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Die Stadt als Baukasten - twinbs macht Basel zum digitalen Experimentierfeld

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An einem regnerischen Morgen in Basel. Die Tramlinien glitzern auf dem Asphalt, eine Baustelle blockiert die gewohnte Route, und irgendwo in der Stadt beginnt gerade ein Parkhaus, sich zu füllen. Was wäre, wenn all diese Informationen – Strassen, Gebäude, Baustellen, freie Parkplätze – nicht verstreut in einzelnen Systemen schlummerten, sondern sich wie Legosteine zusammensetzen liessen? - Hier beginnt die Geschichte von twinbs, dem Leitbild für die Geoinformation in Basel-Stadt.

Der Baukasten: Bausteine für neue Ideen

Tag für Tag entstehen unzählige räumliche Daten im Kanton: über Verkehr, Gebäude, Infrastruktur, Umwelt oder Nutzung des öffentlichen Raums. Viele existieren auch bereits – bislang jedoch oft getrennt voneinander. twinbs will diese Daten nicht einfach sammeln, sondern sie miteinander sprechen lassen. Und genau dafür gibt es den twinbs Baukasten.  

Man kann sich den Baukasten wie eine digitale Werkbank vorstellen. Darauf liegen Bausteine bereit:  Karten der Stadt, das Strassennetz, Gebäude, Grundstücke, Baustellenperimeter, Parkhäuser oder Sensordaten. Dazu kommen Möglichkeiten für den automatisierten Zugriff sowie Analyse- und Simulationswerkzeuge – etwa um Routen zu berechnen, Schattenwurf-Szenarien durchzuspielen oder Entwicklungen sichtbar zu machen. Wer eine konkrete Fragestellung hat, soll die Bausteine einfach kombinieren, miteinander verknüpfen und neu zusammensetzen können. Ohne jedes Mal bei Null zu beginnen.

Um das Beispiel vom Anfang aufzugreifen: Eine Karte zeigt alle Parkhäuser der Stadt. Nützlich – aber noch nicht wirklich hilfreich. Erst wenn diese Information mit aktuellen Belegungsdaten, Baustelleninformationen und einer Routing-Funktion verbunden wird, entsteht echter Mehrwert. Eine Anwendung, die in Echtzeit den schnellsten Weg zum nächsten freien Parkplatz berechnet – inklusive Umfahrung von Baustellen.

Das Beste ist: Sie müssen nicht warten. Bereits heute stehen mit den APIs der Geoinformation  und den Geodiensten Bausteine zur Verfügung, mit denen räumliche Informationen und Karten einfach in Ihre eigenen Anwendungen integriert werden können. MapBS 3D bietet schon heute einen dreidimensionalen Blick auf Basel, inkl. Analyse-Funktionen, zum Beispiel für den Schattenwurf von Gebäude.

Vom Datenhaufen zur Anwendung

Bei twinbs dreht sich alles immer um die Lösung von konkret existierenden Problemen.  Nicht die Daten stehen am Anfang, sondern der konkrete Nutzen.

Die Stärke des Baukastenansatzes liegt darin, dass er nicht vorschreibt, was gebaut werden soll. Aber twinbs erschliesst die Bausteine und will erreichen, dass möglichst viele standardisiert, automatisiert und offen nutzbar sind. So können Anwendungen entstehen, die unterschiedlichen Bedürfnissen dienen:

  • Dienststellen der Verwaltung die z.B. Infrastruktur planen oder Anwohneranliegen frühzeitig berücksichtigen möchten.
  • Öffentlichen Akteure, die Informationen transparenter machen oder ihre Entscheidungsgrundlagen verbessern wollen.
  • Unternehmen, die neue Services entwickeln, etwa für Mobilität oder die Baubranche.

Im Fokus stehen immer nutzerfreundliche Anwendungen und deren Mehrwert, denn Geodaten entfalten ihren Wert dann, wenn sie Ihren Alltag konkret erleichtern.

Die Zukunft ist modular und beginnt mit einer Idee

twinbs entsteht nicht im stillen Kämmerlein. Der Austausch mit anderen Städten und Initiativen – etwa mit Connected Urban Twins aus Deutschland oder anderen Kantonen und Gemeinden in der Schweiz – zeigt, welches Potenzial in vernetzten urbanen Geo(daten) steckt. Anwendungen, die anderswo bereits Realität sind, können Inspiration für Basel sein.

Gleichzeitig blickt twinbs auch über die Grenzen der Verwaltung hinaus. Auch Akteure aus dem halbprivaten und privaten Sektor verfügen über wertvolle digitale Ressourcen die intelligent vernetzt neue Perspektiven auf den Stadtraum schaffen und so Lösungen ermöglichen die vorher kaum denkbar waren.

Ermöglichen statt Vorschreiben

Jede Dienststelle kennt ihre eigenen Herausforderungen am besten. Deshalb versteht sich twinbs nicht als geschlossenes System, sondern als Enabler. Die Bausteine werden erschlossen und bereitgestellt. Aber was daraus entsteht, entscheiden jene, die die Bedürfnisse ihrer Kunden und Kundinnen am besten kennen.

Vielleicht beginnt die nächste grosse Idee klein: mit einer Frage, einem Ärgernis im Alltag oder einem Wunsch nach besseren Entscheidungen. Der twinbs Baukasten lädt dazu ein, diese Ideen gemeinsam weiterzudenken, und sie Schritt für Schritt zusammenzubauen.  

Das twinbs-Team begleitet diesen Prozess, denkt mit, vernetzt Ideen und unterstützt dabei, Bausteine zu erschliessen oder auch eine erste Skizze zu einer funktionierenden Anwendung weiterzuentwickeln.

Denn wenn ein Kanton seine Informationen öffnet und vernetzt, entsteht mehr als nur Technik. Es entsteht ein gemeinsamer Raum für Innovation.

Haben Sie eine Idee? Dann erzählen Sie uns davon. Vielleicht liegt der passende Baustein bereits bereit.