Erster Umsetzungsbericht zur Strategie «Klimaneutrale Verwaltung»
MedienmitteilungRegierungsrat
Der Regierungsrat setzte sich 2024 mit der Strategie «Klimaneutrale Verwaltung» das Ziel, für die kantonale Verwaltung bis 2030 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Nun hat er den ersten Umsetzungsbericht zur Strategie verabschiedet. Dieser zeigt, dass das Zwischenziel 2026 nicht erreicht wurde. Der Regierungsrat hält am Netto-Null-Ziel 2030 fest. Dieses ist erreichbar, wenn die begonnenen Arbeiten konsequent fortgesetzt und punktuell verschärft werden.
Der Umsetzungsbericht zur Strategie «Klimaneutrale Verwaltung» fasst die Entwicklung der Treibhausgasemissionen, die Zielerreichung sowie den Stand der Massnahmenumsetzung zusammen. Darauf basierend definiert er den Handlungsbedarf bis zur nächsten Überprüfung in zwei Jahren (2028). Der Bericht liefert die Grundlage für die Aktualisierung der Strategie. Diese nimmt den identifizierten Handlungsbedarf in Form aktualisierter oder neuer Massnahmen auf.
Seit 2022 wurden die Treibhausgasemissionen der Verwaltung (Scope 1) um rund 12% von rund 4'200 t CO2eq/Jahr auf rund 3'700 t CO2eq/Jahr gesenkt. Dazu haben insbesondere der Ersatz von fossilen Heizungen und die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte beigetragen. Das angestrebte Reduktionsziel von 26% wurde jedoch deutlich verfehlt. Würde sich der bisherige Reduktionstrend wie bisher fortsetzen, verblieben im Jahr 2030 rund 2'900 t CO2eq/Jahr, statt den im Zielpfad angenommen rund 900 t CO2eq/Jahr. Somit müssten mehr Emissionen mit Zertifikaten ausgeglichen werden.
Die Treibhausgasemissionen aus den bedeutendsten Quellen – den fossilen Heizungsanlagen sowie den fossil angetriebenen Fahrzeugen – konnten seit 2022 zwar reduziert werden. Sowohl der Ersatz fossiler Heizungsanlagen wie auch die Elektrifizierung der Fahrzeuge der Verwaltung schreiten jedoch langsamer voran als ursprünglich angenommen. Beim Ersatz der Heizungsanlagen waren insbesondere fehlende personelle Ressourcen für die Planung und Begleitung der Heizungsersatze ein limitierender Faktor. Bei der Elektrifizierung der Fahrzeuge hat u.a. die Verknüpfung mit dem Aufbau der Ladeinfrastruktur die Prozesse verlangsamt.
Der Regierungsrat hält am Ziel Netto-Null 2030 fest. Dieses ist erreichbar, wenn die bereits begonnenen Arbeiten konsequent fortgesetzt und punktuell verschärft werden. So können beispielsweise die anstehenden Projekte beim Heizungsersatz dank den zusätzlichen personellen Ressourcen in den nächsten Jahren gezielter vorangetrieben und beschleunigt umgesetzt werden. Bei den Fahrzeugen wird geprüft, wie deren Elektrifizierung beschleunigt werden kann.
Mit der Verabschiedung des Beschlusses zum Umsetzungsberichts startet nun die Aktualisierung der Strategie. Diese wird im ersten Halbjahr 2027 publiziert.