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Sechs Kantone fordern zügigen Bahnausbau und reagieren mit gemeinsamer Resolution auf zunehmende Engpässe

Medienmitteilung

Bau- und Verkehrsdepartement

Die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Genf, Tessin, Waadt und Wallis haben dem Bundesrat heute eine gemeinsame Resolution übergeben. Sie machen deutlich, wie wichtig der Bahnausbau für den Pendlerverkehr, die Versorgung und die internationale Anbindung der Schweiz ist – und wie stark die Belastung des Schienennetzes in ihren Regionen weiter zunimmt. Sie fordern deshalb gezielte Investitionen in Angebot und Infrastruktur, bevor es zu spät ist.

Personengruppe posiert auf Bühne mit Zertifikat.
(v.l.n.r.) Norman Gobbi (Regierungspräsident Tessin), Franz Ruppen (Regierungsrat Wallis), Isaac Reber (Regierungsrat Basel-Landschaft), Christa Hostettler (Direktorin BAV), Esther Keller (Regierungsrätin Basel-Stadt), Pierre Maudet (Regierungsrat Genf), Nuria Gorrite (Regierungsrätin Waadt)
© Bahnkongress

Der Handlungsbedarf ist für die sechs Kantone besonders gross. Sie liegen an zentralen Verkehrsachsen, sind grenzüberschreitend verflochten und stark vom Bahnverkehr abhängig. Täglich pendeln Zehntausende, der Güterverkehr nimmt weiter zu. Schon heute ist das Netz überlastet, insbesondere in den Knoten, auf den Hauptachsen und während der Spitzenzeiten. Ohne Gegenmassnahmen verschärft sich die Lage spürbar.

Klare Forderungen für die Zukunft der Bahn

Vor diesem Hintergrund formulieren die sechs Kantone drei zentrale Forderungen an den Bund. Sie betreffen die Planung, die Finanzierung und den gezielten Ausbau des Bahnnetzes:

  • Eine bedarfsgerechte Planung, bei der das Angebot den Infrastrukturausbau bestimmt, sowie die verbindliche Umsetzung der Angebotsziele 2035.
  • Die Bereitstellung von 24 Milliarden Franken für den Ausbau des Bahnnetzes gemäss dem Szenario „Hoch“ der ETH-Studie „Verkehr ’45“.
  • Den gezielten Ausbau der Hauptachsen Ost–West und Nord–Süd, die Stärkung des Regionalverkehrs in den Agglomerationen und die Förderung internationaler Bahnverbindungen.

Isaac Reber, Regierungsrat Kanton Basel-Landschaft, Esther Keller, Regierungsrätin Kanton Basel-Stadt, Pierre Maudet, Staatsrat Kanton Genf, Norman Gobbi, Staatspräsident Kanton Tessin, Nuria Gorrite, Staatsrätin Kanton Waadt, und Franz Ruppen, Staatsrat Kanton Wallis, unterstreichen: „Unsere gemeinsame Forderung ist ein Bahnnetz, das der steigenden Nachfrage gerecht wird, die Ballungsräume attraktiv bedient und gute internationale Verbindungen ermöglicht. Das bedingt einen bedarfsgerechten Ausbau von Angebot und Infrastruktur ohne Aufschub.“

Regionale Projekte mit nationalem Nutzen

Neben ihren übergeordneten Forderungen benennen die sechs Kantone konkrete Projekte mit überregionaler Bedeutung. Diese Vorhaben sollen national zentrale Engpässe beseitigen und den internationalen Bahnverkehr für Personen und Güter weiter stärken:

Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt
Beide Basel fordern die Finanzierung der Durchmesserlinie Basel mit reduziertem Tiefbahnhof Basel SBB. Ziel ist eine bessere Entflechtung von Regional-, Fern- und Güterverkehr für höhere Kapazitäten.

Kanton Genf
Genf fordert zusätzliche Kapazitäten im Bahnhof Genf-Flughafen zur Stärkung der Ost-West-Achse, eine neue Stadtverbindung sowie den Ausbau der internationalen Linie Genf–Lyon.

Kanton Tessin
Für das Tessin ist die Stärkung der Nord-Süd-Achse und der Achse ins Piemont über Locarno zentral. Besonders sollen sich die generelle Kapazität und die Fahrzeit zwischen Tessin und Mailand verbessern. 

Kanton Waadt
Der Kanton Waadt fordert eine zusätzliche Verbindung Lausanne–Genf sowie bessere Anbindungen der Westschweiz an den Rest des Landes.

Kanton Wallis
Das Wallis verlangt den Ausbau der Strecke Lausanne–Genf und die Stärkung des internationalen Bahnverkehrs über die Lötschberg/Simplon-Achse.

Ein starkes gemeinsames Signal

Sechs Kantone aus unterschiedlichsten Landesteilen – von urbanen Agglomerationen bis zu alpinen Regionen – stellen sich hinter eine gemeinsame Resolution. Sie sehen sich mit ähnlichen Herausforderungen im Schienenverkehr konfrontiert: wachsende Engpässe, steigende Nachfrage und die Notwendigkeit, Mobilität und Wirtschaftskraft zu sichern. Die Regierungsvertretenden betonen gemeinsam: «Als Regierungsvertretende von sechs Kantonen stehen wir geschlossen hinter dieser Resolution. Trotz unterschiedlicher Ausgangslagen fordern wir jetzt in den Bahnverkehr zu investieren – mit tragfähigen Entscheidungen, einer verlässlichen Finanzierung und in Verantwortung für die Zukunft unseres Landes.»

Mit ihrer gemeinsamen Resolution richten die sechs Kantone einen klaren Appell an den Bundesrat. Sie erwarten, dass die vorgestellten Forderungen und Projekte bei der weiteren Priorisierung, Planung und Finanzierung des Bahnausbaus berücksichtigt werden – im Interesse einer prosperierenden und gut erreichbaren Schweiz.

Hinweise

Foto der Übergabe 
(v.l.n.r.) Norman Gobbi (Regierungspräsident Tessin), Franz Ruppen (Regierungsrat Wallis), Isaac Reber (Regierungsrat Basel-Landschaft), Christa Hostettler (Direktorin BAV), Esther Keller (Regierungsrätin Basel-Stadt), Pierre Maudet (Regierungsrat Genf), Nuria Gorrite (Regierungsrätin Waadt)

Weitere Auskünfte

Kanton Basel-Landschaft

Medienstelle Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD)

Kanton Basel-Stadt

Medienstelle Bau- und Verkehrsdepartement (BVD)

Canton de Genève

Secrétaire général adjoint, Département de la santé et des mobilités, M. Marc-André Siegrist

Cantone del Ticino

Servizio informazione e comunicazione del Consiglio di Stato del Cantone Ticino (SIC)

Canton de Vaud

Mehdi-Stéphane Prin, délégué aux affaires ferroviaires, DICIRH

Kanton Wallis

Stefan Burgener, DMTE, Dienststelle für Mobilität (DFM) / Service de la Mobilité (SDM)

Bau- und Verkehrsdepartement

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4051 Basel

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