UEFA Women's Euro 2025 und Legacy
Basel hat die UEFA Women’s Euro 2025 genutzt, um sich als nachhaltige und sportbegeisterte Host City zu positionieren – mit Wirkungen, die weit über den Sommer 2025 hinausreichen. Auch nach dem Schlusspfiff wirkt die Legacy der UEFA Women’s Euro 2025 weiter. Über das Turnier hinaus fördert das Sportamt den Frauenfussball, den Ausbau von Infrastruktur und mehr Bewegung im Alltag nachhaltig. Die Legacy-Programme laufen bis 2027.
Legacy-Projektportfolio
Die Legacy ist das Vermächtnis der UEFA Women's Euro 2025. Das Legacy-Portfolio zeigt dabei Massnahmen auf, mit denen die Sport- und Bewegungsförderung im Kanton Basel-Stadt weiter gestärkt werden soll.

Rückblick
Die UEFA Women’s Euro 2025 war für Basel weit mehr als ein Sportereignis. Als Host City des Eröffnungs- und Finalspiels sowie von drei weiteren Partien hat Basel gezeigt, wie ein internationales Grossereignis sportliche Begeisterung, gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Impulse und nachhaltige Entwicklung verbinden kann.
Ein Sportsommer mit grosser Ausstrahlung
Während des Turniers wurde Basel zu einem Treffpunkt für Fans aus der Schweiz und aus ganz Europa. Die Spiele im St. Jakob-Park, die Fan Zonen am Barfüsserplatz und Messeplatz sowie zahlreiche Aktivitäten in der Innenstadt machten die Women's Euro zu einem Erlebnis für die gesamte Bevölkerung.
Mehr als 300'000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Fanangebote in Basel. Die Veranstaltungen waren kostenlos und weitgehend barrierefrei zugänglich. Damit wurde die Women's Euro nicht nur zu einem Fussballfest, sondern auch zu einem Begegnungsort für Familien, Fans und die lokale Bevölkerung.
Hohe Zufriedenheit bei Bevölkerung und Gästen
Die Women's Euro 2025 wurde von der Bevölkerung und den Gästen sehr positiv wahrgenommen. 81 Prozent der Baslerinnen und Basler zeigten sich sehr oder eher zufrieden mit dem Turnier in Basel. Bei den auswärtigen Gästen lag die Gesamtzufriedenheit bei 97 Prozent, und 95 Prozent würden einen Besuch in Basel weiterempfehlen.
Diese hohe Zustimmung zeigt, dass Basel als Gastgeberstadt überzeugen konnte – mit guter Organisation, attraktiven Angeboten und einer offenen Willkommenskultur.
Nachhaltigkeit als zentraler Erfolgsfaktor
Bereits in der Vorbereitung setzte Basel auf ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept. Im Fokus standen insbesondere die Themen Mobilität, Verpflegung, Beschaffung und Ressourcenmanagement.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war das im Matchticket enthaltene trinationale ÖV-Kombi-Ticket. Dadurch reisten 95 Prozent der Fans mit dem öffentlichen Verkehr an. Die ursprünglich definierte Zielgrösse von 75 Prozent wurde damit deutlich übertroffen.
Auch die Umweltbilanz fiel positiv aus: Der gesamte CO₂-Fussabdruck der Host-City-Aktivitäten belief sich auf 98 Tonnen CO₂-Äquivalente. Im Vergleich zu anderen Grossevents in den letzten Jahren ist dies ein sehr guter Wert.
Nachhaltige Impulse für den Frauenfussball
Die Women's Euro 2025 hat in Basel wichtige Impulse für den Mädchen- und Frauenfussball ausgelöst. Das Turnier wurde gezielt genutzt, um bestehende Angebote auszubauen, neue Projekte anzustossen und mehr Mädchen und Frauen für den Sport zu begeistern.
Zu den wichtigsten Legacy-Projekten gehörten der mobile Soccer Court, verschiedene Turniere, der Weltmädchenfussballtag sowie die Plattform «Female First». Diese erleichtert die Suche nach einem passenden Team und macht sichtbar, wie vielfältig der Mädchen- und Frauenfussball in der Nordwestschweiz ist.
Basel verfolgt weiterhin das Ziel, die Zahl der lizenzierten Spielerinnen, Trainerinnen und Schiedsrichterinnen bis Ende 2027 zu verdoppeln.
Positive Effekte für Tourismus und Wirtschaft
Die Women's Euro 2025 brachte auch wirtschaftlich wichtige Impulse. An den Spieltagen lag die Auslastung der Hotels in Basel zwischen 85 und 90 Prozent. Im Juli 2025 wurde zudem ein neuer Publikumsrekord im Tourismus verzeichnet.
Mehr als 250 Betriebe beteiligten sich an der Willkommenskultur in der Stadt. Unterstützt wurden sie durch ein von Basel Tourismus entwickeltes Toolkit mit 50'000 verteilten Deko-Artikeln.
Gemäss Nachhaltigkeitsreport der UEFA generierte die Women's Euro 2025 eine Wertschöpfung von insgesamt 155 Millionen Franken. Davon entfielen 32 Millionen Franken auf Basel.
Rechnungsabschluss 5 Millionen Franken unter Budget
Für die Umsetzung des Projekts wurden Rahmenausgaben von 12,9 Millionen Franken bewilligt, einschliesslich einer Reserve von 2 Millionen Franken.
Dank hoher Sponsoring-Einnahmen und der Beteiligung des Bundes am ÖV-Kombi-Ticket konnten die Nettokosten deutlich reduziert werden. Das Projekt schloss mit Nettokosten von 7,7 Millionen Franken ab und blieb damit rund 40 Prozent unter den bewilligten Rahmenausgaben.
Eine nachhaltige Bilanz für Basel
Die UEFA Women's Euro 2025 hat Basel sportlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich geprägt. Das Turnier hat gezeigt, welches Potenzial im Frauenfussball steckt und wie Grossveranstaltungen nachhaltig wirken können.
Die Erfahrungen, Partnerschaften und Projekte aus dem Turnierjahr wirken weiter – und stärken Basel langfristig als Sportstadt, Tourismusstandort und engagierte Gastgeberin für internationale Grossanlässe.
Kontakt
Für Fragen steht das Sportamt Basel-Stadt gerne zur Verfügung: