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Problematische Alkaloid-Gehalte in Kreuzkümmel, Basilikum und Oregano

News

Das Kantonale Laboratorium hat 18 Teekräuterproben und 29 Gewürzproben auf Pyrrolizidinalkaloide und Kennzeichnung untersucht. Bei zwei Kreuzkümmel-, einer Oregano- und einer Basilikumprobe wurden die gesetzlichen Höchstwerte überschritten.

Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind Pflanzenmetabolite, die hauptsächlich über Honig, Gewürze, Kräuter, Tee, Kräutertee und Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. PA werden erst im Körper zu Schadstoffen umgewandelt. Bestimmte PA weisen eine ausgeprägte Lebertoxizität sowie krebserzeugende und erbgutverändernde Wirkungen auf.

Bei 11 Detailhändlern wurden 18 Teeproben und 29 Gewürzproben erhoben. Aufgrund unserer bisherigen Untersuchungen wurden risikobasiert Kreuzkümmel, Oregano, Roibuschtee oder Eisenkrauttee bevorzugt erhoben.

In 12 Produkten wurden PA zwischen 10 und 3’500 μg/kg festgestellt. Die festgelegten Höchstwerte wurden von zwei Kreuzkümmel-, einer Oregano- und einer Basilikumprobe überschritten. Überraschend war die Überschreitung beim Basilikum, da dieses Gewürz bisher nicht als problematisch hinsichtlich PA-Belastungen gilt. Bei den Teekräutern wurden keine erhöhten Belastungen mit PA festgestellt. Obwohl einzelne Gewürze weiterhin mit PA belastet sind, sind die gemessenen Gehalte im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen.

Keine der Proben musste aufgrund der Kennzeichnung beanstandet werden.

Die Resultate dieser Kampagne zeigen, dass bei den Gewürzen Kreuzkümmel und Oregano immer noch Be­lastungen mit Pyrrolizidinalkaloiden aufweisen können Die Situation bei den Teekräutern scheint sich hingegen deutlich verbessert zu haben.

Weitere Auskünfte

Kantonales Laboratorium

Kannenfeldstrasse 2
4056 Basel

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag:
8.30 - 11.45 Uhr und 13.30 - 16.30 Uhr

Freitag:
8.30 - 11.45 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr