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Abschlussinformation zum Legionellenausbruch im Kanton Basel-Stadt

Medienmitteilung

Gesundheitsdepartement

Im Zusammenhang mit dem Legionellenausbruch im Kanton Basel-Stadt teilt das Gesundheitsdepartement mit, dass der Ausbruch als beendet betrachtet werden darf. Seit mehr als einer Woche hat es keine neuen Erkrankungsfälle mehr gegeben. Resultate diverser entnommenen Proben bestätigen ebenfalls, dass die richtige Erkrankungsquelle gefunden und stillgelegt werden konnte. Für Privathaushalte gibt das Gesundheitsdepartement Empfehlungen zu Schutzmassnahmen.

Im Nachgang zum am 3. August 2026 bekannt gegebenen Legionellenausbruch im Kanton Basel-Stadt kann das Gesundheitsdepartement mitteilen, dass es den Ausbruch als beendet betrachtet. 

Zu den Erkrankungen

Seit letzter Woche wurden keine neuen Legionellenfälle gemeldet. Eine Person ist weiterhin hospitalisiert, benötigt jedoch keine intensivmedizinische Behandlung.

Insgesamt traten bis Ende Juli 2026 im Kanton Basel-Stadt 28 Legionellose-Erkrankungen und ein Todesfall auf.

Resultate der Laborproben

In den letzten Tagen haben das Kantonale Laboratorium mit Unterstützung des Universitätsspitals Basel an sogenannten Sequenzierungen von Proben gearbeitet. Entnommene Proben der stillgelegten Kühltürme wurden mit Proben erkrankter Patientinnen und Patienten verglichen. Die Laborresultate zeigen, dass die Proben übereinstimmen. Damit erfolgt eine weitere wissenschaftliche Bestätigung, dass die richtige Erkrankungsquelle ausgeschaltet werden konnte. Die Resultate der entnommenen Proben in Wohnungen der Erkrankten werden derzeit weiter ausgewertet. Bei Bedarf werden die nötigen Massnahmen angeordnet. Es sind bisher keine Zusammenhänge zwischen Duschwasser in den beprobten Wohnungen und dem Ausbruch festzustellen. Das Kantonale Laboratorium plant zudem weitere Beprobungen von Anlagen und Wohnungen.

Zum Vorkommen von Legionellen

Das Gesundheitsdepartement hält fest: Da Legionellen natürlicherweise im Wasser vorkommen und sich unter bestimmten Bedingungen vermehren können, können auch künftig Legionellenerkrankungen auftreten. Die Bakterien können sich insbesondere bei Wassertemperaturen zwischen etwa 25°C und 45°C sowie bei längerem Wasserstillstand, in Warmwassersystemen oder anderen wasserführenden Anlagen vermehren. Eine Ansteckung erfolgt ausschliesslich durch das Einatmen von feinsten Wassertröpfchen (Aerosolen), die Legionellen enthalten können. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Auch durch das Trinken von Wasser erfolgt keine Ansteckung.

Schutzmassnahmen gegen Legionellen für Privathaushalte

Da sich Legionellen nicht vollständig vermeiden lassen, kommt allgemeinen Vorsorgemassnahmen eine besondere Bedeutung zu. Beachten Privatpersonen die empfohlenen Massnahmen, lässt sich das Risiko einer Legionellen-Vermehrung und einer Infektion in der eigenen Wohnung reduzieren: 

  • Einhaltung der empfohlenen Warm- und Kaltwassertemperaturen (Warmwasser 60 °C am Boiler-Ausgang, respektive 55 °C im Leitungssystem; Kaltwasser unter 25°C)
  • Stagnation vermeiden (Wasser nicht länger als 72 Stunden stehen lassen)
  • Wasserleitungen nach längeren Benutzungspausen gründlich spülen (z.B. bei Ferienrückkehr)

Informationen zu Legionellen und den empfohlenen Vorsorgemassnahmen finden sich auf der Webseite www.bs.ch/legionellen

Die Fachstellen im Gesundheitsdepartement arbeiten weiterhin an Kontrollen in Betrieben und im öffentlichen Raum. Zudem setzen sie sich wie bisher auf Bundesebene für eine schweizweite Regelung ein.

Weitere Auskünfte

Yves Parrat

Kantonschemiker und Leiter des Kantonalen Laboratoriums
erreichbar via Medienstelle

Eva Würfel

Stv. Kantonsärztin und Leiterin Abteilung Epidemiologie und Infektionsschutz
erreichbar via Medienstelle

Gesundheitsdepartement

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