Regierungsrat stärkt den regionalen Journalismus mit Unterstützung für den JournaFONDS
MedienmitteilungRegierungsrat
Der Regierungsrat Basel-Stadt unterstützt den Verein JournaFONDS im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts in den Jahren 2027 und 2028 mit jährlich 50'000 Franken. Damit ermöglicht der Kanton eine gezielte Förderung von Recherchen und Reportagen mit Bezug zu Basel-Stadt und zur grenzüberschreitenden Dreiländerregion. Im Zentrum stehen die Stärkung des qualitativ hochstehenden Journalismus und eine vielfältige regionale Berichterstattung.
Der Regierungsrat ist sich der Herausforderungen bewusst, mit denen die regionale Medienlandschaft angesichts des Strukturwandels in der Medienbranche konfrontiert ist. Da auf Bundesebene derzeit keine umfassende Medienförderung absehbar ist, hat der Kanton Basel-Stadt verschiedene Möglichkeiten einer kantonalen Unterstützung geprüft. Er unterstützt im Rahmen eines Pilotprojekts den Verein JournaFONDS in den Jahren 2027 und 2028 mit jährlich 50'000 Franken. Der JournaFONDS ist ein bestehendes, durch andere Kantone erprobtes Instrument. Mit dem kantonalen Beitrag wird eine themenspezifische Sonderausschreibung ermöglicht, über die Recherchen und Reportagen zu regionalen Themen aus und über Basel-Stadt sowie insbesondere zur grenzüberschreitenden Dreiländerregion Schweiz–Deutschland–Frankreich gefördert werden können.
Die Vergabe der Fördermittel erfolgt unabhängig durch den JournaFONDS. Der Kanton ist weder in die Auswahl noch in die Beurteilung der Projekte involviert. Damit wird die Unabhängigkeit der Medien gewahrt. Auch journalistische Projekte aus dem Kulturbereich können von der offenen Ausschreibung profitieren.
Mit der Unterstützung des JournaFONDS setzt der Regierungsrat auf die Förderung von Qualitätsjournalismus und die Stärkung der regionalen Medienvielfalt und erfüllt damit auch die Anliegen der beiden Anzüge von Johannes Sieber und Konsorten betreffend «einer kantonalen Medienförderung» sowie betreffend «Ergänzung des Kulturfördergesetzes zwecks Förderung des Kulturjournalismus».