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Mit Italienisch oder Französisch zur Matur

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Ab Schuljahr 2027/28 können Schülerinnen und Schüler im Gymnasium mit Italienisch statt Französisch an die Maturprüfungen. Diese Änderung basiert auf einer nationalen Vorgabe im Zusammenhang mit der gesamtschweizerischen Reform der Gymnasien und gilt erstmals bei der Matur 2031.

Gymnasium Bäumlihof von Innen

Als zweite Landessprache werden sich die Schülerinnen und Schüler im Gymnasium ab Schuljahr 2027/28 zwischen Italienisch und Französisch entscheiden können. Diese Neuerung ist Teil der schweizweiten Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität (WEGM), die Bund und Kantone beschlossen haben. Ziel der Reform ist es, die gymnasiale Laufbahn weiterzuentwickeln und dabei auch die Landessprache Italienisch zu stärken.

Mit der Reform wird die gymnasiale Maturität in der Schweiz nach rund 30 Jahren umfassend modernisiert. Neben Anpassungen bei den Sprachen werden auch andere Bereiche des Unterrichts weiterentwickelt: Die Fächer Informatik sowie Wirtschaft und Recht erhalten ein höheres Gewicht und werden zu Grundlagenfächern, deren Noten für den Maturitätsabschluss zählen. Insgesamt soll das Gymnasium damit noch stärker auf die Anforderungen von Studium, Arbeitswelt und Gesellschaft ausgerichtet werden und den Schülerinnen und Schülern eine breitere Allgemeinbildung vermitteln. 

Die Umsetzung von WEGM wird in Basel-Stadt aufs Schuljahr 2027/28 eingeführt. Damit betrifft die Änderung in der Wahl der zweiten Landessprache erstmals jene Schülerinnen und Schüler, die sich im Januar 2027 fürs Gymnasium anmelden. Für Lehrpersonen der Sekundarstufe I kann die Sprachwahl damit zu einem Thema werden in der Vorbereitung und Beratung zum Übertritt ins Gymnasium, etwa wenn Schülerinnen und Schüler ihre Interessen und sprachlichen Voraussetzungen abwägen. Die Wahl von Italienisch am Gymnasium ist auch ohne Vorbildung aus der Sekundarstufe I möglich.

Die Auswirkungen auf die Sprachverteilung können zurzeit nur geschätzt werden. Patrick Langloh, Leiter Mittelschulen und Berufsbildung, rechnet damit, dass Französisch weiterhin von einer Mehrheit gewählt wird: «Es wird zu Beginn wohl eine Tendenz zur Abwahl von Französisch geben, aber Italienisch in kurzer Zeit von null an zu lernen und anzuwenden, darf nicht unterschätzt werden.» 

Text: Maren Stotz, Foto: Grischa Schwank