Uhr kostenlose 20-minütige Gespräche an – vor Ort in Basel oder online. Sie erhalten eine Einschätzung zu Ihrer Idee und Hinweise auf Akteurinnen und Akteure sowie Projekte, die für Sie interessant sein könnten. Vor Ort steht bei Bedarf ein Raum zum Co-Working zur Verfügung. 

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