IWB-Leistungsauftrag für die Jahre 2027 bis 2030
MedienmitteilungRegierungsrat
Der Regierungsrat hat heute den neuen Leistungsauftrag mit der IWB für die Jahre 2027 bis 2030 zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Ein Fokus des Leistungsauftrages ist die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung als wichtiger Beitrag für Netto-Null bis 2037. Weiteres wichtiges Element ist die Anpassung des Stromnetzes mit Blick auf die Zunahme dezentraler Photovoltaik. Der mit dem Leistungsauftrag verbundene Investitionsrahmen der IWB umfasst ein Volumen von 1,02 Mrd. Franken.
Der Regierungsrat hat heute den Leistungsauftrag für die IWB für die Jahre 2027 bis 2030 beschlossen. Im Leistungsauftrag werden die strategische Ausrichtung und die geplanten Investitionen der IWB dargestellt. Der Leistungsauftrag und der Investitionsrahmen der IWB sind vom Grossen Rat zu genehmigen.
Der neue IWB-Leistungsauftrag steht auf den beiden Eckpfeilern Dekarbonisierung der Energieversorgung und Anpassung an dezentrale Versorgungsstrukturen. Wichtige Bestimmungsfaktoren ergeben sich aus der zunehmenden Volatilität als Folge der dezentralen Stromerzeugung sowie den steigenden Anforderungen an die versorgungskritischen Infrastrukturen. Grundsätzlicher Auftrag der IWB ist es, die Versorgungssicherheit bei Energie und Trinkwasser zu garantieren. Aufgrund der Veränderungen der Bedingungen in der Grundversorgung und den vermehrten Marktöffnungsfaktoren nimmt aber auch die Bedeutung von auf den freien Markt ausgerichteten neuen Geschäftsmodellen für die IWB zu wie beispielsweise Stromlösungen mit Flexibilitätselementen wie Batteriespeichern. Vor diesem Hintergrund erfolgen im Strombereich Anpassungen des Produktionsportfolios und der Verteilnetzstrukturen (Ausbau der Netzintelligenz), insbesondere auch vor dem Hintergrund der «Solaroffensive» und dem Ausbau der Elektromobilität.
Im Bereich Wärme liegt der Schwerpunkt auf der Erweiterung des Fernwärmenetzes gemäss der im Jahr 2021 vom Grossen Rat bewilligten Ausbauplanung. Gleichzeitig werden weitere Massnahmen zur Steigerung des klimaneutralen Anteils in der Fernwärmeproduktion an die Hand genommen. Fortgeführt wird ausserdem der Ausbau des Strom- und Wärmeversorgungsgeschäftes mit erneuerbaren Energien auch ausserhalb des kantonalen Versorgungsgebietes. Bei der Wasserversorgung dominieren Ersatzinvestitionen zur Erhaltung der Infrastruktur.
Für die Leistungsperiode 2027 bis 2030 wird in den vier Sparten Strom, Wärme, Wasser und Telekom ein Investitionsvolumen von insgesamt 840 Mio. Franken geplant, das dem Grossen Rat zur Genehmigung unterbreitet wird. Hinzu kommen Investitionen in der Höhe von 181 Mio. Franken für den Ausbau des Fernwärmenetzes in Basel und zum Aufbau der Ladeinfrastruktur für die Elektro-Busse der BVB, die vom Grossen Rat bereits früher genehmigt wurden.
IWB-Eignerstrategie 2027 bis 2030
Gleichzeitig erneuert der Regierungsrat die IWB-Eignerstrategie für die Periode 2027 und 2030. Die bisherigen strategischen Stossrichtungen werden grundsätzlich weitergeführt. Wichtig bleiben die Vorgaben in Bezug auf eine klimaneutrale Energieerzeugung. Mit der IWB-Eignerstrategie formuliert der Regierungsrat eine Leitlinie, damit die IWB sich einerseits im weiter wandelnden Umfeld unternehmerisch bewegen, andererseits aber die Rolle als kantonales Unternehmen mit Grundversorgungsauftrag im Sinne des IWB-Gesetzes und im Rahmen der energiepolitischen Ausrichtung des Kantons Basel-Stadt gewährleisten kann.