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Digitaler Jahresbericht 2025 der Abteilung Sucht ist online

Medienmitteilung

Gesundheitsdepartement

Die Abteilung Sucht hat ihren Jahresbericht 2025 erstmals digital veröffentlicht: Informationen zur Umsetzung der kantonalen Suchtpolitik sowie Kennzahlen zur Inanspruchnahme der Suchthilfeangebote erscheinen in einer neuen übersichtlichen Form. Die Anzahl Beratungsfälle und -gespräche nahm im Jahr 2026 wiederum zu. Am häufigsten erfolgen Beratungen im Zusammenhang mit Alkohol-, Cannabis- und Kokainkonsum sowie bei Verhaltenssüchten wie Glücksspielsucht. Dynamische Graphiken, informative Texte und aktuelle Kennzahlen bieten einen ansprechenden Einblick in die Aufgaben und Aktivitäten der Abteilung Sucht.

Die Abteilung Sucht setzt im Auftrag der Regierung die Vier-Säulen-Suchtpolitik um. Dazu plant, koordiniert und steuert sie die Suchthilfe gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern. Ziel ist es der Basler Bevölkerung ein breites und qualitativ hochstehendes Suchthilfeangebot zur Verfügung gestellt. Die Abteilung Sucht feierte im Jahr 2025 ihr 20-jähriges Jubiläum. Zuvor waren verschiedene Departemente und Fachstellen mit der Thematik betraut, bevor im Jahr 2005 unter der Federführung des Gesundheitsdepartementes die Abteilung Sucht in ihrer heutigen Form und Struktur entstand.

Der Jahresbericht liefert die aktuellen Kennzahlen aus dem Jahr 2025 zur Nutzung der baselstädtischen Suchthilfeangebote in den Bereichen Beratung, Therapie und Schadensminderung im Zusammenhang mit dem Konsum von psychoaktiven Substanzen und Verhaltenssüchten. Ebenfalls gibt der Bericht einen Einblick in ausgewählte Tätigkeiten im Bereich der Suchtpolitik, in Projekte und Angebote sowie in Öffentlichkeitsarbeit und Prävention.

Besonders hervorzuheben sind die folgenden Kennzahlen und Tätigkeiten:

  • In den fünf ambulanten Suchtberatungsstellen ist gesamthaft erneut ein Anstieg bei der Anzahl Beratungsfälle (2024: 2'678, 2025: 2'712), Neuzugänge (2024: 1'128, 2025: 1'178) und Beratungsgespräche (2024: 12'017, 2025: 13’440) zu verzeichnen. Die Anzahl Beratungsfälle im Zusammenhang mit einer Glücksspielsucht liegt nach 220 Fällen im Jahr 2024 bei 213 Fällen im Jahr 2025. Damit wurde die Marke von 200 Fällen bereits zum zweiten Mal überschritten.
  • 48 Klientinnen und Klienten wurden 2025 in den stationären sozialtherapeutischen Einrichtungen im Kanton Basel-Stadt betreut. 1'142 Personen mit einer Abhängigkeit von Heroin oder anderen Opioiden waren in einer Opioidagonistentherapie (OAT) in Behandlung.
  • Die beiden Drug-Checking-Angebote Drogeninfo Basel «DIBS» und Safer Dance Basel leisteten auch im Jahr 2025 einen wichtigen Beitrag zur Risikominimierung bei Substanzkonsum. Insgesamt wurden 398 Proben analysiert. Am häufigsten wurden Kokain-Proben zur Analyse abgegeben (19%), gefolgt von MDMA (18%) in Form von Tabletten und Kristallen, Amphetamin (14%) und LSD (13%). Die Inanspruchnahme ist mit einem obligatorischen Beratungsgespräch verbunden.
  • Die Inanspruchnahme der diversen schadensmindernden Angebote war im Jahr 2025 anhaltend hoch. Die Schadensminderung umfasst alle Massnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die Risiken und negativen sozialen und gesundheitlichen Folgen des Substanzkonsums zu verringern.
  • Der Konsum und Handel von psychoaktiven Substanzen im öffentlichen Raum bringen nach wie vor verschiedene unerwünschte Begleiterscheinungen mit sich. Die Abteilung Sucht engagiert sich für gezielte, aufeinander abgestimmte und departements-übergreifende Massnahmen.
  • Die Abteilung Sucht beteiligte sich mit kostenlosen Stadtführungen zum Thema Alkohol am Nationalen Aktionstag Alkoholprobleme 2026, der unter dem Motto «verstehen statt verurteilen» stattgefunden hat. Der Verein Surprise, «Grabmacherjoggi» und ein Suchtberater ermöglichten einen Einblick in die Lebenswelt von sozial benachteiligten Personen.

Hinweise

Link zum vollständigen digitalen Jahresbericht 2025 der Abteilung Sucht: 

https://www.jahresbericht-abteilungsucht-bs.ch/

Weitere Auskünfte

Regine Steinauer

Leiterin Abteilung Sucht, Gesundheitsdepartement Basel-Stadt

Gesundheitsdepartement

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