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Basel-Stadt bekämpft auch 2025 die Asiatische Tigermücke

News

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat 2025 die Überwachung und Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke fortgesetzt. Dabei hat es erneut auf die Zusammenarbeit mit anderen kantonalen Stellen, den Gemeinden Riehen und Bettingen sowie dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut gesetzt. Privathaushalte, Freizeitgartenvereine und Gewerbe sind dazu aufgefordert, sich weiterhin an der Bekämpfung zu beteiligen, um die Mückendichte möglichst tief zu halten. Zudem wurde bei der Untersuchung gefangener Stechmücken durch das Kantonale Laboratorium erstmals das Dengue-Virus in einer Tigermückenprobe in Basel nachgewiesen.

Die Asiatische Tigermücke ist seit 2024 im ganzen Kantonsgebiet zu finden. Die Tigermücke ist eine gebietsfremde, invasive Art, die potenziell Krankheitserreger wie das Dengue-, Chikungunya- oder das Zikavirus übertragen kann. Seit 2016 führt das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut im Auftrag des Kantons eine Überwachung durch. Die meisten Tigermücken wurden zwischen Anfang August und Mitte September festgestellt.

Für die Bekämpfung der Tigermücke im öffentlichen Raum sind im Kanton Basel-Stadt die Behörden und die Gemeinden zuständig, auf Privatgelände die Eigentümer. Da sich dort viele potenzielle Brutstätten wie Pflanzentopfuntersetzer und Regentonnen befinden, stellt das Kantonale Laboratorium verschiedene Informationen zur Sensibilisierung der Bevölkerung bereit. Es hat zudem Aussenbereiche von ausgewählten Betrieben, sensiblen Liegenschaften (z.B. Spitäler, Altersheime, Schulen) und von Wohnhäusern inspiziert. Die rund 40 Kontrollen vor Ort ergaben in fast allen Fällen, dass entweder keine oder nur ungenügende Massnahmen gegen die Tigermücke ergriffen wurden. Es wurden auch 30 Freizeitgartenvereine kontrolliert, wobei in der Mehrheit der kontrollierten Gärten Mängel festgestellt wurden. In 14 Vereinen wurden Parzellen mit einer erheblichen Anzahl Brutstätten gefunden.

Ziel der Bekämpfung ist es, die Mückendichte möglichst gering zu halten, damit die Lebensqualität der Bewohnerinnen und -bewohner durch die Lästigkeit der Tigermücke nicht zunehmend beeinträchtigt wird. Auch das Risiko einer Krankheitsübertragung durch die Tigermücke soll damit minimiert werden.

Link zum vollständigen Bericht zur Überwachung und Bekämpfung der Tigermücke

Die Zahl der durch Mücken übertragenen Infektionen hat europaweit zugenommen. Chikungunya- wie auch Dengue- und Zika-Viren werden in Europa durch die Asiatische Tigermücke übertragen. Die einheimische Hausmücke hingegen kann das West-Nil- und das Usutu-Virus übertragen. Das Usutu-Virus infiziert vor allem Vögel. Da solche Vireninfektionen häufig mild oder asymptomatisch verlaufen, werden sie oft nicht entdeckt. Um das Vorkommen solcher Viren in Stechmücken zu ermitteln, etablierte das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt 2024 eine Methode und startete 2024 eine Pilotüberwachung, welche es im Jahr 2025 wiederholte.

Von den insgesamt 1628 im Jahr 2025 gefangenen Mücken waren die überwiegende Mehrheit einheimische Stechmücken. Lediglich 2 Prozent waren Mücken der Gattung Aedes, zu der die Asiatische Tigermücke zählt. Die Mücken wurden in Gruppen (Pools) untersucht. In 24 der 163 Pools konnte das Usutu-Virus nachgewiesen werden. Andere Viren konnten im Jahr 2025 nicht nachgewiesen werden.

Im letzten Jahr wurden zudem Proben des Pilotmonitorings 2024 mit zusätzlichen Methoden wie der DNA-Sequenzierung sowie auch durch ein unabhängiges Labor geprüft. So konnte in einem Aedes-Pool der überraschende Fund des Dengue-Virus bestätigt werden. Dies stellt den ersten Nachweis dieses Virus in Stechmücken nördlich der Alpen dar. Der Einzelnachweis deutet unter den hiesigen klimatischen Bedingungen auf eine vermutlich sehr niedrige Verbreitung in der lokalen Aedes-Population hin, ohne jedoch belastbare Aussagen zur tatsächlichen Verbreitung zu erlauben.

Link zum vollständigen Bericht zur Mückenüberwachung

Weitere Auskünfte

Kantonales Laboratorium

Kannenfeldstrasse 2
4056 Basel

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 8.30 - 11.45 Uhr und 13.30 - 16.30 Uhr Freitag: 8.30 - 11.45 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr