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Erinnerungskulturen

Erinnerungskulturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Der Regierungsrat hat mit «Erinnerungskulturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt» einen Schwerpunkt im Kulturleitbild 2026 bis 2031 gesetzt. Längerfristiges Ziel ist es, für Basel eine Strategie im Umgang mit Erinnerungskulturen zu entwickeln. 

Mit einem Vorprojekt zur Standortbestimmung startet jetzt der erste Umsetzungsschritt. Erstellt wird eine Bestandesaufnahme. Diese soll Auskunft über den Status Quo von erinnerungskulturellen Zeichen im öffentlichen Raum geben und einen Überblick über die für Basel relevanten, aber weniger sichtbaren Themen der Stadtgeschichte liefern. Erarbeiten wird dieses Vorprojekt die Storie Kulturagentur GmbH mit Sitz in Basel. 

Das Vorprojekt und alle weiteren künftigen Umsetzungsschritte zum Schwerpunkt «Erinnerungskulturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt» werden von einem fachlichen Beirat begleitet. Mitglieder sind: 

  • Dr. Esther Baur, ehemalige Staatsarchivarin von Basel-Stadt
  • Prof. Dr. Barbara Luethi, Universität Leipzig, Institut für Gesellschaftlichen Zusammenhalt
  • Prof. Dr. Erik Petry, Universität Basel, Department für Geschichte
  • Dr. Ernest Sewordor, Universität Basel, Department für Gesellschaftswissenschaften. 

Für Herbst 2027 ist zudem in Zusammenarbeit mit dem Department für Geschichte der Universität Basel eine öffentliche Tagung geplant. Anschliessend wird eine Studie in Auftrag gegeben, auf deren Grundlage dann eine Strategie Erinnerungskulturen entstehen soll.

Gesteuert wird das Gesamtprojekt von der Abteilung Kultur gemeinsam mit der Abteilung Gleichstellung und Diversität, beide im Präsidialdepartement. 


«Brunnen der Erinnerung»: Ein sichtbares Zeichen der Erinnerung an die jüdische Geschichte Basels

Der 675. Jahrestag des Pogroms, dem die jüdische Gemeinde Basels 1349 zum Opfer fiel, wurde im Januar 2024 feierlich begangen. Um einen dauerhaft sichtbaren Erinnerungsort für das jüdische Leben zu schaffen, hat der Regierungsrat von Basel-Stadt am 9. September 2025 den Brunnen am Rümelinsplatz zum «Brunnen der Erinnerung» umgewidmet. Ein Kunstwerk im Bereich des Brunnes soll künftig ein sichtbares Zeichen der Erinnerung an die jüdische Geschichte Basels und an das Pogrom von 1349 setzen. 

Die Brunnen als Symbol des Lebens haben über Jahrhunderte hinweg die Identität der Stadt gestaltet. Der Ort ist nicht zufällig gewählt: Die Strassen um den Rümelinsplatz waren lange Zeit vom vielfältigen jüdischen Leben geprägt. Der Brunnen am Rümelinsplatz verbindet somit die Geschichte der jüdischen Gemeinschaft mit der Identität der Stadt. Geplant ist, dass das Kunstwerk im Kontext der Neugestaltung des Rümelinsplatzes entsteht.   

Den Entscheid über die Auftragsvergabe des Kunstwerks wird der Regierungsrat auf Empfehlung einer Arbeitsgruppe fällen, die sich aus Kunstsachverständigen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Universität Basel, jüdischer Organisationen und des Kantons zusammensetzt. Derzeit gehören dieser Arbeitsgruppe an: 

  • Steffi Bollag, Präsidentin der Israelitischen Gemeinde Basel
  • Lea Levi, Migwan, Liberale Jüdische Gemeinde Basel
  • Nadia Guth Biasini, Verein für das Jüdische Museum der Schweiz, Präsidentin
  • Erik Petry, Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel
  • Claudia Müller, Künstlerin und Fachexpertin im Auftrag der Abteilung Kultur
  • Hinrich Sachs, Künstler und Fachexperte im Auftrag der Abteilung Kultur 
  • Franz Reschke, Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin
  • Felizia Merten, Expertin und Koordinatorin für Religionsfragen, Abteilung Gleichstellung und Diversität
  • Werner Hanak, stellvertretender Leiter Abteilung Kultur
  • Friederike Meinhardt, Co-Leiterin Stadtraum, Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt 

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