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Erlenmattpark ist nach 30 Jahren vollendet – Entstanden ist ein naturnaher Park für die Bevölkerung

Medienmitteilung

Bau- und Verkehrsdepartement

Das Bau- und Verkehrsdepartement lädt heute, 20. März 2026, ein zu einem Fest anlässlich des Abschlusses der letzten Bauetappe des Erlenmattparks. Der Park blickt auf eine 30-jährige Planungs-, Bau- und Entwicklungsgeschichte zurück. Nach insgesamt drei Bauetappen verteilt über 15 Jahre entstand im Herzen des neuen Stadtquartiers Erlenmatt ein öffentlicher Park, der Naherholung und Naturschutz verbindet.

Der Erlenmattpark ist fertiggestellt. Das Bau- und Verkehrsdepartement eröffnet den Park heute, 20. März 2026 feierlich mit einem Fest für die Bevölkerung. Einerseits können Baslerinnen und Basler sich im Erlenmattpark erholen oder verweilen. Andererseits bietet das Naherholungsgebiet im Norden von Basel mit seinen Naturschutzzonen auch wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. In den nächsten Monaten erstellt die Stadtgärtnerei einen ausgeschilderten Pfad, der Wissen über die Naturwerte des Parks sowie die dort lebenden seltenen Arten und ihre Lebensräume vermittelt.
 

Die neu fertiggestellte letzte Bauetappe bildet künftig das Herz der Naturschutzflächen im Park. Die Stadtgärtnerei hat Landschaftsstrukturen nachgebildet, die an natürliche Flussauen erinnern: Kies- und Sandflächen, Steinformationen, Hohlräume und Pioniervegetation bieten vielfältige Lebensräume für Reptilien, Vögel, Insekten und zahlreiche weitere Arten.
 

Arealgeschichte und Stadtplanung
Die Geschichte des Areals reicht weit über die jüngere Stadtentwicklung hinaus. Das Gebiet südlich des Wiesenkreisels war während über hundert Jahren Teil des Güter- und Rangierbahnhofs der Deutschen Bahn. Aufgrund seiner abgeschlossenen Nutzung blieb das rund 19 Hektaren grosse Gelände für die Bevölkerung lange eine unbekannte Welt. Erst Mitte der 1990er-Jahre, als der Güterumschlag durch die Deutsche Bahn in Basel eingestellt wurde, rückte das Areal ins Zentrum öffentlicher Diskussionen über seine zukünftige Nutzung. Auf dem Gebiet entwickelte sich unter der Bezeichnung «nt/areal» eine von privaten Kreisen getragene und gelebte kulturell-gastronomische Zwischennutzung. 
 

Weiterentwicklung und Mitwirkungsverfahren des Sieger-Projektes von Ernst Niklaus Fausch
Zwei städtebauliche Wettbewerbe, die 1996 und 2001 stattfanden, gaben den Namen «Erlenmatt» in Anlehnung der nahe gelegenen Langen Erlen. Das aus dem zweiten Wettbewerb als Sieger hervorgegangene Projekt der Architekten Ernst Niklaus Fausch Partner AG wurde nach einem Mitwirkungsverfahren unter der Leitung der Grundeigentümer und des kantonalen Hochbau- und Planungsamtes weiterentwickelt. Die daraus hervorgegangenen Planungen legten den Grundstein für das heutige Quartier Erlenmatt und seinen Park. 
 

Bauprojekt wird mit Naturschutzprojekt verbunden
Der Park wurde in drei Bauetappen über 15 Jahre realisiert. Die erste Etappe entstand parallel zum Bau der ersten Wohngebäude im Quartier, damit die neuen Bewohnerinnen und Bewohner bereits früh von einem öffentlichen Grünraum profitieren konnten. Am 9. April 2011 wurde dieser erste Teil des Parks mit einem grossen Erlenmattfest eingeweiht. 
 

Von Anfang an spielte der Naturschutz eine zentrale Rolle – ein Entscheid, der sich bis heute als prägend für das Projekt erwiesen hat. Denn eine Besonderheit des Erlenmattparks ist der aussergewöhnlich hohe ökologische Wert des Areals. Auf dem ehemaligen Güterbahnhof konnten sich im Gleisbereich und in den Zwischenbereichen über ein Jahrhundert lang wertvolle Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere entwickeln. Offene Schotterflächen und nährstoffarme Böden boten ideale Bedingungen. Nach der Einstellung des Bahnbetriebs wurden zahlreiche schützenswerte Arten festgestellt, die auf den Roten Listen der gefährdeten Arten geführt werden. Zusammen mit dem Biologen Martin Frei gelang es ein Naturschutzprojekt mit einem Bauprojekt zu verbinden.
 

Das Herz vom Erlenmatt - Naturschutz- und Naherholungsgebiet 
Diese wertvollen Lebensräume waren Ausgangspunkt für die Parkgestaltung. Naturschutzzonen-, Naturschonzonen und ökologische Vernetzungskorridore wurden früh definiert und konsequent in die Planung integriert. So sollte ermöglicht werden, dass die seltenen Tier- und Pflanzenarten des ehemaligen Güterbahnhofs langfristig überleben können und in den Grünräumen des neuen Quartiers geeignete und vielfältige Lebensräume finden. Das für die Parkgestaltung und Projektierung zuständige Büro Raymond Vogel Landschaftsarchitektur hatte zum Zeitpunkt des Wettbewerbes bereits eine visionäre Basis geschaffen, die sich in den Jahren der Realisierung als wertvoll erwies. Durch das Konzept der Geländemodellierung - der Schaffung von «Kissen», entstanden unterschiedliche Entwicklungsstufen für die Naturbesiedelung. Offene Schotter- und Kiesflächen, steile Böschungen und strukturreiche Lebensräume bieten weiterhin geeignete Bedingungen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig führen die steilen Böschungen zu einer Steuerung der Parkbesuchenden, damit die wertvollen Naturflächen geschont werden. 
 

Mit rund 27 Millionen Franken Investitionen in den Landerwerb und die öffentlichen Grünflächen wurde gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität im verdichteten Stadtgebiet geleistet. Finanziert wurde dies über Mittel aus der Mehrwertabgabe, die gezielt zur Schaffung und Aufwertung von Grün- und Freiräumen eingesetzt werden. Die Kosten des Erlenmattparks wurden mittels mehrerer Ratschläge zwischen 2004 und 2023 bewilligt.
 

Der Erlenmattpark ist damit nicht nur ein neuer Naherholungsraum für die Bevölkerung, sondern leistet auch ein bedeutender Beitrag an den Erhalt und die Förderung der Biodiversität mitten in der Stadt. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, den Park zu entdecken und zu nutzen – gleichzeitig Rücksicht auf die sensiblen Naturschutzflächen zu nehmen.

Weitere Auskünfte

Dominique Jeanneret

Bau- und Projektleiter Grünplanung, Stadtgärtnerei

Christoph Hügli

Co-Leiter Fachbereich Natur und Landschaft, Grünplanung, Stadtgärtnerei

Bau- und Verkehrsdepartement

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Münsterplatz 11
4051 Basel

Öffnungszeiten

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