Der Wohnungsbau im Kanton Basel-Stadt 2025
MedienmitteilungPräsidialdepartement
2025 entstand im Kanton Basel-Stadt mehr neuer Wohnraum durch Umbauten als durch Neubauten. Insgesamt kamen 540 zusätzliche Wohnungen auf den Markt.
Im Kanton Basel-Stadt wurden 263 Wohnungen neu gebaut. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um mehr als 100 Einheiten. Im langjährigen Vergleich ist die Neubautätigkeit unterdurchschnittlich. Solche Schwankungen sind üblich, da nicht in jedem Jahr grosse Neubauprojekte abgeschlossen werden.

Das grösste Neubauprojekt 2025 brachte 67 Mietwohnungen im Wohnviertel Gundeldingen hervor, das zweitgrösste 38 Genossenschaftswohnungen in der Gemeinde Riehen. Alle neuerstellten Wohnungen waren nicht möbliert.
2025 entstanden 384 neue oder neuwertige Wohnungen durch Umbauten. Ein Grossteil davon durch Umnutzungen: Allein durch die Umwandlung von Büroräumen in Wohnungen kamen 144 Einheiten hinzu. Die meisten Wohnungen gehen auf zwei Grossprojekte zurück. Im Wohnviertel Vorstadt entstanden in einem ehemaligen Bürogebäude gut 100 Wohnungen. Im Gundeli wurde ein Hotelgebäude zu einem Mehrfamilienhaus mit rund 50 Wohnungen umgebaut. Weitere Wohnungen wurden durch Dachausbauten und neue Raumaufteilungen realisiert.

Durch Umbauten können auch Wohnungen wegfallen, etwa durch Zusammenlegungen, Wohnungsaufteilungen oder Zweckentfremdungen. 2025 sind insgesamt 73 Wohnungen verlorengegangen. Der Umbausaldo beträgt 311 Wohnungen und übertraf damit wie im Vorjahr den Neubau.
2025 wurden rund 190 Neubauwohnungen bewilligt. Ende Jahr befanden sich knapp 1'200 neue Wohnungen im Bau. Mittelfristig ist also eine höhere Neubauproduktion zu erwarten. Die meisten Wohnungen werden im Wohnviertel St. Johann entstehen.
Wohnungsbau nimmt wieder leicht zu, bleibt jedoch unter früheren Spitzenwerten – positive Aussichten für das Jahr 2026
Kommentar der Kantons- und Stadtentwicklung zum Wohnungsbau 2025
In Basel entstehen wieder leicht mehr Wohnungen. Durch die Umnutzung von Büros wurden Wohnungen geschaffen, die überwiegend für die Dauermiete geeignet sind. Und zur Zeit befinden sich 1’170 Wohnungen im Bau – mehr als in den Vorjahren. Dennoch hält das Wohnungsangebot nicht ganz Schritt mit dem Bevölkerungswachstum. 540 neue Wohnungen im Jahr 2025 bedeuten zwar eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr, reichen aber nicht aus, um den Bevölkerungszuwachs von rund 3’000 Personen vollständig aufzufangen.
Der Wohnungszuwachs liegt weiterhin unter dem Niveau der Jahre 2018 bis 2023. Dies ist massgeblich darauf zurückzuführen, dass in den letzten beiden Jahren keine wesentlichen Bauetappen auf Arealentwicklungen abgeschlossen wurden. Auch der Wohnschutz dürfte sich bremsend ausgewirkt haben. Gleichzeitig ist die Bevölkerung im letzten Jahr kräftig um rund 3'000 Einwohnende gewachsen. Dieser grosse Bevölkerungszuwachs konnte durch die im Jahr 2025 entstandenen 540 Wohnungen nicht vollständig absorbiert werden. Die Statistik des Kantons Basel-Stadt zeigt, dass der Wohnflächenverbrauch pro Kopf im Kanton von 41.5 Quadratmetern im Jahr 2024 auf 41.2 Quadratmeter im Jahr 2025 gesunken ist. Die Bevölkerung ist also etwas enger zusammengerückt.
Durch die Umnutzung leerstehender Büro- Hotel- und Lagerflächen entstanden gut 240 neue Wohnungen. Die Kantons- und Stadtentwicklung wertet es insbesondere als positiv, dass die Mehrheit davon für die Dauermiete geeignet ist. Nur 14 Wohnungen sind möblierte Business-Apartments. Lukas Ott, Leiter Kantons- und Stadtentwicklung: «Die Umnutzung leerstehender Flächen zu dauerhaften Mietwohnungen ist genau die Art von städtischer Transformation, die wir brauchen – sie schafft Wohnraum, ohne zusätzliche Fläche zu verbrauchen. Wir möchten diesen Weg weiter fördern.»
Auch die Anzahl Wohnungen, die im Bau sind, ist im Jahr 2025 gegenüber den Vorjahren nochmals gestiegen und umfasste knapp 1'170 Wohnungen. Insgesamt bestehen gute Aussichten, dass im laufenden und kommenden Jahr mehr neue Wohnungen auf den Markt kommen, darunter Genossenschaftswohnungen. Beispiele dafür sind eine weitere Etappe im Westfeld mit 60 bis 70 Wohnungen (Genossenschaft «Wohnen und mehr»), weitere Baufelder im VoltaNord mit 90 Wohnungen der Neuen Wohngenossenschaft NWG und der Wohngenossenschaft Jurablick sowie 200 Wohnungen der SBB. Zudem steht eine weitere Etappe in der Verdichtung des Lehenmattquartiers mit rund 50 Wohnungen der Eisenbahnergenossenschaft EBG an. Mit diesen Genossenschaftsprojekten entstehen zahlreiche, auf lange Frist preisgünstige Wohnungen.
Das grösste Potenzial für die Schaffung von Wohnraum liegt weiterhin auf den Transformationsarealen (z.B. klybeckplus). Gemäss geltenden Vorgaben muss hier mindestens ein Drittel der Wohnungen gemeinnützig und dauerhaft in Kostenmiete vermietet werden. Dies sichert langfristig ein vielfältiges Wohnraumangebot für verschiedene Bedürfnisse.