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Meilenstein in der Tramnetzentwicklung: Ab 2030 sollen Trams über die Margarethenverbindung fahren

Medienmitteilung

Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft

Bereits in vier Jahren soll das Tram 17 über die Margarethenverbindung fahren. Die neue Tramstrecke entlastet die Basler Innenstadt vom Tramverkehr und bindet das Leimental schneller an den Bahnhof Basel SBB und die Arbeitsplätze im oberen Kleinbasel an. Sie erlaubt es zudem, an der Heuwaage Platz freizuspielen für eine grosszügige Begrünung. Weil während der Umgestaltung der Heuwaage sämtliche Trams aus dem Leimental über die Margarethenverbindung umgeleitet werden können, ist kein teurer Tramersatzbetrieb nötig. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat den Baselbieter Beitrag über rund 900’000 Franken beschlossen. Die Basler Regierung beantragt dem Grossen Rat die seitens Basel-Stadt notwendigen Mittel.

Die Regierungen beider Basel machen mit ihren Ausgabenbewilligungen für die Margarethenverbindung den Weg frei für eine zügige Umsetzung der neuen Tramstrecke. Da für das Projekt bereits eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt, soll der Bau möglichst bereits 2028 beginnen. Damit könnte die Tramlinie 17 ab 2030 ab der Haltestelle Dorenbach über den Margarethenstich zum Bahnhof Basel SBB und weiter via Wettsteinbrücke zum Badischen Bahnhof verkehren. Die Margarethenverbindung entlastet die Basler Innenstadt von einer Tramlinie. Davon profitiert das gesamte Tramnetz, denn heute verkehren bis zu sieben Linien zwischen der Schifflände und dem Barfüsserplatz. Das führt insbesondere im Fall einer Störung zu Staus und Verzögerungen auf all diesen Linien. Eine Linie weniger bringt hier bereits eine spürbare Entlastung. Dies erhöht die Pünktlichkeit der Trams und stärkt die Zuverlässigkeit der Verbindungen. Darüber hinaus entsteht mit der Margarethenverbindung eine zusätzliche Anbindung des Leimentals an das städtische Tramnetz. 

Die Margarethenverbindung macht den Weg frei für eine grünere Heuwaage

Da Trams bei einem Störungsfall in der Basler Innenstadt künftig über die Margarethenverbindung ausweichen können, wird die Tramwendeschlaufe an der Heuwaage nicht mehr benötigt. Deshalb kann der Kanton Basel-Stadt die Heuwaage vollständig neu gestalten. Geplant ist, die unübersichtliche Kreuzung durch einen grossen Kreisel zu ersetzen und die Heuwaage zu begrünen. Der Kanton saniert zudem die Binningerstrasse zwischen der Haltestelle Zoo und der Heuwaage, baut die Haltestellen so um, dass alle hindernisfrei einsteigen können, und erstellt auf diesem Abschnitt durchgängig eine Doppelspur. Der Regierungsrat wird dem Grossen Rat im Verlauf des Jahres einen entsprechenden Ratschlag unterbreiten. Während der Bauarbeiten an der Heuwaage und in der Binningerstrasse kann die Tramlinie 10 aus dem Leimental via Margarethenverbindung umgeleitet werden. Ohne die Margarethenverbindung wäre nur eine eingeschränkte Umgestaltung der Heuwaage möglich. Zudem wäre während der rund zweijährigen Bauarbeiten an der sanierungsbedürftigen Binningerstrasse ein kostspieliger Tram-Ersatzbetrieb zwischen Oberwil Hüslimatt und der Innenstadt nötig. Dank der Margarethenverbindung kann der Kanton Basel-Stadt gemäss ersten Schätzungen über zehn Millionen Franken sparen. 

Aus dem Leimental bis zu zwölf Minuten schneller und direkt an den Bahnhof Basel SBB

Mit der Margarethenverbindung wird das Leimental direkt an den Bahnhof Basel SBB und die Arbeitsplatzgebiete rund um die Roche und den Badischen Bahnhof angebunden. Das Gundeli erhält eine zusätzliche Verbindung Richtung Wettsteinplatz und zum Badischen Bahnhof sowie eine Direktverbindung ins Leimental. Sobald die Tramlinie 17 zum S-Tram beschleunigt werden kann und nur noch einmal pro Ortschaft hält, sparen die Fahrgäste aus dem Leimental auf der Fahrt zum Bahnhof Basel SBB bis zu zwölf Minuten Reisezeit. Dies ist der Fall, sobald das Tramkreuzungsverbot auf der Margarethenbrücke aufgehoben werden kann. Unabhängig davon fördert die neue Tramführung den Umstieg vom Auto auf den umweltfreundlicheren öffentlichen Verkehr und entlastet die Strassen der Region vom Autoverkehr. Damit leistet die Margarethenverbindung einen wesentlichen Beitrag zur umweltgerechten Mobilität und unterstützt die Klimaziele der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft.

Mit dem weiteren Ausbau der trinationalen S-Bahn und des Bahnhofs Basel SBB gewinnt die Margarethenverbindung zusätzlich an Bedeutung und Attraktivität. Mit dem Perronzugang Margarethen entsteht im Raum Margarethenbrücke-Markthalle eine neue Verkehrs-Drehscheibe, die auch zur dringend notwendigen Entlastung des Centralbahnplatzes beiträgt. Künftig dürfte rund die Hälfte der Tramfahrgäste den Bahnhof Basel SBB über die Margarethenbrücke beziehungsweise den Markthallenplatz betreten oder verlassen. Die Margarethenverbindung stellt hier eine direkte Verbindung zum Leimental sicher, wo ein beträchtlicher Teil der Zugreisenden herkommt.

Bund übernimmt bis zu 40 % der Kosten – auf Basel-Stadt entfallen rund 11 Millionen Franken

Das Bauprojekt für die Margarethenverbindung umfasst die Tramstrecke zwischen den beiden Haltestellen Dorenbach und Margarethen, die bereits gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes umgebaut wurden. Den Grossteil der Kosten für die neue Tramverbindung übernimmt nebst dem Bund der Kanton Basel-Stadt gemäss Territorialprinzip, das der Bund bei Verkehrsinfrastrukturprojekten jeweils anwendet. Dies haben die beiden Basler Regierungen bereits im Mai 2024 entschieden und kommuniziert. Der Basler Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat für das Vorhaben nun Ausgaben von insgesamt 18 Millionen Franken, wobei der Bund bis zu 40% der Kosten via Agglomerationsprogramm übernehmen wird. Somit verbleiben für den Kanton Basel-Stadt noch Kosten von rund 11 Millionen Franken. Gemäss dem sogenannten «Bruttoprinzip» muss die Regierung dem Grossen Rat aber auch den Beitrag des Bundes sowie des Kantons Basel-Landschaft formell beantragen. Vom Totalbetrag entfallen rund 7 Millionen Franken auf die Umgestaltung des Margarethenstichs, rund 6,5 Millionen Franken auf die neuen Gleisanlagen und rund 3,3 Millionen Franken auf die Bahnsicherungsanlage am Knoten Dorenbach.

Der Anteil des Baselbiets an der Margarethenverbindung liegt brutto bei rund 900'000 Franken. Die Baselbieter Regierung hat diesen bewilligt. Da der Betrag in die Ausgabenkompetenz der Baselbieter Regierung fällt, ist keine Landratsvorlage notwendig.

Hinweise

Alle Informationen zum Tramnetz2030 finden Sie auf: www.tramnetz2030.ch 

Die Informationen zum S-Tram 17 finden Sie hier: https://www.blt.ch/projekte/s-tram-17

Weitere Auskünfte

Regierungsrat Isaac Reber

Vorsteher Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft, erreichbar via Medienstelle

Regierungsrätin Esther Keller

Vorsteherin Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt, erreichbar via Medienstelle:

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