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Der Mobilitätsfonds unterstützt das kantonale Pilotprojekt «U-Two»

Medienmitteilung

Regierungsrat

Wie können geteilte Velos und Trottinette in den öffentlichen Verkehr integriert werden? Dieser Frage widmet sich das Pilotprojekt «U-Two». Wenn Reisende die Sharing-Angebote und den öffentlichen Verkehr bequem kombinieren können, wird es einfacher, umweltfreundlich von Tür zu Tür zu gelangen. Das steigert die Attraktivität des ÖV und trägt dazu bei, die ambitionierten Klimaschutzziele des Kantons zu erreichen. Der Regierungsrat hat für die Testphase von «U-Two» 1 Million Franken aus dem Mobilitätsfonds freigegeben.

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt folgt dem Vorschlag des trinationalen Mobilitätsfondsrates und unterstützt das Pilotprojekt «U-Two» des Bau- und Verkehrsdepartements mit einem Beitrag von 1 Million Franken. Mit «U-Two» will der Kanton untersuchen, wie Fahrgäste ihre Fahrten mit Tram, Bus und Zug besser und einfacher mit Sharing-Velos und -Trottinetts kombinieren können, und dies auch gleich mit einer grossen Gruppe an Nutzenden testen. Damit könnten sie jeweils mit einem geteilten Fahrzeug zur ÖV-Haltestelle gelangen oder von dort an den Zielort. Heute sind für die verschiedenen Angebote oft verschiedene Abos und Applikationen notwendig, was das Kombinieren mühsam macht.

Das Projekt konzentriert sich auf die Agglomeration Basel, der Fokus liegt auf dem Gültigkeitsbereich des Umweltschutz-Abonnements (U-Abo) des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) und dem Einzugsgebiet der Sharing-Anbietenden. Es gibt zwei Feldversuche, in denen ausgewählte Teilnehmende verschiedene Tarifmodelle testen können:

  • Zuerst können 1'350 Inhaberinnen und Inhaber eines U-Abos oder GA unterschiedliche Tarifmodelle für Fahrten mit Tram, Bus, Zug und Leih-Fahrrädern testen. Dafür erhalten sie Gutscheincodes für Freiminuten, die sie bei den Leihvelo-Anbietern einlösen und für Fahrten nutzen können.
  • Beim zweiten Feldversuch können nochmals 1'100 Personen verschiedene Tarifmodelle testen – darunter nebst Abo-Inhabenden auch Personen, die den öffentlichen Verkehr ohne Abo nutzen. Sie können nebst Leih-Velos auch Leih-Trottinetts nutzen und diese über die BaselGo!-App buchen, die hierfür weiterentwickelt wird.

«U-Two» soll unter anderem aufzeigen, wie eine Integration von Sharing-Angeboten in den öffentlichen Verkehr ausgestaltet und realisiert werden könnte, wie sie sich auf den Verkehr auswirkt, wie teuer sie ist und welche rechtlichen Rahmenbedingungen es hierfür braucht.  

Die Erkenntnisse bilden nach Abschluss des Pilotprojekts Anfang 2028 die Grundlage für Lösungen, welche Sharing-Angebote dauerhaft in den öffentlichen Verkehr in der Region Basel integrieren könnten. Dies kann dazu beitragen, dass der ÖV attraktiver und noch stärker genutzt wird, da nur noch ein Abo oder ein Ticket für alle notwendig wäre. Dies trägt wiederum zur Erreichung des ambitionierten Klimaschutzziels «Netto Null bis 2037» des Kantons Basel-Stadt bei.

Die Umsetzung von «U-Two» ist breit abgestützt. Das BVD arbeitet mit unterschiedlichen Verwaltungseinrichtungen, Bildungseinrichtungen, Transportunternehmen und Mikromobilitätsanbietenden zusammen. Die Partner übernehmen diverse Teilaufgaben bei der Umsetzung. 

Die Einnahmen des Mobilitätsfonds stammen aus den Gebühren der Pendler-, Besucher- und Anwohnerparkkarten des Kantons Basel-Stadt. Die Fondseinnahmen betragen jährlich etwa 3.8 Mio. Franken. Der Mobilitätsfonds des Kantons Basel-Stadt ist schweizweit einzigartig, da mit den Fondsmitteln umweltfreundliche Verkehrsprojekte innerhalb und ausserhalb des Kantons mitfinanziert werden können. Der Fonds ist damit ein Beispiel für die Zusammenarbeit in der trinationalen Agglomeration Basel über Kantons- und Landesgrenzen hinweg. 

Hinweise

Weitere Informationen zum Mobilitätsfonds: Mobilitätsfonds

Weitere Informationen zum Projekt: www.u-two.ch 

Weitere Auskünfte

Doreen Heinzmann

Geschäftsstelle Mobilitätsfonds, Amt für Mobilität Bau- und Verkehrsdepartement