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Superblocks in Basel

Superblock Tests Basel

Die einjährige Testphase kommt wie vorgesehen zum Abschluss: Der Superblock Test St. Johann dauert bis zum 2. August 2026, der Superblock Test Matthäus bis zum 30. August 2026

Was ist ein Superblock?

Ein Superblock besteht aus vielfältig nutzbaren, begrünten und verkehrsberuhigten Quartierstrassen. Im Superblock haben Fussgängerinnen und Fussgänger Vortritt und es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20km/h. Die Zu- und Wegfahrt von Anwohnenden, Beschäftigten, Blaulichtorganisationen, Kehrrichtwagen, Lieferverkehr und Taxis ist jederzeit gewährleistet.

Entstanden ist das Konzept in Barcelona. Dort hat die Stadtverwaltung jeweils neun Wohnblocks zu einem Superblock zusammengefasst. Varianten der Superblocks sind Miniblocks mit vier oder drei Wohnblocks sowie Linearblocks mit zwei Wohnblocks. Superblocks sind in zahlreichen europäischen Städten anzutreffen.

Superblock Tests Basel

Diagramm von städtischen Blöcken in verschiedenen Konfigurationen.
© Eggimann, Sven: The potential of implementing superblocks for multifunctional street use in cities. 2022

Im Sinne von «Stadt als Labor» will der Regierungsrat herausfinden, wie Superblocks in Basel erfolgreich umgesetzt werden können. Für den Test werden keine Bäume gepflanzt oder Strassen entsiegelt - die Umsetzung erfolgt mit temporären und mobilen Massnahmen. Die Möblierung und Ausstattung erfolgt bedürfnisorientiert zusammen mit der Quartierbevölkerung.

Mit den Superblock Tests begleitet der Regierungsrat die Transformation von Quartierstrassen in gemeinsam und vielfältig nutzbare, verkehrsberuhigte und begrünte Strassen. Um möglichst viele Erkenntnisse zu gewinnen, wie ein Superblock in Basel funktioniert, führt der Kanton eine Evaluation durch. Anhand der Evaluation entscheidet der Regierungsrat, ob ein Rahmenkonzept für Superblocks in Basel zuhanden des Grossen Rats erarbeitet wird.

Aktueller Projektstand

Der Kanton Basel-Stadt testet im 2025/2026 je einen Superblock in den Quartieren St. Johann und Matthäus für jeweils ein Jahr.

Auslöser für die Superblock Tests

In den Quartieren St. Johann und Matthäus wird je ein Superblock für jeweils ein Jahr getestet. Grundlage dazu bilden verschiedene Vorstösse aus der Bevölkerung und Politik, die ein nachhaltigeres und klimagerechteres Wohnumfeld fordern:

Daneben hat der Kanton Basel-Stadt Gesetze und Strategien, die eine nachhaltige und klimagerechte Stadtentwicklung zum Ziel haben. Zu den wichtigen Grundlagen für die Superblock Tests gehören: Mobilitätsstrategie, Freiraumkonzept, Klimaschutzstrategie und Stadtklimakonzept.

Was ist der Mehrwert von Superblocks?

Temporäre Superblocks, wie sie im Rahmen der Superblock Tests geplant sind, schaffen mehr Raum für das Quartierleben und sind ein Ort zum Wohlfühlen, Spielen und Verweilen. Mit der Gewinnung von zusätzlichem öffentlichem Raum ermöglichen sie eine vielfältige Nutzung des Aussenraums durch die Bevölkerung. Die Verkehrssicherheit wird in den Quartierstrassen dank einer Verkehrsberuhigung und Verkehrsreduktion erhöht. Mit den Superblock Tests kann die Wohnumfeldqualität verbessert und die Nachbarschaft gestärkt werden.

Permanente Superblocks, welche mit baulichen Massnahmen wie beispielsweise Entsiegelungen und Baumpflanzungen umgesetzt werden, tragen zusätzlich zur Verbesserung des Stadtklimas bei.

Projekt «Summeregge»

Als Reaktion auf die Vorstösse aus Bevölkerung und Politik lancierte der Kanton während der Sommerferienzeit 2023 die «Summeregge».

Im Rahmen des Projekts wurden einige Parkplätze temporär aufgehoben und mit einem Parklet sowie Pflanztrogen mit integrierter Sitzbank ausgestattet. Ebenfalls stand den Anwohnenden eine Spielkiste mit einem vielfältigen Sortiment an Sport- und Spielmaterial zur Verfügung. Der Strassenraum blieb eine Begegnungszone mit Tempo 20, Fussgängerinnen und Fussgänger hatten Vortritt.

Die «Summeregge» boten die Möglichkeit, während der Sommerferienzeit ein Treffpunkt zu sein, um sich mit Nachbarinnen und Nachbarn auszutauschen oder zu spielen, zu verweilen und zu geniessen. Im Sinne von «die Stadt als Labor» waren die «Summeregge» ein Angebot für die Bevölkerung.

Die «Summeregge» als temporärer Verweilort befanden sich in den Begegnungszonen Davidsrain, Kandererstrasse und Rührbergerstrasse.

Catherine Heinzer
Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
+41 61 267 88 55catherine.heinzer@bs.ch
Nicole Morellini
Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
+41 61 267 88 92nicole.morellini@bs.ch

Kantons- und Stadtentwicklung

Karte von Basel-Stadt
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