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Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme 2026: Kostenlose Stadtführungen mit Fokus auf das Basler Suchthilfesystem

Medienmitteilung

Gesundheitsdepartement

Der nationale Aktionstag Alkoholprobleme am 21. Mai 2026 bietet auch in Basel die Möglichkeit, der Öffentlichkeit einen Einblick in die Lebensrealität von sozial benachteiligten Menschen zu geben, das Verständnis und den Dialog anzustossen sowie auf Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen. Die Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt lädt im Rahmen des Aktionstages ein zu kostenlosen Stadtführungen mit dem Basler Stadtführer «Grabmacherjoggi» und dem Verein Surprise.

Der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme steht im Jahr 2026 unter dem Motto «verstehen statt verurteilen» und setzt damit ein klares Zeichen gegen die Stigmatisierung von Menschen mit einem problematischen Alkoholkonsum oder einer Alkoholabhängigkeit. Die Abteilung Sucht beteiligt sich seit vielen Jahren mit diversen Aktivitäten am Nationalen Aktionstag Alkoholprobleme. Damit leistet sie einen Beitrag, das Thema sichtbar zu machen, die Bevölkerung im Kanton zu sensibilisieren und einen offenen Dialog zu fördern. 

Die Abteilung Sucht lädt dieses Jahr zu folgenden attraktiven öffentlichen und kostenlosen Stadtführungen mit dem Fokus auf Alkohol ein:

Stadtführungen mit «Grabmacherjoggi» und einem Suchtberater der Abteilung Sucht:

Verstehen statt verurteilen – auf den Spuren der Basler Trinkkultur

19. Mai 2026, 14:00 – 15:30 Uhr

21. Mai 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

22. Mai 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

Auf diesen Stadtführungen mit dem bekannten Basler Stadtführer «Grabmacherjoggi» und einem Suchtberater der Abteilung Sucht können Interessierte die Basler Trinkkultur entdecken. Unterhaltsam, informativ,  spannend und mit einer Prise Humor.

Stadtführungen mit dem Verein Surprise:

Zwischen Gassenküche und Schuldenberatung

18. Mai 2026, 14:00 – 16:00 Uhr

20. Mai 2026, 18:00 – 20:00 Uhr

Wege aus der Schuldenspirale

23. Mai 2026, 14:00 – 16:00 Uhr

Die Stadtführer vom Verein Surprise kennen Armut, Ausgrenzung, Obdachlosigkeit, Gewalt, Sucht- oder psychische Erkrankungen aus eigener Erfahrung. Sie ermöglichen Interessierten auf den Führungen einen anderen Blick auf Basel.

Anmeldung für die Stadtführungen

Da die Platzzahl beschränkt ist, wird um Anmeldung gebeten.

Alkohol häufigste Hauptproblemsubstanz in der Suchtberatung

Jede dritte Person in der Schweiz hat mindestens eine Person mit Alkoholproblemen in ihrem Umfeld. 2022 konsumierten in der Schweiz mehr als 15 Prozent der Bevölkerung (ab 15 Jahren) Alkohol in einem Ausmass, das risikoreich für die Gesundheit ist. Schätzungsweise 250‘000 Personen in der Schweiz sind alkoholabhängig.

Basel-Stadt verfügt über ein gut ausgebautes Suchthilfesystem. In den ambulanten Beratungsstellen der Abteilung Sucht, dem Beratungszentrum der Stiftung Suchthilfe Region Basel und der Stiftung Blaues Kreuz/MUSUB werden jährlich mehr als 2'500 Beratungsfälle verzeichnet. Dabei zeigt sich, dass Alkohol nach wie vor der häufigste Grund für die Inanspruchnahme einer Suchtberatung ist. 

Die vielfältigen Angebote der Schadensminderung wie zum Beispiel das Tageshaus für Obdachlose an der Wallstrasse, die Gassenküche oder die Notschlafstelle sind oft genutzte und wertvolle Angebote für suchtbetroffene und sozial benachteiligte Menschen. Auch die Budget- und Schuldenberatung des Vereins Plusminus in Basel verzeichnete im Jahr 2024 mit 556 Beratungsfällen eine anhaltend hohe Zahl Beratungsfälle.

Weitere Auskünfte

Natasa Milenkovic

Akademische Mitarbeiterin, Abteilung Sucht, Gesundheitsdepartement Basel-Stadt

Gesundheitsdepartement

Karte von Basel-Stadt
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Malzgasse 30
4001 Basel

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 07.45 - 17.15 Uhr