Nährwertangaben bei Wildfleisch und Hackfleisch nicht immer korrekt
NewsDas Kantonale Laboratorium hat 27 Proben Wild- und Hackfleisch auf Allergene, Gluten, gentechnisch veränderte Organismen (GVO), Tierarten, Radioaktivität und Kennzeichnung untersucht. Die Angaben zu Tierarten, Allergenen, Gluten, GVO und Radioaktivität waren bei allen Proben konform. Allerdings waren bei sieben Proben der Proteingehalt, bei zwei Proben der Fettgehalt und bei fünf Proben andere Kennzeichnungsmängel zu beanstanden.
In fünf verschiedenen Supermärkten und in zwei Metzgereien hat das Kantonale Laboratorium insgesamt 27 Proben erhoben. Es hat Rindshackfleisch, gemischtes Hackfleisch, Hirschpfeffer, Rehpfeffer, Wildschweinpfeffer und weitere Wildfleischprodukte von unterschiedlichen Herstellern untersucht. Eine Probe war biozertifiziert. Als Produktionsland waren Schweiz, Liechtenstein, Österreich oder Deutschland angegeben.
Beim Pferdefleischskandal von 2013 wurde hochwertiges Rindsfleisch mit billigem Pferdefleisch gestreckt. In dieser Kampagne hat das Kantonale Laboratorium deshalb überprüft, ob die Tierarten wahrheitsgetreu gekennzeichnet waren. Ausserdem hat es bei zubereiteten Produkten wie Rehpfeffer auf die korrekte Deklaration der Allergene und Gluten geachtet. Wild kann auch heute noch Cäsium-137 aufnehmen, welches vom atomaren Ausfall von Tschernobyl im Jahr 1986 stammt. Letztlich wurde auch die Kennzeichnung einschliesslich der Nährwertdeklaration überprüft.
Beanstandungen wurden lediglich für den Protein- und Fettgehalt sowie für die Kennzeichnung ausgesprochen. Bei sieben Proben lag der analysierte Proteingehalt ausserhalb des Toleranzbereiches. Beim Fettgehalt waren zwei Proben betroffen. Zu den Kennzeichnungsmängeln zählten eine unvollständige Nährwertdeklaration, ein fehlendes Identifikationszeichen oder ein fehlender Zubereitungshinweis.
Obwohl sich viele Parameter bei den Proben als problemlos darstellen, war die Beanstandungsquote hoch. Neun Proben wiesen einen falsch deklarierten Protein- oder Fettgehalt auf, und die Kennzeichnung von fünf Proben entsprach nicht den gesetzlichen Vorgaben. Eine mögliche Ursache der hohen Beanstandungsrate liegt darin, dass die Hersteller die Nährwertangaben teilweise nicht analytisch ermitteln, sondern aus Literaturdaten ableiten. Es drängen sich deshalb weitere Kontrollen in dieser Lebensmittelkategorie auf.
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