Klangrundgang am Tag gegen Lärm 2026
NewsAm 29. April 2026, dem Internationalen Tag gegen Lärm, fand im Lysbüchelareal im Basler Nordwesten für Vertreterinnen und Vertreter aus der Bau- und Planungsbranche ein Klangrundgang statt. Ziel war es, die akustische Qualität von Stadträumen vor Ort erlebbar zu machen und neu etablierte Beurteilungsansätze von Parks, Innenhöfen und Strassenräumen gemäss revidiertem eidgenössischem Umweltschutzgesetz (USG) praxisnah zu vermitteln.
Der Klangrundgang war bereits bei früheren Durchführungen auf reges Interesse gestossen. Deshalb nahmen die Fachstellen Lärmschutz der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt den «Tag gegen Lärm 2026» zum Anlass, den Rundgang erneut auszuschreiben, um sich mit interessierten Planerinnen, Architekten sowie Akustikerinnen und Akustikern auf eine akustische und gestalterische Erkundung des Areals zu begeben. Im Fokus standen dabei unterschiedliche Räume wie die Voltamatte, das Lysbüchel-Areal oder der Voltaplatz. Es wurden gestaltete Erholungszonen gezeigt, die beispielhaft vermitteln, wie urbane Entwicklung und Lärmschutz miteinander in Einklang gebracht werden können.
Ein zentraler Bestandteil des Rundgangs war die Vorstellung und Anwendung des neuen Tools beider Basel zur «Beurteilung der Erholungsqualität und Akustik von Freiräumen», das online verfügbar ist. Diese «Beurteilungshilfe» wurde im Zuge der Änderung von Artikel 24 USG entwickelt. Ihr Ziel ist es, Planungsprozesse in lärmbelasteten Gebieten zu unterstützen und eine differenziertere Bewertung der zur Kompensation erforderlichen Erholungsräume und der akustischen Qualität im Nahbereich von Siedlungsräumen zu ermöglichen.
Der Rundgang wurde durch ein kurzes Planerspiel abgerundet, in dem die Teilnehmenden das Gelernte direkt anwenden konnten.