Kanton Basel-Stadt plant Wohnüberbauung mit rund 170 Wohnungen auf dem Areal der Messehalle 3
MedienmitteilungFinanzdepartement
Der Kanton Basel-Stadt erstellt im Rahmen des Wohnbauprogramms 1000+ auf dem Areal der Messehalle 3 eine Wohnüberbauung mit rund 170 preisgünstigen Wohnungen. Zudem entstehen auf dem Areal unter anderem ein Doppelkindergarten, eine Tagesstruktur, Gewerberäume und eine Autoeinstellhalle. Die Arbeitsgemeinschaft Clauss Kahl Merz Atelier für Architektur+Städtebau und Truwant+Rodet+ konnte den Projektwettbewerb für sich entscheiden. Damit wurde eine erste wesentliche Weiche für diesen neuen Quartierbaustein gestellt, der voraussichtlich bis 2031 realisiert werden soll.

Mit dem Heimfall des Baurechts der MCH Group im Jahr 2019 fiel das Areal der Messehalle 3 zurück an den Kanton Basel-Stadt. Aktuell wird die Messehalle 3 von den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) als Garage für Elektrobusse verwendet. Diese Zwischennutzung endet im Jahr 2028. Damit eröffnet sich dem Kanton die Chance, voraussichtlich bis 2031 an zentraler Lage ein Stück Stadt zu entwickeln. Das Areal soll zu einem lebendigen Wohn- und Lebensraum werden.
Vielfältiger Mix aus Wohnen, Gewerbe, Kindergarten und Quartierparking
Im Rahmen des Wohnbauprogramms 1000+ werden rund 170 preisgünstige Wohnungen erstellt. Vorgesehen sind vor allem grosse, familienfreundliche Wohnungen, die durch einen geringeren Anteil an kleinen Wohnungen ergänzt werden. Zudem entstehen auf dem Areal unter anderem ein Doppelkindergarten, eine Tagesstruktur und Gewerberäume. Darüber hinaus werden rund 200 Parkplätze sowohl für die Mietenden als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers realisiert.
Siegerprojekt überzeugt mit Mehrwert fürs Quartier und umweltschonender Bauweise
Zur Umsetzung des Vorhabens hat der Kanton einen anonymen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren durchgeführt. Die Arbeitsgemeinschaft Clauss Kahl Merz Atelier für Architektur+Städtebau und Truwant+Rodet+ konnte den Wettbewerb mit ihrem Projektvorschlag «Im Wandel» für sich entscheiden. Das Siegerprojekt überzeugte die Jury durch seine hohe Wohn- und Lebensqualität und durch seinen Beitrag für die umgebenden Quartiere. Das Gebäudeensemble fasst einen grossen Waldhof, der sowohl die Mieterschaft als auch die Allgemeinheit zum Verweilen einlädt. Durch die teilweise oberirdische Anordnung der Autoeinstellhalle entstehen auf deren Dach zwei zusätzliche Aussenflächen für die Mietenden, die unter anderem als Pflanzgärten genutzt werden können. Gleichzeitig wird damit ressourcenschonender gebaut, da weniger tief in den Boden eingegriffen werden muss: Es braucht keinen energieintensiven Aushub und es wird weniger Baumaterial verbraucht. Darüber hinaus setzt das Projekt insgesamt auf eine umweltfreundliche Bauweise, indem verschiedene Bauteile aus der bestehenden Messehalle 3 sowie aus der ehemaligen BVB-Garage Rank wiederverwendet werden.
Das Siegerprojekt und die elf weiteren Wettbewerbsbeiträge sind vom 11. bis 25. Februar 2026 in der Halle 1E am Riehenring 118 öffentlich ausgestellt. Details und den Jurybericht finden Sie hier.
Hinweise
Das geplante Projekt ist Teil des Wohnbauprogramms 1000+, mit dem der Kanton bis 2035 über 1'000 neue preisgünstige Wohnungen in Eigeninvestition erstellt. Die neu entstehenden Wohnungen werden unter anderem nach dem Mietmodell «Mietvertrag Plus» vermietet. In diesem Modell wird die Reduktion der Marktmiete an Vorgaben beispielsweise zu Belegung, Einkommen und Vermögen geknüpft.