Clubs profitieren von den Förderangeboten
MedienmitteilungPräsidialdepartement
Abteilung Kultur
Die drei Trägerorganisationen der Clubförderung in Basel-Stadt ziehen bereits zum zweiten Mal Bilanz: Der Clubbarometer 2026 belegt, dass die Förderangebote den Clubs mehr Planungssicherheit geben. Dies führte 2026 dazu, dass die Clubs ihre Strukturen weiter professionalisieren konnten. 75 Prozent ergriffen zudem Massnahmen im Bereich Prävention und Sicherheit. Der wirtschaftliche Druck bleibt weiterhin hoch.
Seit 2024 können Clubs mit Sitz in Basel-Stadt Beiträge um Programm- und Infrastruktur-förderung beantragen. Zudem können sie Beratungs- und Vermittlungsangebote in Anspruch nehmen. Das Basler Modell zur Clubförderung sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Musikbüro Basel, dem Verein «Kultur & Gastronomie» und der Abteilung Kultur Basel-Stadt vor. Es ist bis Ende 2026 in der Pilotphase. Mit einer extern in Auftrag gegebenen Befragung, dem Clubbarometer, überprüfen die Trägerorganisationen das Fördermodell bereits zum zweiten Mal.
Breit genutztes Förderangebot
Durchgeführt hat den Clubbarometer die Basler Firma «ConSense». Befragt wurden Clubs, Bars mit Veranstaltungsprogrammen oder einzelne Veranstaltungsreihen. Der Clubbarometer zeigt, dass die verschiedenen Förderangebote von der Szene breit genutzt werden: 63 Prozent der Befragten bewarben sich 2026 beim Musikbüro Basel für eine Programmförderung. Um eine Infrastrukturförderung bei der Abteilung Kultur Basel-Stadt ersuchten 37,5 Prozent der Clubs, wobei die Förderquote bei 66 Prozent lag. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, als 20 Prozent der Clubs um Beiträge an betriebliche Einrichtungen, beispielsweise im Bereich Lärmschutz, ersuchten. Das Beratungs- und Vermittlungsangebot des Vereins «Kultur & Gastronomie» nutzten 71 Prozent der befragten Clubs.
Mehr Planungssicherheit und höhere Professionalität
Die Befragung zeigt weiter auf, dass das breit gefächerte Förderangebot in der Clubszene zu einer Professionalisierung der Strukturen geführt hat. Am deutlichsten verbessert hat sich die Planungssicherheit bei der Programmgestaltung. Der Anteil der Organisationen mit eher hoher oder sehr hoher Planungssicherheit liegt bei 67 Prozent gegenüber 28 Prozent im Jahr 2025. Auch bei der Personalplanung fällt die Einschätzung 2026 positiver aus: 58 Prozent gaben eine hohe Sicherheit an, im Vorjahr waren es nur 28 Prozent. Zugenommen hat auch der Anteil der festangestellten Mitarbeitenden gegenüber jenen, die im Stundenlohn tätig sind.
Breit verankert sind weiter Prävention- und Awarenesskonzepte: 75 Prozent der befragten Clubs haben im vergangenen Jahr Massnahmen im Bereich Prävention und Sicherheit neu eingeführt oder verbessert. Alle nennen dabei den Schutz vor Diskriminierung und Belästigung als Priorität.
Angespannte wirtschaftliche Situation
Der Clubbarometer 2026 weist gleichzeitig auch auf den wirtschaftlichen Druck hin, unter dem die Basler Clubszene steht: Die Kosten steigen, während bei vielen Clubs die Umsätze aus Ticketverkäufen und Barkonsumation zurückgehen. 42 Prozent der befragten Clubs können nicht kostendeckend wirtschaften, 4 Prozent sind existenzbedroht.