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Sechs neue Kunstrasenfelder für den Breitenfussball in Basel

Medienmitteilung

Regierungsrat

Die Nachfrage nach Spiel- und Trainingsflächen im Fussball ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat deshalb eine Rahmenausgabe von 18 Mio. Franken für die Projektierung und Erstellung von sechs Kunstrasenfeldern auf bestehenden Sportanlagen in Basel. Damit sollen die Kapazitäten für den Breitenfussball erhöht und wetterbedingte Einschränkungen insbesondere in den Wintermonaten reduziert werden. Der Ausbau steht im Einklang mit der Strategischen Sportanlagenplanung 2026, welche zusätzliche Kunstrasenfelder als besonders dringlich einstuft.

Der Kanton betreibt heute in Basel und in den Nachbargemeinden rund 50 Fussballfelder, darunter sieben bestehende meisterschaftstaugliche Kunstrasenfelder. Zusätzlich werden im Winter auf grossen Sportanlagen kleine mobile Kunstrasenfelder verlegt, um die Nutzungsmöglichkeiten temporär zu erhöhen. Aufgrund des starken Wachstums im Breitenfussball mit steigenden Mitgliederzahlen in den Vereinen reicht die bestehende Infrastruktur jedoch nicht mehr aus. Insbesondere im Winter werden wegen tiefer Temperaturen und nasser Witterung regelmässig Felder gesperrt, um den Rasen zu schonen. Trainings müssen verschoben oder abgesagt werden. Zudem fehlen Kapazitäten, um neue Spielerinnen und Spieler aufzunehmen. 

Ausbau für einen flexibleren Spiel- und Trainingsbetrieb

Mit zusätzlichen Kunstrasenfeldern soll die bestehende Infrastruktur intensiver genutzt werden können. Ein Kunstrasenfeld kann ganzjährig bespielt werden und ermöglicht deutlich mehr Nutzungsstunden als ein Naturrasenfeld. Gleichzeitig sollen die Bewässerungs- und Beleuchtungsanlagen der sechs Felder angepasst oder neu erstellt werden. Moderne und energieeffiziente LED-Beleuchtungen ermöglichen einen flexibleren Spiel- und Trainingsbetrieb in den Abendstunden. Die neuen Trainingsmöglichkeiten im Freien entlasten auch die Sporthallen, die in den Wintermonaten auch durch Fussballtrainings stark ausgelastet sind. Die vom Regierungsrat verabschiedete Strategische Sportanlagenplanung 2026 kommt deshalb zum Schluss, dass zusätzliche Kunstrasenfelder prioritär umgesetzt werden sollen. Mit den neuen Kunstrasenfeldern wird gleichzeitig eine Massnahme des Legacy-Programms zur UEFA Women’s EURO 2025 umgesetzt: Die Fussballinfrastruktur soll bedarfsgerecht ausgebaut werden, um auch mehr Kapazitäten für den Frauen- und Mädchenfussball zu schaffen.

Sechs neue Kunstrasenfelder auf bestehenden Sportanlagen 

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Standorte geprüft. Gemeinsam mit dem Fussballverband Nordwestschweiz erfolgte anschliessend eine Priorisierung anhand der heutigen Auslastung, der Zahl der Nutzenden sowie des erwarteten Zusatznutzens für den Spiel- und Trainingsbetrieb: In einer ersten Phase soll auf den Sportanlagen Rankhof, Schützenmatte, St. Jakob und Bachgraben je ein zusätzliches Kunstrasenfeld erstellt werden, anschliessend auf den Anlagen Pfaffenholz und Schorenmatte. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat deshalb eine Rahmenausgabe in der Höhe von 18 Mio. Franken für die Projektierung und die Erstellung von sechs Kunstrasenfeldern inklusive Bewässerungs- und Beleuchtungsanlagen. Die Rahmenausgabenbewilligung ermöglicht eine nahtlose Planung und Umsetzung – und damit eine schnellere Realisierung. Ab Ausgabenbewilligung durch den Grossen Rat ist für die ersten Projekte mit einer Projektierungs- und Bauzeit von drei bis vier Jahren auszugehen. Zudem wurde in der Machbarkeitsstudie auch der Standort Bäumlihof geprüft. Die Umsetzung soll dort gemeinsam mit dem Projekt für ein entsprechendes Garderobengebäude erfolgen. Die Ausgaben werden für diesen Standort daher in einem separaten Ratschlag beantragt.

Weitere Auskünfte

Medienstelle Bau- und Verkehrsdepartement

(für bauliche Fragen)

Medienstelle Erziehungsdepartement

(für Fragen zur strategischen Sportanlagenplanung, Standorte / Bedarf Kunstrasenfelder)