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Tramabzweiger auf der Kreuzung Güter-/Margarethenstrasse macht das Tramnetz flexibler und sichert das Tramangebot im Gundeli

Medienmitteilung

Staatskanzlei

Bis anhin können Trams von der Güterstrasse herkommend nicht in die Margarethenstrasse Richtung Binningen abbiegen, weil an der Kreuzung Güterstrasse/Margarethenstrasse eine entsprechende Gleisverbindung fehlt. Das führte während der Sperrung der Margarethenbrücke 2023 dazu, dass das Gundeli und auch Fahrgäste aus Binningen über Monate auf einen Teil ihrer Tramverbindungen verzichten mussten. Um diese Lücke im Netz zu schliessen, möchte der Regierungsrat den Tramabzweiger Güter-/Margarethenstrasse realisieren. Hierfür beantragt er dem Grossen Rat Ausgaben von rund 2,8 Millionen Franken.

Ab Sommer 2023 musste die SBB den Verkehr auf der Margarethenbrücke einschränken: Unter anderem war die Brücke für den Tramverkehr von Ende Juni 2023 bis Mitte März 2024 vollständig gesperrt. Völlig unerwartet musste das Gundeli auf einen Teil seiner gewohnten und auch dringend notwendigen Tramverbindungen verzichten. Grund hierfür war neben der Brückensperrung das Fehlen einer Gleisverbindung an der Kreuzung Güterstrasse/Margarethenstrasse. Bis heute können Trams dort von der Güterstrasse herkommend nicht nach links in die Margarethenstrasse einbiegen und auch in der Gegenrichtung fehlt die entsprechende Verbindung – diese Situation verunmöglichte eine wirkungsvolle Tramumleitung. Das Gundeli konnte nicht im gewohnten Umfang erschlossen werden und auch Fahrgäste aus Binningen mussten Umwege in Kauf nehmen. Rasch wurde damals der Ruf nach einer Weiche laut. So hätten wieder Trams nach Binningen und durchs ganze Gundeli fahren können. Die Lieferfrist war zu lang und auch das Bewilligungsverfahren des Bundes hätte zu lange gedauert. Eine Alternative mit einem Gleisbogen ohne Weiche wurde ebenfalls geprüft, auch wenn diese Lösung später einen erneuten Umbau der Gleisanlagen erfordert hätte. Auch diese Lösung musste aber aus Termingründen verworfen werden. Beide Optionen waren nicht schnell genug umsetzbar. 

Mit dem Tramabzweiger Güter-/Margarethenstrasse möchte der Regierungsrat nun eine neue Abbiegemöglichkeit realisieren. Der Tramabzweiger umfasst vier Weichen und zwei Gleisbögen. Damit wird der Knoten für alle Trams in sämtliche Richtungen befahrbar. Der Tramabzweiger ist auf alle anstehenden Projekte rund um den Bahnhof Basel SBB abgestimmt. Dank dem neuen Tramabzweiger wird es künftig möglich sein, bei Streckenunterbrüchen im Umfeld der Margarethenbrücke flexibel mit Umleitungen und Kursanpassungen zu reagieren, sodass das Gundeli und Binningen auch bei geplanten oder ungeplanten Unterbrüchen gut erschlossen bleiben. Das Vorhaben entspricht zudem einer der Forderungen aus dem Anzug Beat Leuthardt und Konsorten betreffend «nachhaltigeres und flexibleres Basler Tramnetz (Mehr Netznutzen bei Umleitungen dank Weichen)». 

Wird der Tramabzweiger realisiert, muss die Tramhaltestelle IWB in der Margarethenstrasse entfallen. Grund dafür sind gesetzliche Vorgaben des Bundes, die nur mit grossem baulichem Aufwand – konkret mit einer Umgestaltung des Knotens – eingehalten werden könnten und zu gravierenden Nachteilen für den Velo- und Fussverkehr führen würden.

Nicht betroffen sind die Tramlinien 16 und 12, da sie ihren Halt an der Haltestelle IWB in der Güterstrasse haben. Im Rahmen des Bauprojekts soll aber geprüft werden, ob mindestens eine Haltekante der Haltestelle IWB in der Margarethenstrasse (Haltestelle in Fahrtrichtung Norden) im Sinne einer Ausnahmeregelung bestehen bleiben kann, bis die neue Margarethenbrücke und der Perronzugang Margarethen in Betrieb sind. Danach werden die Trams ohnehin auf der neuen Margarethenbrücke halten. 

Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat für den Tramabzweiger Güter-/Margarethenstrassen Ausgaben von 2,795 Millionen Franken. Aktuell ist eine Inbetriebnahme auf Ende 2028 vorgesehen. Dies ist jedoch anhängig von der Dauer der parlamentarischen Beratung und des Bewilligungsprozesses. 

Weitere Auskünfte

Marco Galli

Koordinator Bahnknoten Basel, Bau- und Verkehrsdepartement