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Anhaltende Hitze- und Trockenperiode führt zu hohen Ozonkonzentrationen

Medienmitteilung

Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt

Gemeinsame Medienmitteilung mit der Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft

Die anhaltenden Hitze- und Schönwetterperioden wirken sich auch auf die Luftqualität aus. Bereits jetzt wurden deutlich mehr Überschreitungen der Ozon-Grenzwerte gemessen als im gesamten letzten Jahr.

Die Ozonbelastung in der Luft wird an mehreren Messstationen in der Region Basel gemessen. In den letzten Wochen wurde der Stundengrenzwert für Ozon von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter gemäss der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) an allen Messstationen mehrfach überschritten – vor allem am Nachmittag. In der LRV ist festgelegt, dass die Ozon-Konzentration während höchstens einer Stunde pro Jahr den Wert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter überschreiten darf. Die Belastung wird deshalb in Anzahl Stunden über diesem Grenzwert ausgedrückt.

Ozon ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, welches die Augen und Schleimhäute der Atemwege reizt und die Leistungsfähigkeit der Lungen vermindert. Es schädigt auch Bäume und Pflanzen. Ozon wird oberflächennah aus den Vorläuferschadstoffen flüchtige organische Stoffe (VOC) und Stickstoffdioxid gebildet. Zudem braucht es zur Entstehung die UV-Strahlen der Sonne und hohe Temperaturen. 

Die anhaltende Hitze und das sonnige, trockene Wetter begünstigten die Bildung von Ozon. Die Anzahl der in diesem Jahr gemessen Überschreitung des Stundengrenzwerts haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. An den Stationen Basel St. Johann, Binningen, Sissach und Dornach wurden 390 bis 440 Überschreitungen gemessen. Im Vergleich dazu wurde im gesamten letzten Sommerhalbjahr an diesen Messstationen an 180 bis 260 Stunden eine Überschreitung des LRV-Grenzwerts registriert. 

Spitzenkonzentrationen sind gleich geblieben

Trotz der langen Hitzeperiode liegen die gemessenen Spitzenkonzentrationen auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren und sind nicht angestiegen. Werte von über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, die vor sieben Jahren noch gemessen wurden und welche in der Nordwestschweiz eine Information an die Bevölkerung zur Folge hätten, wurden bisher nicht erreicht. Die Luftqualität hat sich in den vergangenen Jahren insgesamt verbessert. Die getroffenen Massnahmen zur dauerhaften Eindämmung der Vorläuferschadstoffe zeigt Wirkung. Dazu beigetragen haben unter anderem die Einführung der Lenkungsabgabe auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) sowie technische Massnahmen zur Reduktion der Stickoxidemissionen.

Bei hohen Ozonkonzentration gelten dieselben Verhaltensempfehlungen wie bei Hitze und Sonne. Sportliche Betätigungen und andere Aktivitäten sind grundsätzlich möglich, sollten aber so geplant werden, dass Ausdauerleistungen eher morgens erbracht werden. In den kühleren Nachtstunden wird Ozon wieder abgebaut, somit ist die Ozonkonzentration morgens am tiefsten. 

Hinweise

Weitere Informationen und aktuelle Angaben zur Luftqualität finden Sie unter:

 

Weitere Auskünfte

Matthias Nabholz
Amtsleiter
+41 61 267 08 01matthias.nabholz@bs.ch

Amt für Umwelt und Energie (AUE)

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4051 Basel

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Enrica Sendelov

Amt für Umweltschutz und Energie Kanton Basel-Landschaft

Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt