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Publikation des Museums Kleines Klingental: Das Klingental erzählt – Vom Kloster zum Kulturort

Medienmitteilung

Bau- und Verkehrsdepartement

Das Buch «Das Klingental erzählt – Vom Kloster zum Kulturort» beleuchtet die über 750- jährige Geschichte des ehemaligen Klosters Klingental am Kleinbasler Rheinufer. In vier Abschnitten – Kloster, Wandel, Museum und Kulturort – zeichnet es den Weg vom einstigen Klosterstandort über Exerzierplatz, Spital und Kleinkinderschule bis zum heutigen Museum und Kulturort nach und beantwortet dabei spannende Fragen: Warum war das Kloster so reich? Was verrät der Dachstock über mittelalterliches Handwerk? Und wie kamen die Originale der Basler Münsterskulpturen ins Klingental? Die Buchvernissage findet am 23. September im Museum Kleines Klingental statt.

Buch mit kunstvoll gestaltetem Cover.
Das Klingental erzählt – Cover und Buchrücken – 3D-Montage
© Basil Huwyler im Auftrag des Museums Kleines Klingental

1233-1559: Kloster – Geschichte einer Gemeinschaft
Der Ursprung des Klosters Klingental liegt im Elsass, wo es 1233 gegründet wurde. Über Umwege kommt die Klostergemeinschaft 1274 ins Kleinbasel. Auf einem grossen Areal in der nordwestlichen Ecke der Stadt bauen sich die Dominikanerschwestern einen blühenden Mikrokosmos mit Kirche, Klausur, Wohnräumen, Werkstätten, Wirtschaftsstuben, Gärten und Gottesacker auf. Die Nonnen kümmerten sich nicht nur sachkundig um das Seelenheil Verstorbener, sondern waren auch äusserst geschickt im Bewirtschaften ihrer Besitzungen, die sie u.a. aus zahlreichen Stiftungen erhielten. Zum Klosterareal gehörte auch das Euphrosynegrab – das einzige Heiligengrab in Basel. Bis zur Reformation konnten die Nonnen ihre privilegierte und einflussreiche Stellung als reichstes Kloster Basels erhalten.

1559-1929: Wandel – Geschichte der Umnutzungen
Das Kloster Klingental ging nach der Reformation vollständig in den Besitz der Stadt Basel über. Während die Gebäude als Kornlager, Hilfsspital, Kindergarten oder Kochschule umgenutzt wurden, erfuhr das Areal ab 1860 einen tiefgreifenden Umbau: Das Grosse Klingental, ehemals Hauptwohnort der Nonnen, wird abgebrochen, an seiner Stelle entsteht die Kaserne. Die Kleinbasler Kanäle und Teiche werden zugeschüttet und die Rheinpromenade gebaut. 

Ab 1929: Museum – Geschichte einer Sammlung
Basel ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Abbruchwellen in der Altstadt geprägt. Um die ehemaligen Klostergebäude vor diesem Schicksal zu bewahren, zog 1929 die Basler Denkmalpflege in das renovationsbedürftige Kleine Klingental ein. Nur zehn Jahre später wird 1939 das Stadt- und Münstermuseum, der Vorgänger des heutigen Museums, eröffnet und die Ausstellung mit der Sammlung von abgenommenen Sandstein-Originalen des Basler Münsters eingerichtet. In den 1950er Jahren kommt das Modell der historischen Stadt Basel im 17. Jahrhundert hinzu, welches bis heute kleine und grosse Besucherinnen und Besucher staunen lässt. 1995 beschliesst der Regierungsrat, das Museum aus Spargründen zu schliessen – was nun?

Ab 1997: Kulturort – Geschichte eines Neuanfangs
Durch das Engagement zahlreicher Personen konnte 1997 der Kulturort unter dem Namen Museum Kleines Klingental wiedereröffnet werden, gestützt von der neu gegründeten Stiftung pro Klingentalmuseum sowie dem Verein pro Klingentalmuseum. Das Museum erhielt bedeutende neue Exponate, wie das 1999 fertiggestellte Klostermodell. Die Ausstellung der Münsterskulpturen wurde neu arrangiert, spannende Sonderausstellung zu Basler Themen locken regelmässig lokale und internationale Besucherinnen und Besucher ins Museum und musikalische Highlights ergänzen das Programm bis heute. 

Besondere Gestaltung und überraschende Highlights
Das Buch setzt sich aus literarischen Farbtupfern zusammen. Dazu zählen lebendige Essays, in denen auch neueste Forschung präsentiert wird, und semifiktionale Ich-Erzählungen von historischen Figuren, wie dem Ritter Walther von Klingen, nach dem das Gebäude bis heute benannt ist. Jeder der vier Abschnitte wird durch eine fortlaufende Chronik eingeläutet. Durch die Raumporträts können die Leserinnen und Leser in die Bauforschung des Ortes eintauchen. In den Kategorien «Gewusst?» und «Schnappschuss» laden spannende Details und einzigartige Abbildungen zum Staunen ein. Schliesslich können Leserinnen und Leser bei Bildstrecken und Highlights die Schatztruhe des Kleinen Klingentals noch weiter öffnen, um in architektonischen und historischen Zeugnissen zu stöbern. Dieser magazinartige Charakter lädt zu munterem Vor- und Zurückblättern ein. 

Vernissage: Mittwoch, 23. September 2026, 18 Uhr, Museum Kleines Klingental

Nach der Vernissage kann das Buch im Shop des Museums Kleines Klingental während der Öffnungszeiten des Museums für CHF 29.00.- direkt bezogen oder beim Christoph Merian Verlag bestellt werden. Weitere Informationen zur Publikation finden Sie auf: https://www.mkk.ch/spezial/shop/

Museum Kleines Klingental, Unterer Rheinweg 26, 4058 Basel, Tel. +41 (0)61 267 66 25/42,  https://www.mkk.ch  

Hinweise

Impressum

Das Klingental erzählt – Vom Kloster zum Kulturort
Museum Kleines Klingental (Hg.)
Daniel Schneller, Désirée Hess, Salome Bender, Gian Casper Bott, Frank Löbbecke 

  • Konzept, Redaktion und Gestaltung: Barbara Piatti und Basil Huwyler
  • Christoph Merian Verlag
  • Texte: Conradin Badrutt, Salome Bender, Gian Casper Bott, Jeanette Gutmann, Désirée Hess, Frank Löbbecke, Sabine Maurer, Martin Möhle, Annalena Müller, Barbara Piatti, Eva Renz, Daniel Schneller, Till Seiberth, Stephan Jon Tramèr
  • Fachlektorat: Salome Bender, Gian Casper Bott, Frank Löbbecke, Daniel Schneller
  • Korrektorat: Isolde Durchholz
  • Druck: Gremper AG, Pratteln

Weitere Auskünfte

Daniel Schneller

Direktor Museum Kleines Klingental und Kantonaler Denkmalpfleger Basel-Stadt

Bau- und Verkehrsdepartement

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Münsterplatz 11
4051 Basel

Öffnungszeiten

Mo - Fr 8.00 - 12.15 Uhr / 13.15 - 17.00 Uhr