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Die Situation der Kulturschaffenden und Kulturbetriebe unter der Lupe

Medienmitteilung

Präsidialdepartement

Abteilung Kultur

Basel-Stadt hat seit Frühling ein neues Kulturleitbild für die Jahre 2026 bis 2031. Dieses ist mit einem Wirkungscontrolling verbunden. Um eine verlässliche Datengrundlage zu erhalten, startet derzeit eine Befragung. Diese soll Aufschluss geben über die Situation und Bedürfnisse der Gesuchsstellenden. Zeitgleich dazu führt die Universität Bern ein national ausgerichtetes Monitoring durch, das die soziale Nachhaltigkeit in Kulturbetrieben untersucht.

Das aktuelle Kulturleitbild des Kantons Basel-Stadt, das der Regierungsrat im Mai verabschiedet hat, ist erstmals wirkungsorientiert ausgerichtet. Dies bedeutet, dass künftig regelmässig gemessen wird, welche Wirkung die kulturpolitischen Massnahmen konkret haben. Dieses Wirkungscontrolling erfolgt über einen Methodenmix mit Indikatoren. Dazu gehört eine Befragung der Kulturschaffenden, die nun erstmals startet. 

Diese Befragung soll helfen, die Situation und Bedürfnisse der Kulturakteure in Basel besser zu erfassen. Angeschrieben werden Kulturschaffende, die zwischen 2024 oder 2025 bei der Abteilung Kultur, dem Musikbüro Basel oder dem Swisslos Fonds Basel-Stadt ein Gesuch um Projekt- oder Programmförderung eingereicht haben. Die Abteilung Kultur hat die Firma Interface Politikstudien Forschung Beratung mit der Untersuchung beauftragt. Sie erfolgt anonym, die Teilnahme ist freiwillig. Die von Interface erstellte Auswertung fliesst in das Wirkungscontrolling des Kulturleitbilds 2026 bis 2031 ein. Dieses zielt auf die Attraktivität des Kulturstandorts Basel, die Rahmenbedingungen für Kunst- und Kulturschaffende sowie auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt ab.

Beteiligung am Nationalen Monitoring zur sozialen Nachhaltigkeit 

Zeitgleich dazu startet zudem das national ausgerichtete Monitoring, das die soziale Nachhaltigkeit in Kulturbetrieben untersucht. Im Fokus stehen Kulturbetriebe, die 2025 einen Leistungsauftrag mit dem Kanton Basel-Stadt hatten. In Basel werden ergänzend dazu Festivals, die 2025 einen grösseren Beitrag aus dem Swisslos-Fonds Basel-Stadt erhielten, befragt. Durchgeführt wird die schweizweite Datenerhebung vom Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern. Das Monitoring ermöglicht Städten und Kantonen, ihre Kunst- und Kulturförderung systematisch auf soziale Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und damit verbundene Diversitätsaspekte hin zu analysieren und weiterzuentwickeln. 

Die beiden Befragungen erheben den Ist-Zustand und sind aufeinander abgestimmt. Die Ergebnisse werden voraussichtlich 2027 veröffentlicht. Die Befragungen sollen in einigen Jahren wiederholt werden, um Veränderungen über die Zeit zu beobachten.