Grundsteinlegung für die Primarschule Walkeweg
MedienmitteilungErziehungsdepartement
gemeinsam mit dem Bau- und Verkehrsdepartement
Mit einer feierlichen Grundsteinlegung hat heute eine wichtige Etappe für den Neubau der Primarschule Walkeweg begonnen. Auf dem Areal Walkeweg entsteht in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil – inklusive eines innovativen und nachhaltig konzipierten Primarschulhauses.

Auf dem Areal Walkeweg, zwischen dem Wolfgottesacker und der S-Bahn-Haltestelle Dreispitz, entsteht in mehreren Etappen ein neuer Stadtteil für rund 650 Menschen. Teil davon ist eine neue Schulanlage mit 18 Primarschulklassen, einem Doppelkindergarten, einer Tagesstruktur sowie zwei Turnhallen und einer Aula. Mit der Grundsteinlegung heute beginnt die nächste wichtige Etappe für den Neubau. Im Zentrum der Feier stand das Einlassen einer Zeitkapsel als symbolischer Start für den Bau des Schulhauses.
Die Schulanlage gliedert sich in drei Gebäude: ein Aulagebäude, die Tagesstruktur und den Klassentrakt. Im Klassentrakt sind die Unterrichtsräume, die Kindergärten sowie die Turnhallen untergebracht. Das Aulagebäude ist als offenes Haus konzipiert mit einer Aula, einem Foyer mit Küche und Musikräumen. Der öffentliche Charakter des Aulagebäudes kommt architektonisch mit einer Lehmwand zum Ausdruck, die sich mit einem grosszügigen Fenster zum Quartier hin öffnet. Die Tagesstruktur ist als «Wohnhaus für Kinder» gestaltet und bietet kleinteilige, wohnliche Räume für die Betreuung. Zusammen umrahmen die drei Gebäude einen geschützten Pausenhof.
«Mit dem Neubau der Primarschule Walkeweg schaffen wir moderne Lernräume und einen lebendigen Ort für das Areal Walkeweg. Schulen sind zentrale Ankerpunkte im städtischen Alltag – sie verbinden Bildung, Begegnung und Gemeinschaft», sagt Regierungsrat Mustafa Atici.
Ein nachhaltiges Schulhaus
Für den Bau werden hauptsächlich nachwachsende Rohstoffe wie Holz und Lehm eingesetzt, um ein ökologisch verträgliches, recycelbares, ressourcenschonendes und emissionsarmes Gebäude zu schaffen. Die eigene Energie- und Wärmeversorgung wird durch Erdsonden-Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen erreicht. In den heissen Sommermonaten werden die Gebäude über die Erdsonden passiv gekühlt. Über Photovoltaik an den Fassaden und Dächern wird ein Grossteil des Strombedarfs der Schule übers Jahr gedeckt. Überschüssiger Strom wird in einer Batterie zwischengespeichert oder ins Netz eingespeist.
Das Regenwasser sowie das anfallende Abwasser werden gesammelt, aufbereitet und für die Toilettenspülungen im Klassentrakt wiederverwendet. Das gesammelte Regenwasser kann für die Bewässerung im Aussenraum verwendet werden. So entsteht ein Kreislauf mit einem signifikant reduzierten Wasserverbrauch. Zur Verbesserung des Stadtklimas wird das Prinzip der Schwammstadt umgesetzt und auf dem Quartierplatz vor der Schule und im Pausenhof werden grosskronige, schattenspendende Bäume gepflanzt. Auf dem Aulagebäude entsteht ein Dachbiotop und das Tagesstrukturgebäude erhält eine Fassadenbegrünung. Die Aussenräume der Schule (Pausenhof und Pausenfläche auf dem Dach) werden künftig ausserhalb der Schulzeit der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf rund 56 Millionen Franken. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 2028. Die Inbetriebnahme ist für das Schuljahr 2028/29 vorgesehen.
Hinweise
Fotos von der Grundsteinlegung auf Aufrage: medien.ed@bs.ch