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Regierungsrat gewährt Darlehen an die BVB für neue Billettautomaten

Medienmitteilung

Regierungsrat

Die Billettautomaten im gesamten TNW-Gebiet müssen nach 20 Jahren ersetzt werden. Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) beschaffen daher für ihre Bus- und Tram-Haltestellen 363 neue Automaten, die voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb gehen. Die neuen Automaten funktionieren bargeldlos. Wer weiterhin mit Bargeld bezahlen möchte, kann dies künftig über eine neue öV-Prepaid-Bezahlkarte tun. Für den Kauf der neuen Billettautomaten hat der Regierungsrat ein Darlehen an die BVB in Höhe von rund acht Millionen Franken bewilligt.

Die Billettautomaten an den Bus- und Tramhaltestellen im Gebiet des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) sind seit rund 20 Jahren in Betrieb und müssen durch technisch und mechanisch modernere Automaten ersetzt werden. Damit die Fahrgäste weiterhin überall dieselben Automaten antreffen, beschaffen die ÖV-Anbieter des TNW gemeinsam einheitliche Geräte. Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) übernahmen das Beschaffungsverfahren gemäss WTO-Richtlinien, welches zwischen März und Juni 2025 stattfand. Die BVB hatte dies im vergangenen März entsprechend kommuniziert https://www.bvb.ch/wp-content/bvb/Dokumente/Medienmitteilungen/2025/20250318_Beschaffung_neuer_Billettautomaten.pdf. Insgesamt werden im TNW rund 500 neue Billettautomaten benötigt, für ihre eigenen Haltestellen benötigt die BVB 363 Geräte. Der Zuschlag ging an die Firma Scheidt & Bachmann (Schweiz) GmbH mit ihrem Modell «FareGo Sales ST SRVM». Da die BVB für den Kauf ihrer Billettautomaten ein Darlehen des Kantons benötigt, erfolgte der Zuschlag vorderhand mit einem Vorbehalt. Der Regierungsrat hat nun dieses Darlehen an die BVB in Höhe von rund acht Millionen Franken bewilligt.

Die neuen Billettautomaten funktionieren bargeldlos. Wer ein Billett kaufen oder sein Abo verlängern möchte, bezahlt mit Debit-/Kreditkarte oder mit Twint. Der Verzicht auf die Möglichkeit, mit Bargeld bezahlen zu können, erlaubt es, kleinere und deutlich günstigere Automaten zu beschaffen – bargeldlose Automaten kosten nur etwa halb so viel wie Automaten mit Bargeldfunktion. Bargeldlose Automaten sind auch im Unterhalt rund 60% günstiger, da das Leeren und Einzahlen des Bargeldes entfällt. Wer weiterhin mit Bargeld bezahlen möchte, kann dies künftig über eine neue öV-Prepaid-Bezahlkarte tun. Die Branchenorganisation Alliance Swisspass gibt diese heraus und baut bis 2027 ein entsprechendes Verkaufsnetz auf. Auch das Reisen mit Mehrfahrtenkarten wird weiterhin möglich sein. Dies ist insbesondere für Familien mit Kindern wichtig – Eltern geben ihnen oft eine Mehrfahrtenkarte mit, wenn diese alleine mit Tram oder Bus unterwegs sind. Für die Mehrfahrtenkarten wird es eine neue Lösung geben, so dass Fahrgäste diese am Billettautomaten elektronisch entwerten können.  

Fahrgäste können an den neuen Automaten inskünftig auch Billette für schweizweite Fahrten ausserhalb des TNW-Gebiets kaufen. Die neuen Billettautomaten verfügen zudem über einen grossen Touch-Screen, der auch Fahrgastinformationen anzeigt, wenn gerade niemand ein Billett lösen möchte. 65 bisherige Geräten werden ersatzlos entfernt. Betroffen sind ausschliesslich Haltestellen, die heute über mehrere Geräte (z.B. Aeschenplatz oder Bahnhof SBB) verfügen. Haltestellen, an welchen es bisher keine Billettautomaten gab, erhalten derweil 19 neue Geräte.  

Die Billettautomaten an den Tram- und Bus-Haltestellen im TNW werden von einer Betriebsgemeinschaft betrieben, welcher die BVB, die Baselland Transport AG (BLT) und die Autobus AG Liestal (AAGL) angehören. Sie arbeitet mit dem Lieferanten der Automaten zusammen. Auch die Stadtwerke Weil am Rhein, die Gemeinde Grenzach-Wyhlen sowie Saint-Louis Agglomération sind involviert.