Sonnenblumen als Zeichen für nicht sichtbare Behinderungen
MedienmitteilungPräsidialdepartement
Am 20. Oktober ist der internationale Tag der nicht sichtbaren Behinderungen. Der Kanton Basel-Stadt beteiligt sich an der internationalen Hidden Disabilities Sunflower Initiative. Damit engagiert er sich für eine Kultur des Respekts, der Freundlichkeit und Rücksichtnahme.
Jede fünfte Person in der Schweiz lebt mit Behinderungen. 80% davon sind nicht sichtbar. Der Sonnenblumen-Bändel (auch Sunflower Lanyard genannt) ist ein international anerkanntes Symbol für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen. Dazu zählen zum Beispiel Autismus, ADHS, chronische Erkrankungen oder neurologische Beeinträchtigungen.
Personen, die ein grünes Band, eine Anstecknadel oder ein Armband mit gelben Sonnenblumen tragen, signalisieren auf diskrete Weise, dass möglicherweise zusätzliche Unterstützung, Verständnis oder mehr Zeit benötigt wird. Die Sonnenblume macht dies erkennbar, ohne dass die betroffene Person ihre Behinderung oder Erkrankung erklären oder offenlegen muss.
Niederschwellig und leicht verständlich
Die Beteiligung des Kantons Basel-Stadt wurde aufgrund von Erfahrungen mit Grossveranstaltungen wie dem Eurovision Song Contest angestossen. Diese Erfahrungen haben gezeigt, wie wichtig niederschwellige und leicht verständliche Formen der Unterstützung für die Inklusion sind. Die Kantonsmitarbeitenden wurden für die Bedürfnisse von Menschen mit unsichtbaren Behinderungen sensibilisiert.
Die Kampagne wurde in der Schweiz von der SBB lanciert. Auch die BVB und das Behindertenforum Region Basel beteiligten sich daran. Die Sonnenblumen-Bändel sind beim Einwohneramt, bei allen Polizeiposten, der Tourist Information von Basel Tourismus und der Fachstelle Rechte von Menschen mit Behinderungen kostenlos und ohne medizinischen Nachweis erhältlich. Das Tragen eines Bändels ist freiwillig.